Veranstaltung

Freitag, 10.02.17 / 20.00 Uhr

Thomas Melle

Die Welt im Rücken


"Wie Thomas Melle nun sein eigenes Zerreißen zwischen überfunkenden Nervenenden und nicht mehr kontrollierbaren Synapsenabstürzen als körperlichen wie geistigen Prozess beschreibt, ist schlicht umwerfend. Und er spricht in nichts anderem als seinem eigenen Namen." Cord Riechelmann

Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2016 fand sich der Text von Thomas Melle über seine manisch-depressive Erkrankung. "Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich Ihrer selbst nicht mehr sicher sein." In seinem Buch "Die Welt im Rücken" erzählt er von persönlichen Dramen und langsamer Besserung – und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten vorgeht. Entstanden ist eine Chronik eines zerrissenen Lebens und ein autobiografisch radikales Werk von großer literarischer Kraft. Thomas Melle, 1975 geboren, lebt in Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke. Sein Debütroman "Sickster" (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert wie auch der 2014 folgende Roman "3000 Euro".

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für seelische Gesundheit am Klinikum Stuttgart


  • Lesung und Gespräch
  • Cord Riechelmann (Moderation)

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