Veranstaltung

Das Mädchen mit der Leica
Mittwoch, 11.03.20 / 19.30 Uhr

Helena Janeczek

Das Mädchen mit der Leica


Der „Gerda Taro-Platz“ an der Hohenheimer Straße in Stuttgart erinnert an eine außergewöhnliche Frau: Als Gerta Pohorylle in Stuttgart geboren, in der Schweiz erzogen, floh die rebellische, mutige Fotopionierin vor den Nazis nach Paris. Dort begegnete sie Robert Capa, auch er ein Hunger leidender jüdischer Flüchtling. Die beiden verliebten sich und arbeiteten von nun an zusammen. Beide dokumentierten sie den Spanischen Bürgerkrieg, aber sie bezahlte diesen Einsatz mit ihrem Leben. Zu ihrer Beerdigung in Paris kamen Zehntausende; Capa führte mit Louis Aragon und Pablo Neruda den Trauerzug an und Alberto Giocometti schuf ihr Grabmal. Dann wurde Gerda Taro nahezu vergessen – bis 2007 in New York ein lang verschollener Koffer geöffnet wurde, in denen ihre Negative zu finden waren. Die Schriftstellerin Helena Janeczek hat Gerda Taro in ihrem Roman „Das Mädchen mit der Leica“ ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Janeczek wurde 1964 als Kind polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in München geboren und lebt heute mit Sohn und Katzen in Gallarate bei Mailand. Der Roman wurde von Verena von Koskull ins Deutsche übersetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart und der Stuttgarter Dante-Gesellschaft e.V.


  • Lesung und Gespräch
  • Irme Schaber (Moderation)
  • Eintritt (Euro): 10,- / 8,- / 5,-

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