Freitag 30.09.16 20.00 Uhr

Nachts ist es leise in Teheran

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs
Lesung und Gespräch
Moderation: Ruwen Stricker
"Wir haben die Bücher unter ihrem Rock versteckt. Die altpersischen Gedichte und die politischen Manifeste, alles von Maxim Gorki und die Kindergeschichten von Samad Behrangi." Shida Bazyar

Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier starke und prägende Stimmen: Shida Bazyar erzählt eine Geschichte, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart. 1979 lernen wir Behsad, einen jungen kommunistischen Revolutionär kennen, der nach der Vertreibung des Schahs für eine neue Ordnung kämpft. Er erzählt von heimlichen Aktionen, funkenschlagender Hoffnung und davon, wie er in der literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet. Zehn Jahre später befinden wir uns in der deutschen Provinz: Behsad und Nahid sind nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern geflohen. Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten. Gern würden sie zurückkehren und sind zugleich bemüht, in Deutschland ein neues Zuhause zu finden. 1999 reist ihre Tochter Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter nach Teheran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen und geflüsterten Geheimnissen lernt sie ein Land kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus ihrer Kindheit deckt. Ihr Bruder Mo beobachtet ein Jahrzehnt später belustigt die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf. Shida Bazyar gelingt ein dichtes, zartes und mitreißendes Familienmosaik. Und ein hochaktueller, bewegender Roman über Revolution, Unterdrückung, Widerstand. Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung.

Ort: Ameisenbergstraße 61, 70188 Stuttgart (das Künstler-Atelier)

Umsetzung der Veranstaltungsreihe: Friederike Ehwald, Charline Mederach und Nina Wittmann

Mit freundlicher Unterstützung des Apotheker Verlags / Hirzl Verlags

zwischen/miete auf Facebook: www.facebook.com/ZwischenmieteStuttgart
Bild: Nachts ist es leise in Teheran - Shida BazyarBild: Nachts ist es leise in Teheran - Shida BazyarBild: Nachts ist es leise in Teheran - Shida Bazyar
© Kristina Popov
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
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19.30 Uhr
Der schmale Grat des Lebens
Edzard Reuter
Mittwoch
19.12.18
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Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart
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20.00 Uhr
Kammer Lesung
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Donnerstag
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19.30 Uhr
Dämmer und Aufruhr
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07.01.19
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Über "Verzeichnis einiger Verluste" von Judith Schalansky
Montag
14.01.19
19.30 Uhr
Falsches Rot
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19.30 Uhr
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19.30 Uhr
„Das Innere wird durch die äußeren Umstände nicht berührt" - Hanne Trautwein und Hermann Lenz. Der Briefwechsel 1937-1946
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Freitag
18.01.19
19.30 Uhr
Zweimal die ganze Welt umrundet - Reisende Frauen vom 4. bis ins 20. Jahrhundert
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Montag
21.01.19
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Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
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19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
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23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
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Donnerstag
24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
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Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Albert Ostermaier, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
Horst Bredekamp