Veranstaltung

Donnerstag, 28.11.19 / 18.30 Uhr

Ulrike Draesner, John von Düffel

Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«

Klassiker der Literaturgeschichte


»Das kunstseidene Mädchen« von Irmgard Keun aus dem Jahre 1932 erzählt die Lebensgeschichte von Doris, einer jungen Frau aus einer mittelgroßen Stadt zur Zeit der Weimarer Republik. Sie stammt aus einer mittellosen Familie der Unterschicht, hat aber glanzvolle Träume von einem Leben als Schauspielerin. Als sie ihre Arbeit als Statistin kurzerhand verliert, beginnt sie sich durch wechselnde Männerbekanntschaften über Wasser zu halten. Doch eine feste Ehe mit einem reichen Mann ergibt sich daraus leider nicht und so schwankt ihr Leben zwischen Obdachlosigkeit und kurzzeitigem Luxus, da sie jede Form von Arbeit vehement ablehnt. Von den Nazis als »Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz« auf die Schwarze Liste gesetzt wurde die Autorin auch in der Bundesrepublik der 1950er und 60er Jahre übersehen. Erst heute wird Keun allmählich als diejenige erkannt, die sie war: eines der größten schriftstellerischen Talente der Weimarer Zeit. Ihr Ton ist originell, frisch und poetisch. Ins Gespräch über diesen Zeitroman und seine Schriftstellerin kommen die Autorin Ulrike Draesner und der Dramaturg und Autor John von Düffel.

Sendung zum Thema in SWR2 Wissen: Donnerstag, 28.11., 8.30 Uhr, Irmgard Keuns Roman »Das kunstseidene Mädchen« von Eberhard Falcke

Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg


  • Lesung und Gespräch
  • Anja Brockert (Moderation)
    Timo Brunke (Poetische Intervention)

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