Veranstaltung

Donnerstag, 18.05.06 / 20.00 Uhr

Der Sandmann: Vom Buch zum Ballett

Romantik


Am 7. April wurde Christian Spucks neues Handlungsballett Der Sandmann uraufgeführt. Nach dem großen Erfolg von Lulu. Eine Monstretragödie ist Der Sandmann die mit Spannung erwartete zweite abendfüllende Produktion des Hauschoreographen für das Stuttgarter Ballett. Erneut hat sich Christian Spuck, dem im Februar der Deutsche Tanzpreis »Zukunft« 2006 für Choreographie verliehen wurde, einem literarischen Stoff zugewandt. Im Gespräch mit Petra von Olschowski spüren Spuck, der Dramaturg Jens Schroth sowie Tänzer des Stuttgarter Balletts den vielen Schritten nach, die aus der Erzählung E.T.A Hoffmanns ein Ballett werden ließen. Die Doppelung von optischer und geistiger Täuschung bildet die Grundlage des choreographischen Ansatzes und ist bereits in E.T.A. Hoffmanns Erzählung angelegt: Zeit seines Lebens ist Nathanael hin und her gerissen zwischen der Welt seiner Wahnideen, die sich für ihn zu einer eigenen Realität zusammenfügen, und der Welt, die seine Mitmenschen als Realität definieren. Diese rationale Welt verkörpern Nathanaels Verlobte Clara, ihr Bruder Lothar und der Studienfreund Siegmund. Ihnen stehen Figuren gegenüber, deren gespenstischer Charakter Nathanaels Phantasie zu entspringen scheint: der zwielichte Advokat Coppelius, der Wetterglashändler Coppola und der Professor Spalanzani. Nathanaels Zerrissenheit gipfelt schließlich in seiner Liebe zu dem menschenähnlichen Automaten Olimpia - in seinen Augen die perfekte Frau.

In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ballett
Eintritt: Euro 7,-/5,-/3,50


  • Podiumsdiskussion
  • Christian Spuck (Gesprächspartner)
    Jens Schroth (Gesprächspartner)
    Petra von Olschowski (Moderation)

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