Veranstaltung

Donnerstag, 26.01.12 / 19.00 Uhr

Felix Huby

Manfred Essers Ostend-Roman


Manfred Essers legendärer Ostend-Roman (1978/1983), dem der erste Teil der Doppelausstellung zum zehnjährigen Literaturhausjubiläum gewidmet war und der auch noch für den zweiten Teil handapparat heslach von Bedeutung ist, steht im Mittelpunkt dieses Abends. Der Schriftsteller und Drehbuchautor Felix Huby, bekannt vor allem durch seine Bienzle-Romane, liest ausgewählte Passagen. Felix Huby hat selbst Anteil am Erfolg des Ostend-Romans, im August 1983 schrieb er eine Aufsehen erregende, mehrseitige Kritik im Spiegel. Dort heißt es: »Held des Buches ist die Topographie: das Viertel am Gaskessel, eingeschlossen von den Hängen mit besseren Wohnlagen – laut, eng, nur nachts, von oben, sieht dieses Tal noch schön aus, ‚bekränzt wie eine Königin’. Ein Viertel, in dem es immer zwei Schichten gab: die Arbeiter - in neuerer Zeit auch die Gastarbeiter – und die Kleinbürger. Indem Esser deren Lebensgeschichten erzählt, erzählt er zugleich Zeitgeschichte. So wie Döblins Berlin Alexanderplatz nicht nur ein Roman über Berlin ist, sondern über Krise und Endzeit der Weimarer Republik, ist Essers Buch ein Roman über die siebziger Jahre, in denen die Wurzeln unserer heutigen Krise zu suchen sind.«

Mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung


  • Lesung, Bilderschau, Gespräch

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