Dienstag 03.07.18 20.00 Uhr

Von Großmüttern, Müttern und Töchtern

Lesung und Gespräch
Moderation: Schamma Schahadat
Er ist hochdotiert, profiliert und nicht minder renommiert: Der mit 20.000 Euro dotierte und in Calw verliehene Internationale Hermann-Hesse-Preis wird in diesem Jahr der polnischen Schriftstellerin Joanna Bator und ihrer Übersetzerin Esther Kinsky zugesprochen. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung verliehen und zeichnet ein literarisches Werk sowie seine Übersetzung zu gleichen Teilen aus. Joanna Bator ist eine "der wichtigsten polnischen Autorinnen der Gegenwart", so die Hermann-Hesse-Stiftung. Ihre Romane "Sandberg" (2009; dt. 2012), „Wolkenfern" (2010; dt. 2013) und "Dunkel, fast Nacht" (2012, dt. 2016, Suhrkamp Verlag) sind in Polen und in Deutschland als "literarische Sensationen" gefeiert worden. Die Schriftstellerin und Übersetzerin Esther Kinsky hat "Sandberg" und den zweiten Teil "Wolkenfern" ins Deutsche übertragen. Im Zentrum der beiden Romane steht eine weibliche Generationenkette mit zwei Großmüttern, einer Mutter und deren Tochter, die die krisengeschüttelte (Nach)Kriegsgeschichte Ostmitteleuropas an dem schlesischen Ort Waƚbrzych, ehemals Waldenburg, erleben. Die Absage an kulturelle und nationale Eindeutigkeiten, die oft verblüffende Verbindung tragischer Ereignisse mit komischen Episoden sowie die ironische, spielerische und vor allem poetische Sprache, die in Esther Kinskys Übersetzung einen eigenständigen Sprachkosmos bildet, hat die Jury überzeugt, das Tandem mit dem diesjährigen Hermann-Hesse-Preis 2018 auszuzeichnen. Von Esther Kinsky erschien in diesem Jahr zudem ihr Buch "Hain: Geländeroman", für das sie prompt für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Hermann-Hesse-Stiftung und des evang. Bildungszentrums Hospitalhof

Außer Haus! Hospitalhof, Büchsenstraße 33, Stuttgart
Bild: Von Großmüttern, Müttern und Töchtern - Esther KinskyBild: Von Großmüttern, Müttern und Töchtern - Esther KinskyBild: Von Großmüttern, Müttern und Töchtern - Esther Kinsky
© Heiner Wittmann
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Mittwoch
12.12.18
20.00 Uhr
AMOK PerVers – Martin Piekar
Martin Piekar
Donnerstag
13.12.18
19.30 Uhr
Gottfried Keller: „Romeo und Julia auf dem Dorfe“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
14.12.18
19.30 Uhr
Das Buch der entbehrlichen Gedanken
Ömür Ilkim Demir
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17.12.18
19.30 Uhr
Der schmale Grat des Lebens
Edzard Reuter
Mittwoch
19.12.18
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Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart
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Kammer Lesung
Clemens Setz
Donnerstag
20.12.18
19.30 Uhr
Dämmer und Aufruhr
Bodo Kirchhoff
Montag
07.01.19
19.00 Uhr
Über "Verzeichnis einiger Verluste" von Judith Schalansky
Montag
14.01.19
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Falsches Rot
Dieter M. Gräf, Martin Schulz
Dienstag
15.01.19
19.30 Uhr
Afrotopia
Felwine Sarr
Mittwoch
16.01.19
19.30 Uhr
„Das Innere wird durch die äußeren Umstände nicht berührt" - Hanne Trautwein und Hermann Lenz. Der Briefwechsel 1937-1946
Iris Wolff, Rainer Moritz
Freitag
18.01.19
19.30 Uhr
Zweimal die ganze Welt umrundet - Reisende Frauen vom 4. bis ins 20. Jahrhundert
Inge Utzt
Montag
21.01.19
19.30 Uhr
Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Dienstag
22.01.19
19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
Donnerstag
24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Albert Ostermaier, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
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