Veranstaltung

Mittwoch, 22.02.06 / 20.00 Uhr

Herta Müller

Die blassen Herren mit den Mokkatassen


»Diese luftigen, surreal verspielten Texte sind schön«, schrieb Gabriele Killert in der Zeit über Herta Müllers Gedichtband Die blassen Herren mit den Mokkatassen, »weil ihnen die Erschütterung spürbar vorausgeht. Und sie sind befreiend.« Die Sprache von Herta Müllers Romanen ist immer als besonders poetisch empfunden worden, doch ihre Gedichte sind einzigartig. »Gib gut acht, wie man es macht«, lautet ein Vers, und »gemacht« sind diese Gedichte nicht nur in der Sprache, sondern auch im Bild, in der Farbe und im spielerischen Umgang mit allem. Indem Herta Müller ihre Texte zusammensetzt aus Zeitungsausschnitten und Bildern, wird jedes einzelne Gedicht zu einer ebenso verspielten wie künstlerisch konsequenten Collage. Herta Müller dichtet mit der Schere: das Ergebnis ist ein Band, der nicht nur gelesen, sondern angeschaut werden will, ein Wunderwerk der Phantasie. Tags darauf wird Herta Müller im Neuen Schloss der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen.

Mit freundlicher Förderung der Adolf Würth GmbH & Co. KG
Eintritt: Euro 7,-/5,-/3,50


  • Lesung, Bilderschau, Gespräch
  • Jürgen Wertheimer (Moderation)

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