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Veranstaltung

Monday, 24.10.16 / 18.00 Uhr

Mathias Énard

Kompass


"Wir sind zwei Opiumraucher, jeder in seiner Wolke, ohne etwas draußen zu sehen, allein, ohne uns je zu verstehen, wir rauchen, sterbende Gesichter in einem Spiegel, wir sind ein gefrorenes Bild, dem nur die Zeit den Anschein von Bewegung verleiht, ein Schneekristall, der auf ein Raureifknäuel gleitet". Mathias Énard

Unter dem Schock einer alarmierenden medizinischen Diagnose verbringt Franz Ritter, Musikwissenschaftler in Wien, eine schlaflose Nacht. Er begibt sich im Geiste noch einmal an die Orte seiner Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die für ihn untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung bringt immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen. Für diesen Roman, von Holger Fock und Sabine Muller ins Deutsche übersetzt, erhielt Mathias Énard 2015 den Prix Goncourt. Mathias Énard, 1972 geboren, lebt in Barcelona. Auf Deutsch erschienen von ihm die Romane "Zone" (2010), "Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten" (2011) und zuletzt "Straße der Diebe", erschienen 2013.

In Zusammenarbeit mit dem Institut français Stuttgart.


  • Lesung und Gespräch
  • Manfred Heinfeldner (Moderation)
    Stefan Wancura (Lesestimme)

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