Veranstaltung

Mittwoch, 20.03.19 / 19.30 Uhr

Daniel Mendelsohn

Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich


"Auch dass Odysseus weint, gefiel meinem Vater nicht. Er weint! Verständnislos schüttelte mein Vater den Kopf. Was ist daran so heldenhaft? Er betrügt seine Frau, verliert sämtliche Gefährten, ist ein miserabler Feldherr. Er ist deprimiert, er jammert. Er sitzt da und will sterben. Warum finden eigentlich alle, dass er ein Held ist?" Daniel Mendelsohn

Eine berührende Vater-Sohn-Geschichte auf den Spuren des homerischen Epos: Als Jay Mendelsohn, pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt, eines Tages spontan beschließt, den Uni-Grundkurs seines Sohnes Daniel zum Thema „Odyssee“ zu besuchen, ahnen beide Männer nicht, dass dies der Beginn einer ganz eigenen Familienreise ist. Vater und Sohn folgen auf einer Schiffsroute den Spuren des homerischen Epos – und im Angesicht der eigenen Sterblichkeit überwinden sie ihr gegenseitiges Schweigen. Ein 4000 Jahre alter Mythos behandelt all die Menschheitsthemen, die uns noch immer bewegen: Familie, Identität, Heimat. Und zugleich weist er einem Vater und einem Sohn den Weg, wieder zueinander zu finden. Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er arbeitete als Kritiker u.a. für "The New York Review of Books", das "New York Magazine", für "The New Yorker" und die "New York Times". 2006 erschien sein aufsehenerregendes und preisgekröntes Familien-Memoir "Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen". "Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich" wurde von Matthias Fienbrock aus dem Englischen übersetzt.


  • Lesung und Gespräch
  • Anat Feinberg (Moderation)

< Zurück zur Übersicht

<