Veranstaltung

Mittwoch, 03.06.09 / 20.00 Uhr

Lukas Bärfuss

Hundert Tage

Afrika


Zum Auftakt der fünfteiligen Afrika-Reihe präsentiert Lukas Bärfuss seinen Roman Hundert Tage. Überdies gibt er Einblicke in sein im August erscheinendes Stück Öl, mit dem Ulrich Khuon im September seine erste Spielzeit am Deutschen Theater Berlin eröffnen wird. Hundert Tage erzählt vor dem Hintergrund des Völkermordes in Ruanda von 1994 die Geschichte des Schweizer Entwicklungshelfers David: Dieser hat das Flugzeug, mit dem die letzten Ausländer evakuiert wurden, abfliegen lassen. Er versteckt sich hundert Tage in seinem Haus, vom Gärtner mit Nahrung versorgt - und mit Informationen über Agathe, Tochter eines Ministerialbeamten, die der Grund für sein Bleiben ist. Die vergangenen vier Jahre ihrer Liebe ziehen ihm durch den Kopf, die Zeit, die er als Entwicklungshelfer in Kigali verbrachte. Millionen wurden in ein totalitäres Regime gepumpt, das schließlich, als es die Macht an eine Rebellenarmee zu verlieren drohte, einen Genozid organisierte. Auch David wurde zum Komplizen der Schlächter, und als die Aufständischen Kigali einnehmen, flieht er mit den Völkermördern über die Grenze. Dort findet er in einem Flüchtlingslager Agathe wieder, aber es ist nicht die Frau, die er einmal liebte. Lukas Bärfuss wurde 1971 in Thun geboren und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Zürich. Für die Veranstaltungsreihe Betrifft: schrieb er im März den Essay Stil und Moral.

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,-


  • Lesung und Gespräch
  • Lerke von Saalfeld (Moderation)

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