Veranstaltung

Donnerstag, 31.03.11 / 20.00 Uhr

Jean Echenoz, Navid Kermani

Carte Blanche

Carte Blanche


'Carte Blanche' - Ein deutschsprachiger Schriftsteller hat "freie Hand", darf sich einen französischen Gast wünschen und ihm eine Frage stellen. Beantwortet wird diese in Form eines Kurzbeitrags, an den sich ein Gespräch anschließt. Auf Alissa Walser und Marie Darrieussecq, die letztes Jahr zum Auftakt der Gesprächsreihe zu Gast waren, folgen nun Navid Kermani und Jean Echenoz. "Warum sind Ihre Romane so kurz?" lautet Kermanis Frage an seinen französischen Kollegen. Der persönliche Grund, die Frage zu stellen, ist Navid Kermanis neuer, noch unveröffentlichter Roman, über den er jüngst im Rahmen seiner fünf Frankfurter Poetikvorlesungen sprach und der im Herbst im Hanser Verlag erscheinen wird. Im Gegensatz zu Kermanis früheren Romanen, die alle "Echenoz-Länge" hatten, wird das neue Werk (Arbeitstitel: 'Ohne Namen') deutlich über tausend Seiten stark sein. Bekannt ist Navid Kermani nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Orientalist, dessen Bücher, Aufsätze und Zeitungsartikel in der öffentlichen Diskussion großes Gewicht haben. Zuletzt erschienen 2007 der Roman 'Kurzmitteilung' und 2009 das Sachbuch 'Wer ist Wir? Deutschland und seine Muslime'. Navid Kermani, der am 13. März mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wird, wurde 1967 geboren und lebt in Köln. Jean Echenoz veröffentlichte zuletzt eine Trilogie biographiehafter Romane: 'Ravel' (2006, dt. 2007) über den Komponisten Maurice Ravel, 'Courir' (2008, dt. 'Laufen' 2009) über den tschechischen Langstreckenläufer Emil Zápotek und 'Des éclairs' (2010, dt. 2012) über den Erfinder Nikola Tesla. Alle Bücher (Editions Minuit) wurden von Hinrich Schmidt-Henkel für den Berlin Verlag ins Deutsche übertragen. Echenoz, der 1947 in Orange geboren wurde und in Paris lebt, gehört zu den wichtigsten und eigenwilligsten Autoren Frankreichs. Für seinen Roman 'Cherokee' wurde er mit dem Prix Médicis ausgezeichnet, für 'Je m'en vais' (dt. 'Ich gehe jetzt') mit dem Prix Goncourt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Stuttgart.
Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung


  • Frage, Antwort und Gespräch
  • Hinrich Schmidt-Henkel (Moderation)
    Jürgen Stähle (Übersetzung)

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