Veranstaltung

Freitag, 22.09.17 / 18.00 Uhr

Denis Scheck, Julika Griem

Jane Austen


Kaum eine Autorin polarisiert so sehr wie Jane Austen. „Jedes Mal wenn ich "Stolz und Vorurteil" lese, möchte ich sie ausbuddeln und ihr mit ihrem eigenen Schienbein eins über den Schädel hauen“, bekannte Mark Twain. Und der Literaturkritiker Denis Scheck stellt in seinem Nachwort von "Vernunft und Gefühl" in Rechnung: „Jane Austen macht mich wütend. Geschichte existiert nicht für Jane Austen. Politik bleibt scheinbar ausgespart. Und doch finde ich nirgendwo größeres Leseglück als bei Jane Austen – und das macht sie paradoxerweise zu einer für mich eminent politischen Autorin.“ Auch Julika Griem, Professorin am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Frankfurt, schreibt über Jane Austens "Mansfield Park", dass gerade die zwiespältigen Formen passiven Widerstands der Frauenfiguren „dazu anregen, vorschnelle Vorwürfe unpolitischen Erzählens zu überdenken.“ 2017 nun jährt sich der 200. Todestag von Jane Austen, und ihre Werke gehören zu den Klassikern der englischen Literatur. Sie selbst wiederum schrieb heimlich, auf Papierbögen, die sich rasch wegstecken ließen. Wir holen sie im Original und in ihren deutschen Übersetzungen hervor und widmen Jane Austen einen Abend.


  • Lesung und Gespräch

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