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Veranstaltung

Dienstag, 02.03.10 / 18.00 Uhr

Swetlana Geier, Vadim Jendreyko

Die Frau mit den fünf Elefanten


Swetlana Geier, deren Lebenswerk die Neuübersetzung der fünf großen Romane von Dostojewskij ("die fünf Elefanten") ist, wird 1923 in der Ukraine geboren, erlebt mit 15, wie ihr Vater bei Stalins politischen Säuberungen verhaftet wird, 18 Monate später schwer misshandelt entlassen wird und kurz darauf stirbt. Mit 18 verliert sie ihre beste Freundin, als SS Kommandos in Kiew 30.000 Juden hinrichten. Während der Besetzung der Ukraine arbeitet sie als Dolmetscherin und wird 1943 mit ihrer Mutter in ein Ostarbeiterlager in Dortmund interniert. Nach dem Krieg bleibt sie in Deutschland, studiert, gründet eine Familie und beginnt ihr Übersetzungswerk. Für das Filmportrait Die Frau mit den fünf Elefanten reiste die 85jährige Frau mit dem Regisseur Vadim Jendreyko zum ersten Mal zurück an die Orte ihrer Kindheit. Swetlana Geier und Vadim Jendreyko sprechen über diese Reise und die Entstehung des Films, von dem auch ein Ausschnitt gezeigt wird. Die Frau mit den fünf Elefanten wurde von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg unterstützt und ist ab 4. März im Atelier am Bollwerk zu sehen. Im zweiten Teil des Abends stellt Svetlana Geier ihre Neuübersetzung von Dostojewskijs Der Spieler vor: Erschienen 1866, im selben Jahr wie Verbrechen und Strafe, diktiert in knapp vier Wochen, nimmt der Roman viele Motive der späteren Großwerke vorweg.
Im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert Bosch Stiftung

Eintritt: EUR 10,-/ 8,-/ 5,-


  • Film und Diskussion, Lesung
  • Lerke von Saalfeld (Moderation)

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