Veranstaltung

Montag, 21.07.14 / 20.00 Uhr

Ijoma Mangold, Carolin Emcke

Hass spricht

Gefühlslagen


"Volle Ladung Hass" - unter diesem Titel publizierte DIE ZEIT im April dieses Jahres eine Rezension von Ijoma Mangold, in der er populistische Strömungen neuer Aus- und Abgrenzungen am Beispiel von Akif Pirinçci und seinem Bestseller "Deutschland von Sinnen" kritisch aufgreift. In unterschiedlichen Abstufungen sind diese eruptiven "Gefühlslagen" gegenwärtig in vielen Ländern Europas zu beobachten. Den vielfach menschenverachtenden Thesen gegenüber Homosexuellen und Menschen anderer kultureller Herkunft liegen dabei offenkundig starke Gefühle zu Grunde. Gefühle der Wut, des Hasses und vor allem der Angst, einer Angst vor Destabilisierungen der eigenen Identitätsbilder. Unter dem Siegel der Meinungsfreiheit und Anti-Gesinnungspropaganda finden diese Ängste einen neuen Ton in gegenwärtigen Diskussionen und zeigen eines: Wir müssen reden. Die vielfach ausgezeichnete Kriegsreporterin und Journalistin Carolin Emcke schreibt seit vielen Jahren über Formen und Ausprägungen sprechenden Hasses. Dem Nachdenken über Kriegseinsätze in Afghanistan, Homophobie und anderen Ausgrenzungspraktiken stellt Carolin Emcke die These eines emphatischen Schreibens und Sprechens gegenüber. In der Moderation von Insa Wilke spricht sie mit Ijoma Mangold, Literaturchef der Wochenzeitung DIE ZEIT in der dritten Folge der Reihe "Gefühlslagen".


  • Insa Wilke (Moderation)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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