Veranstaltung

Montag, 05.02.07 / 19.00 Uhr

Friedrich Christian Delius

Bildnis der Mutter als junge Frau


Rom, an einem strahlend sonnigen Tag im Januar 1943: Eine junge Deutsche, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht, begibt sich auf einen Spaziergang in der ihr fremden Stadt. Ihr Mann, mit dem sie zusammenzuleben hoffte, ist überraschend an die afrikanische Front versetzt worden, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ungewiss. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke und all der rätselhaften Dinge, die ihr auf ihrem Weg begegnen, ist sie mit jedem Gedanken bei ihm, der versprochen hatte, die «römischen Freuden» mit ihr zu teilen. Doch sie beginnt zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte. - In dieser eindrucksvollen Erzählung greift Friedrich Christian Delius seine eigene Familiengeschichte auf. Die junge Frau, die mit offenen Augen, bangem Herzen und nicht nachlassender Hoffnung durch die von Bomben noch verschonte Ewige Stadt geht, ist seine Mutter. Den Abend moderiert Hubert Spiegel, leitender Literaturredakteur der FAZ.

Eintritt: Euro 7,-/5,-/3,50


  • Lesung und Gespräch
  • Hubert Spiegel (Moderation)

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