Veranstaltung

Freitag, 21.03.14 / 19.00 Uhr

Ryad Assani-Razaki

Iman


"Man sagt, der Mensch habe sein Schicksal in der Hand, aber das ist eine Lüge. Meist ist das Schicksal bloß die Spitze eines Speers, den jemand mehrere Generationen zuvor abgeworfen hat." Ryad Assani-Razaki
Der sechsjährige Junge Toumani wird von seinen Eltern für dreiundzwanzig Euro verkauft. In die Stadt gebracht, trifft er Alissa, die sein Schicksal teilt. Weiter vermittelt an einen brutalen Trinker, dem er fortan zwischen roher Gewalt und Willkür zu dienen hat, wird er in höchster Gefahr von einem Jungen mit Namen Iman gerettet. Er verliert dabei ein Bein und gewinnt einen Freund auf Leben und Tod: Doch Iman trägt schwer am eigenen Schicksal. Nicht schwarz, nicht weiß, von der Mutter verstoßen, wandert sein Blick in die Ferne, bis eines Nachts Alissa ihn sieht und festhält, obwohl sie zu Toumani gehört. Drei junge Menschen begegnen sich hier in einem namenlosen afrikanischen Land. Ineinander verklammert trotzen sie der brutalen Realität und halten am Glauben an eine Zukunft fest. Assani-Razaki zeigt in seinem preisgekrönten Roman, was Menschen dazu bewegen kann, alles hinter sich zu lassen und ihr Leben einem Boot zu überantworten, mit Kurs auf Europa.
Ryad Assani-Razaki, geb. 1981, stammt aus Cotonou an der Küste von Benin, eines der afrikanischen Länder, die von großer Armut beherrscht werden. 2004 wanderte Assani-Razak nach Kanada, Québec, aus, studierte Informatik und begann neben seiner Arbeit in Computerfirmen seine schriftstellerische Arbeit. Nach einem preisgekrönten Erzählungsband ist "Iman" sein erster Roman, der 2011 den Preis Robert-Cliche für das beste Debüt gewann. Sonja Finck hat den Roman "La main d'Iman" aus dem Französischen ins Deutsche übertragen.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klaus Wagenbach und der Vertretung der Regierung von Québec.


  • Lesung und Gespräch
  • Manfred Heinfeldner (Moderation)
    Holger Stockhaus (Sprecher)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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