Veranstaltung

Donnerstag, 28.02.02 / 20.00 Uhr

Robert Gellately, Gerhard Hirschfeld, Karol Sauerland

Hingeschaut und Weggesehen. Denunziation in Dikaturen


Gellately hat eine Fülle von unbekannten Dokumenten zutage gefördert, die den Umgang der Deutschen mit dem Nazi-Terror in ein neues Licht stellen. Das überraschende Ergebnis seiner Studie belegt, daß die Deutschen von der Existenz der Konzentrationslager bereits sehr früh wußten.
Durch eine materialreiche Analyse der regionalen und überregionalen Presse weist Gellately nach, wie das NS-Regime die KZ nicht versteckt, sondern bewußt Informationen darüber an die Öffentlichkeit gegeben hat. Unter anderem erschienen in den Zeitungen Bildreportagen aus dem KZ Dachau, Gerichtsberichte über Kommunistenprozesse, später auch beinahe täglich Artikel über Auktionen, bei denen das Hab und Gut emigrierter oder abtransportierter Juden versteigert wurde.
Überdies zeigt Gellately anhand von Polizeiakten, wie das deutsche Volk der Polizei und der NS-Bewegung zu Diensten war, wie es denunzierte und wegsah. Das Buch hat im Gefolge der Goldhagen-Debatte heftige Diskussionen ausgelöst.

Eine Veranstaltung der Deutschen Verlagsanstalt, München/Stuttgart.


  • Podiumsdiskussion
  • Stefan Siller (Moderation)

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