Veranstaltung

Donnerstag, 24.07.14 / 18.00 Uhr

Wilhelm Genazino

Bei Regen im Saal

Autor im Gespräch


Bis 1971 hat er für das Satiremagazin Pardon geschrieben und Politiker auf’s Korn genommen. Als Schriftsteller hat er sich in den 1970er Jahren vor allem mit den kleinen Fluchten aus der Angestelltenwelt beschäftigt. Die »Abschaffel-Trilogie« hat ganz in der Tradition eines kritischen
Realismus Entfremdung, Identitätskrise und Wirklichkeitsverlust beklagt. Die Hauptpersonen
seiner heutigen Romane, so formuliert es Wilhelm Genazino selbst, »wissen, wie schwierig es ist, unabhängig zu sein, aber sie versuchen es trotzdem mit einigem Erfolg«. Auch wegen seiner genauen Sprache und seiner scharfen Wahrnehmung ist Genazino von der Literaturkritik hoch gelobt und mit zahlreichen Preisen geehrt worden – u.a. 2004 mit dem Georg-Büchner-Preis, der als höchste literarische Auszeichnung in Deutschland gilt. In seinem neuen Roman »Bei Regen im Saal« erzählt Wilhelm Genazino von einem Mann, der im Abseits einen sicheren Ort gefunden zu haben glaubt, bis ihm die Frau an seiner Seite abhanden kommt. Ein promovierter Philosoph tanzt als Barkeeper und Provinzjournalist auf dem schmalen Grat zwischen Eigensinn und Absturz. Ironisch und mit erhellendem Witz erzählt Genazino von den Verwirrungen der Liebe – und zeigt, dass »Normalität« keine Lösung ist.

Die vier Partner der Reihe: Literaturhaus Stuttgart, Stadtbibliothek, SWR und Volkshochschule


  • Lesung und Gespräch
  • Wolfgang Niess (Moderation)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

< Zurück zur Übersicht

<