Mittwoch 07.03.18 20.00 Uhr

Queeres Lesen hören

Veranstaltungsreihe: Hörraum | Dichterlesen.net
Gespräch
Moderation: Solveig Bostelmann, Tom Zille
"Dichterlesen.net" – mit diesem Titel platziert sich DAS Online-Tonarchiv literarischer Veranstaltungen schlechthin im digitalen Raum – präsentiert werden aktuelle bis hin zu historisch einmaligen Tondokumenten, Diskussionen und Werkstattgesprächen. Das Literarische Kolloquium Berlin war Initiator des Projekts, das seit 2015 online ist. Partner sind neben dem Literaturhaus Stuttgart das Literaturarchiv Marbach und das Literaturhaus Basel. Die dort archivierten und aufbereiteten Lesungen werden auf diese Weise weltweit zum kostenfreien Nachhören angeboten. Begleitet wird das Portal durch regelmäßige "Hörräume". Für den neuen Hörraum im März mit dem Titel "Queeres Lesen hören" haben Kristof Magnusson und Lann Hornscheidt Texte von Autor*innen ausgewählt, die für sie eine ganz bestimmte Qualität haben: sie sind allesamt geschrieben mit einem dezidiert queeren Blick auf die Welt. Bei der Auswahl ging es vor allem um die Perspektive, aus der diese Autor*innen erzählen. Schließlich machen bis heute die meisten queeren Menschen die Erfahrung, in einer Welt aufzuwachsen, die nicht für sie gemacht ist, und diese Erfahrung prägt die künstlerische Arbeit: All diese Autor*innen würden anders schreiben, hätten sie nie ihre sexuelle Identität in Frage gestellt. Es gibt ihn also, den ganz besonderen queeren Blick auf die Welt! Zur Onlineschaltung des Hörraums stellen Kristof Magnusson und Lann Hornscheidt Aufzeichnungen von Lesungen und Gesprächen mit Carolin Emcke, Édouard Louis und Hanya Yanagihara vor und bringen sie ins Gespräch: Queeres Lesen hören!

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der S. Fischer Stiftung.

In Zusammenarbeit mit dem Christopher Street Day Stuttgart
Bild: Queeres Lesen hören - Kristof MagnussonBild: Queeres Lesen hören - Kristof MagnussonBild: Queeres Lesen hören - Kristof Magnusson
© Heiner Wittmann