Freitag 07.07.06 20.00 Uhr

J'accuse...!

Veranstaltungsreihe: J'accuse...!
Essay und Gespräch
Gesprächspartner: Juli Zeh
Moderation: Ina Hartwig
Seit der Dreyfus-Affäre, die den Eintritt Frankreichs ins 20. Jahrhundert und die Geburt der Kategorie der »Intellektuellen« kennzeichnet, haben die französischen Intellektuellen in ihrer Gesellschaft stets großen Einfluss geübt. Als Nachfahren eines Voltaire und dessen Kampfes gegen die Willkür oder eines Victor Hugo, der sich gegen den Staatsstreich am 2. Dezember auflehnte, beziehen sie Position in der öffentlichen Debatte. Die auf zwei Jahre angelegte Reihe »J'accuse...!« soll einen Eindruck vom Stellenwert des Intellektuellen im heutigen Frankreich geben, dies im Vergleich und im Kontrast zur Situation in Deutschland. Geplant sind sechs Podien mit jeweils einem herausragenden französischen Gast, der unter dem Titel »J'accuse...!« einen zwanzigminütigen Originalbeitrag vorbereiten wird und Emile Zolas berühmte 'Anklage' auf eine aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellung wendet. Den Auftakt macht einer der bekanntesten öffentlichen Figuren Frankreichs: Régis Debray. Nachdem er in den 60er Jahren nach einem Philosophiestudium an der ENS als Mitstreiter Che Gueveras in Bolivien einer internationalen Öffentlichkeit bekannt wurde und in den 80er Jahren zum persönlichen Berater des Staatspräsidenten Mitterrand avancierte, publizierte er zahlreiche politisch-biographische Werke und mehrere Bücher zur Mediologie. Gesprächspartnerin des Abends ist Juli Zeh, geboren 1974, eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Generation (u.a. Adler und Engel/2001, Spieltrieb/2004, Alles auf dem Rasen/2006) Juristin und Querdenkerin. Das Gespräch über Landes- und Generationengrenzen hinweg wird moderiert von Ina Hartwig, Literaturredakteurin der Frankfurter Rundschau.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Stuttgart
Mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung
Eintritt Euro 7,-/5,-/3,50
Bild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis DebrayBild: J'accuse...! - Régis Debray
© Heiner Wittmann
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Samstag
16.11.19
20.00 Uhr
hell/dunkel
Julia Rothenburg
Sonntag
17.11.19
11.00 Uhr
Bücherfreundin 2019
ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
19.30 Uhr
Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
Freitag
22.11.19
19.30 Uhr
Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
27.11.19
20.00 Uhr
Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
19.30 Uhr
Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
19.30 Uhr
Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke
Sonntag
01.12.19
17.00 Uhr
Mädchenleben
Martin Walser
Montag
02.12.19
19.00 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka
Donnerstag
05.12.19
19.30 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war
Julie Otsuka
Freitag
06.12.19
19.30 Uhr
Madonnas letzter Traum
Doğan Akhanlı
Freitag
06.12.19
20.00 Uhr
Georg Dengler - Vom Roman zum Film
Wolfgang Schorlau, Oliver Vogel
Samstag
07.12.19
19.30 Uhr
Morgen ist da
Navid Kermani
Montag
09.12.19
19.00 Uhr
Friedrich Hölderlin: Komm! Ins Offene, Freund!
Rüdiger Safranski
Montag
09.12.19
20.30 Uhr
Friedrich Hölderlin. Dichter sein. Unbedingt!
Freitag
13.12.19
19.30 Uhr
Misstrauensvotum. Vielleicht ein Heimatabend
Petra Piuk, Ulrike Wörner
Dienstag
17.12.19
19.30 Uhr
Mein Alphabet
Ilma Rakusa
Mittwoch
18.12.19
19.30 Uhr
Als die Natur noch sprach
Sandra Richter, Karl-Heinz Göttert, Denis Scheck
Donnerstag
30.01.20
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel