Dienstag 31.05.16 20.00 Uhr

Preis der Literaturhäuser

Lesung, Gespräch, Jubel
Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2016 dem Lyriker, Übersetzer und Verleger Ulf Stolterfoht. Mit seinen Gedichtbänden, die aus den unterschiedlichsten deutschen Fachidiomen eine neue, nur ihm eigene poetische „Fachsprache“ entwickelt haben, seinen poetischen Projekten, etwa dem ethnographischen Poem „Holzrauch über Heslach“, dem Stuttgarter Stadtteil, in dem Ulf Stolterfoht aufwuchs, oder dessen Fortschreibung in der kulturhistorischen Sektenfarce „neu-jerusalem“, den so vergnüglichen wie hintersinnigen „Ammengesprächen“ mit einer Sprechmaschine hat Ulf Stolterfoht die Spielarten des gegenwärtigen Gedichts erheblich ausgeweitet. Seit neustem verlegt er zudem unter dem Slogan „Schwierige Lyrik zu einem sehr hohen Preis – dann ist es Brueterich-Press" selber Texte von Dichterkollegen. Der Werbespruch kommentiert subversiv-witzig das Scheitern ökonomischer Verwertungslogiken in der Lyrik, die alltägliche "Schnäppchen-Haltung" und wird stattdessen zur charmanten Einladung, das Leben nicht über die geringsten Widerstände zu definieren. Der Dichter Marcel Beyer wird Gespräch und Lesung mit Ulf Stolterfoht moderieren und vice versa wird Ulf Stolterfoht Marcel Beyer als Autor seines Verlagsprogramms Brueterich Press vorstellen: ein Abend über das Schreiben, das Verlegen und das Sprechen über Lyrik und Autor- wie Verlegerschaft. Frühere Träger des seit 2002 vergebenen Preises waren u. a. Feridun Zaimoglu, Hanns Zischler (2013), Judith Schalansky (2014) und Nicolas Mahler (2015). Der Preis besteht aus einer Lesereise durch die im Netzwerk zusammengeschlossenen Literaturhäuser und ist mit € 14.000 dotiert.

Ein Projekt des Netzwerks der Literaturhäuser, in Zusammenarbeit mit ARTE
Bild: Preis der Literaturhäuser - Ulf StolterfohtBild: Preis der Literaturhäuser - Ulf StolterfohtBild: Preis der Literaturhäuser - Ulf StolterfohtBild: Preis der Literaturhäuser - Ulf StolterfohtBild: Preis der Literaturhäuser - Ulf Stolterfoht
© Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
21.01.19
19.30 Uhr
Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Dienstag
22.01.19
19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
Donnerstag
24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
Horst Bredekamp
Montag
04.02.19
19.00 Uhr
Unterwegs – Jack Kerouac
Dienstag
05.02.19
19.30 Uhr
Desintegriert euch!
Max Czollek
Mittwoch
06.02.19
19.30 Uhr
wundgewähr - Durch die Künste hindurch
José F. A. Oliver
Donnerstag
07.02.19
17.00 Uhr
Klaus Nonnenmann
Ulrich Keicher
Mittwoch
13.02.19
10.00 Uhr
Welterkundung in Zeiten von Fake News Daten, Geschichten und Grafiken
Donnerstag
14.02.19
19.30 Uhr
Eine Frau wird älter
Ulrike Draesner, Elisabeth Bronfen
Freitag
15.02.19
19.00 Uhr
Ekstase – Kunstmuseum Stuttgart
Freitag
15.02.19
19.30 Uhr
Nachrichten im Minutentakt
Bernward Loheide, Tilman Rau
Montag
18.02.19
19.30 Uhr
Raum ohne Fenster - Literatur und Flucht
Nather Henafe Alali, Rasha Abbas, Ilija Trojanow
Dienstag
19.02.19
19.30 Uhr
Opernintendant – Beruf und Berufung
Viktor Schoner
Mittwoch
20.02.19
19.30 Uhr
Volume#5: Sich Ausbreiten
Hanns-Josef Ortheil
Freitag
22.02.19
19.30 Uhr
A Pocketful of Rainbows
Jim Avignon
Dienstag
26.02.19
19.30 Uhr
Rüpel und Rebell - Die Erfolgsgeschichte des Intellektuellen
Hannelore Schlaffer
Donnerstag
28.02.19
19.30 Uhr
Sozialer Kapitalismus! Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Paul Collier
Montag
18.03.19
20.00 Uhr
Amerika
Kafka Band