Mittwoch 31.01.07 20.00 Uhr

Grenzerfahrungen

Lesung und Gespräch
Moderation: Lerke von Saalfeld
Dieter Schlesak ist ein europäischer Schriftsteller, geprägt durch die Verwerfungen des 20.Jahrunderts. Er wurde 1934 in Schäßburg (Siebenbürgen) geboren. Er studierte in Rumänien Germanistik und war Redakteur der Zeitschrift Neue Literatur in Bukarest. Seine Heimat wurde ihm durch die politischen Repressionen unbewohnbar. Der Autor hat verschiedene »Vaterländer«. 1969 übersiedelte er in die Bundesrepublik, seit 1973 lebt er in der Toskana - und auch wieder in Stuttgart. Heute nennt sich Schlesak toskanisch-transsylvanischer Schriftsteller. Sein Werk: Romane, Gedichte, Essays sind erlebte und durchlittene Erfahrungen des Lebens in zwei Diktaturen. Seismographisch zeichnet er die Unbehaustheit des Menschen nach, er versucht in der Sprache und in der Poesie, den Irrsinn des Lebens zu begreifen. Von seinem Debütroman Vaterlandstage und die Kunst des Verschwindens (1986) bis hin zu seinem jüngst erschienenen Werk Capesius, der Auschwitzapotheker (2006) spannt sich ein filigraner Bogen der Selbsterforschung und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die Vielschichtigkeit seines Werks ist Ausdruck von Umbrüchen, Verdrängungen und Alpträumen, die Europa so tief verwundet haben und ihn zum Außenseiter - jenseits aller Grenzen - haben werden lassen, weil er sich nicht mit einfachen Wahrheiten abfinden will.

Eintritt: Euro 7,-/5,-/3,50
Bild: Grenzerfahrungen - Dieter SchlesakBild: Grenzerfahrungen - Dieter SchlesakBild: Grenzerfahrungen - Dieter SchlesakBild: Grenzerfahrungen - Dieter SchlesakBild: Grenzerfahrungen - Dieter SchlesakBild: Grenzerfahrungen - Dieter Schlesak
© Heiner Wittmann
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