Veranstaltung

Montag, 03.12.18 / 19.30 Uhr

Olga Grjasnowa

Geschlecht. Flucht. Herkunft

I am not. Feminismus in Literatur, Kultur und Gesellschaft


Seit dem Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2012) setzt sich Olga Grjasnowa mit Geschlecht, Sexualität und Herkunft auseinander. Figuren wie Mascha oder Leyla in „Die juristische Unschärfe einer Ehe“ (2014) lassen sich nicht in Identitätsraster einpassen, betonen vielmehr „I am not“, wie der Titel der Feminismus-Reihe im Literaturhaus 2018 lautete. Im jüngsten Roman „Gott ist nicht schüchtern“ (2017) verfolgt die Autorin die Lebensläufe von Amal und Hammoudi, die getrennt und auf unterschiedliche Weise gegen das Regime Assads kämpfen. Der Roman zeigt, wie Widerstand, Gewalt und Flucht das Leben der Figuren bestimmen, wie Gewalt genderspezifisch an Körpern angreift und welche Formen des Weiterlebens gewährt werden. In Leylas Bücherschrank stehen die Publikationen Judith Butlers. Welche Positionen der Gender Studies und des Feminismus in Olga Grjasnowas Schreiben eingehen, fragt im Gespräch mit ihr in Stuttgart Claudia Dathe.

Gefördert im Rahmen des Programms „Grenzgänger“ der Robert Bosch Stiftung und des Literarischen Colloquiums Berlin.


  • Lesung und Gespräch
  • Claudia Dathe (Moderation)

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