Veranstaltung

Montag, 26.11.07 / 20.00 Uhr

Martin Walser

Leben und schreiben. Tagebücher 1963 - 1972


"Martin Walsers Tagebücher sind eine Fundgrube brillanter Etüden, Miniaturen, Aphorismen und kryptischer Andeutungen", hieß es in der FAZ über den ersten Band. "Für ihn geht das Leben im Schreiben auf: Was ihn nicht zum Ausdruck reizt, existiert nicht, aber alles, was ist, drängt ihn zur Beschreibung oder wenigstens Dokumentation: ein verrutschter Frauenrock, ein flüchtiger Blick im Zugabteil, Speisekarten und Schlagertexte, die Psychologie eines Polterabends in der Provinz oder eine Silvesterparty in Berlin." Nun geht es mit dem zweiten Band der Tagebücher weiter. Er beginnt 1963, nicht lange vor der Eröffnung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Martin Walser besucht die Gerichtsverhandlungen, hält Eindrücke fest, es entsteht der Aufsatz Unser Auschwitz. Reisen nach Moskau, Erewan, Tibilissi,Trinidad oder quer durch Europa werden zum Schreibanlass. Und immer wieder das Schreiben selbst: "Erzählen - der Versuch, mit geschlossenem Mund zu singen."

Eintritt EUR 8,-/6,-/4,-


  • Lesung und Gespräch
  • Julia Schröder (Moderation)

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