Veranstaltung

Donnerstag, 12.02.04 / 20.00 Uhr

Hans Joachim Schädlich

Anders


Die Bücher Hans Joachim Schädlichs, »des großen Lakonikers unter den deutschen Gegenwartsautoren sind von einer Rigorosität, die nur noch bei Uwe Johnson einen Vergleich findet». (Helmut Böttiger) In Schädlichs neuem Roman Anders fordern zwei pensionierte Meteorologen sich gegenseitig heraus, einander Geschichten zu erzählen über Menschen, die sich anders darstellen, als sie sind, Menschen, die hinter Masken leben: Wir treffen so auf Bogo, der als Professor nicht genug verdient und deshalb Putzmann wird. Und auf Stefan Jerzy Zweig, den Jungen, der seit Bruno Apitz" Nackt unter den Wölfen als Musterbeispiel für den fleckenreien DDR-Antifaschismus galt - das Ende einer Legende. Ein weiterer Fall: die Laufbahn des Hans Ernst Schneider alias Hans Schwerte unter den deutschen Germanisten vor und nach 1945 unter Mitwirkung des SS- und SD-Mannes Rössner, der es später bis zum Lektor Hannah Arendts brachte.
Den Abend moderiert Herbert Wiesner, der von 1986, dem Gründungsjahr, bis 2003 das Berliner Literaturhaus leitete.

Eintritt: Euro 6,-/4,50


  • Lesung und Gespräch
  • Herbert Wiesner (Gesprächspartner)

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