Veranstaltung

Montag, 26.04.10 / 18.00 Uhr

Lothar Schöne

Das Labyrinth des Schattens


Die deutsch-jüdische Journalistin Sabina-Esther Morane fliegt für eine Recherche von Stuttgart nach Krakau. Im Flugzeug lernt sie einen Mann kennen, dessen Ausstrahlung sie unruhig macht. In Krakau, bei ihrem ersten Stadtgang, nimmt ein etwa zehnjähriges Mädchen sie an der Hand, zieht sie mit sich und lässt Szenen aus der Vergangenheit lebendig werden. Das Mädchen verstört die Journalistin zutiefst mit der Behauptung, sie sei in Wirklichkeit ihre Mutter. Sabina verliert den Boden unter den Füßen, sucht schließlich Rat bei einer Psychologin und einem Rabbi. Lothar Schönes Roman "Das Labyrinth des Schattens" spielt in der Jetztzeit und zugleich im Krakau der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Durch das Mädchen erlebt die Journalistin die Liebesgeschichte ihrer Großeltern, die konträre Lebensweise zweier unterschiedlicher jüdischer Familien - und sie wird konfrontiert mit der Frage nach Gott und der Theodizee: warum trotz Gott das Böse in der Welt ist. Gleichzeitig beginnt sie eine Affäre mit dem Mann aus dem Flugzeug, von dem sie sich so angezogen wie abgestoßen fühlt. "Lothar Schöne ist ein hinreißender Erzähler, dessen Romane durch ihre Mischung aus Realistik und Traumliteratur, aus doppelbödigem Witz und Krimispannung, aus Heiterkeit und desperater Lebensunsicherheit faszinieren" (Gert Ueding).
Im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert Bosch Stiftung

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,-


  • Lesung und Gespräch
  • Gert Ueding (Gesprächspartner)

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