Mittwoch 17.10.18 19.30 Uhr

Alle, außer mir

Lesung und Gespräch
Moderation: Claudia Kramatschek
Deutsche Lesung: Stela M. Katic
Wie funktioniert Verdrängung? Dieser Frage folgt die in Rom geborene Autorin Francesca Melandri in ihrem neuen Roman „Alle, außer mir“, ins Deutsche übertragen von Esther Hansen. Die Arbeit am Buch umfasste insgesamt zehn Jahre, neben dem Schreiben recherchierte sie und traf Zeitzeugen. Die Familiengeschichte über mehrere Generationen ist zugleich ein Porträt Italiens im 20. Jahrhundert, ein Roman über Kolonialismus und seine langen Schatten, die bis in die Gegenwart reichen. Die vierzigjährige Lehrerin Ilaria findet eines Tages einen jungen Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung in Rom vor, der behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht der Name ihres Vaters: Attilio Profeti. Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, die die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte in die Literatur holt. Melandri verknüpft dabei die Verbindungen Italiens nach Äthiopien und Eritrea mit dem Schicksal der heutigen Geflüchteten – und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im "richtigen" Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart und dem Wagenbach Verlag Berlin
Bild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca MelandriBild: Alle, außer mir - Francesca Melandri
© Heiner Wittmann
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
25.03.19
19.30 Uhr
Peng Peng Parker
Nora Gomringer, Philipp Scholz
Dienstag
26.03.19
11.00 Uhr
Hermann Hesse „Steppenwolf“
Rainer Moritz
Dienstag
26.03.19
19.30 Uhr
Das Leben ist rund! Was verbindet Fußball und Literaturkritik?
Thomas Hitzlsperger, Denis Scheck
Mittwoch
27.03.19
11.00 Uhr
J.W. von Goethe „Faust I”
Carl Philipp von Maldeghem
Mittwoch
27.03.19
19.30 Uhr
Der Fall Meursault & Zabor
Kamel Daoud
Donnerstag
28.03.19
18.00 Uhr
Vertrauensfragen – Haus der Geschichte
Freitag
29.03.19
19.30 Uhr
Herkunft
Saša Stanišić
Sonntag
31.03.19
20.00 Uhr
Milchzähne
Helene Bukowski
Dienstag
02.04.19
19.30 Uhr
Winterbergs letzte Reise und Tschechenkrieg
Jaroslav Rudiš, Jaromír 99
Donnerstag
04.04.19
19.30 Uhr
Zerrspiegel. Erinnerungsbilder
Tanja Maljartschuk, Zanna Sloniowska
Freitag
05.04.19
19.30 Uhr
Narration im Drama
Roland Schimmelpfennig, Thomas Richhardt
Montag
08.04.19
19.00 Uhr
Das Bildnis des Dorian Gray - Oscar Wilde
Mittwoch
10.04.19
20.00 Uhr
Städtebau und regionale Entwicklung aus ökonomischer Perspektive
Michael Pflüger
Donnerstag
11.04.19
19.30 Uhr
Die Farben des Feuers
Pierre Lemaitre
Montag
15.04.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*Innen
Christoph Salazy
Dienstag
16.04.19
19.30 Uhr
Lyophilia
Ann Cotten
Dienstag
23.04.19
19.30 Uhr
Die tonight; live forever oder das Prinzip Nosferatu
Donnerstag
25.04.19
19.30 Uhr
Solidarität
Heinz Bude
Samstag
27.04.19
19.30 Uhr
Region und Welt
Hermann Bausinger, Sandra Richter, Denis Scheck
Montag
29.04.19
18.00 Uhr
Manno!
Anke Kuhl
Montag
29.04.19
19.30 Uhr
Für eine neue Ethik der Beziehungen: Zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes
Bénédicte Savoy, Albert Gouaffo (angefragt), Petra Olschowski, Inés de Castro
Dienstag
30.04.19
19.30 Uhr
Roter Hunger
Anne Applebaum
Donnerstag
27.06.19
19.30 Uhr
Heimat
Nora Krug