Dienstag 11.04.17 20.00 Uhr

Hagard

Lesung und Gespräch
Moderation: Helmut Böttiger
"Genau das aber ist die Frage, die dieser Text von Lukas Bärfuss beantworten will. Es ist eine Kleistsche Frage: Die Leute fordern von der Wahrheit Wahrscheinlichkeit – und dementsprechend besteht die Kunst des Erzählens nicht zuletzt darin, auch das Unwahrscheinliche so zu erzählen, dass es, gerade weil es so unwahrscheinlich ist, uns doch wieder wahr erscheint." Philipp Theisohn, NZZ

»Auf den Spuren eines Verfolgers, der einer rätselhaften Obsession gehorcht, zieht uns Lukas Bärfuss in den atemlosen, seltsam unheimlichen Sog einer Stadt-Odyssee«, heißt es in der Jurybegründung zur Nominierung des neuen Romans von Lukas Bärfuss für den Leipziger Buchpreis. Ein Mann, Philip, der eben noch während des Feierabendgedrängels am Eingang eines Warenhauses stand, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Niemand kommt zu Schaden, und der Abstand in der Menge ist so groß, dass die Frau es nicht bemerken wird. Das Spiel wird zur sportlichen Aufgabe, sie in der Menge nicht zu verlieren. Was ihn bewegt, bleibt erst einmal unklar. Scheint der Verfolger selbst vor etwas zu fliehen? Die Bedrohung liegt in der Luft. Und den Sinneswahrnehmungen haftet etwas zunehmend beunruhigend Surreales an. Die aufgerufenen Fragen über unsere Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert gewinnen eine neue Schärfe. Lukas Bärfuss, Dramatiker und Schriftsteller, wurde 1971 in Thun/Schweiz geboren. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in viele Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt heute in Zürich.
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
25.03.19
19.30 Uhr
Peng Peng Parker
Nora Gomringer, Philipp Scholz
Dienstag
26.03.19
11.00 Uhr
Hermann Hesse „Steppenwolf“
Rainer Moritz
Dienstag
26.03.19
19.30 Uhr
Das Leben ist rund! Was verbindet Fußball und Literaturkritik?
Thomas Hitzlsperger, Denis Scheck
Mittwoch
27.03.19
11.00 Uhr
J.W. von Goethe „Faust I”
Carl Philipp von Maldeghem
Mittwoch
27.03.19
19.30 Uhr
Der Fall Meursault & Zabor
Kamel Daoud
Donnerstag
28.03.19
18.00 Uhr
Vertrauensfragen – Haus der Geschichte
Freitag
29.03.19
19.30 Uhr
Herkunft
Saša Stanišić
Sonntag
31.03.19
20.00 Uhr
Milchzähne
Helene Bukowski
Dienstag
02.04.19
19.30 Uhr
Winterbergs letzte Reise und Tschechenkrieg
Jaroslav Rudiš, Jaromír 99
Donnerstag
04.04.19
19.30 Uhr
Zerrspiegel. Erinnerungsbilder
Tanja Maljartschuk, Zanna Sloniowska
Freitag
05.04.19
19.30 Uhr
Narration im Drama
Roland Schimmelpfennig, Thomas Richhardt
Montag
08.04.19
19.00 Uhr
Das Bildnis des Dorian Gray - Oscar Wilde
Mittwoch
10.04.19
20.00 Uhr
Städtebau und regionale Entwicklung aus ökonomischer Perspektive
Michael Pflüger
Donnerstag
11.04.19
19.30 Uhr
Die Farben des Feuers
Pierre Lemaitre
Montag
15.04.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*Innen
Christoph Salazy
Dienstag
16.04.19
19.30 Uhr
Lyophilia
Ann Cotten
Dienstag
23.04.19
19.30 Uhr
Die tonight; live forever oder das Prinzip Nosferatu
Donnerstag
25.04.19
19.30 Uhr
Solidarität
Heinz Bude
Samstag
27.04.19
19.30 Uhr
Region und Welt
Hermann Bausinger, Sandra Richter, Denis Scheck
Montag
29.04.19
18.00 Uhr
Manno!
Anke Kuhl
Montag
29.04.19
19.30 Uhr
Für eine neue Ethik der Beziehungen: Zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes
Bénédicte Savoy, Albert Gouaffo (angefragt), Petra Olschowski, Inés de Castro
Dienstag
30.04.19
19.30 Uhr
Roter Hunger
Anne Applebaum
Donnerstag
27.06.19
19.30 Uhr
Heimat
Nora Krug