Freitag 15.01.16 20.00 Uhr

Literatur und Brutalität

Veranstaltungsreihe: Literatur und ihre Vermittler
Lesung und Gespräch
Moderation: José F. A. Oliver
„Ich bin absoluter Kulturpessimist. Wir sitzen auf einem sinkenden Boot.“ Clemens Meyer

Über Literatur und Brutalität sprechen der Schriftsteller Clemens Meyer und Svea Bräunert, Postdoktorandin am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften in Potsdam. Zwischen November 2015 und Juni 2017 treffen in der Reihe Literatur und ihre Vermittler zehn bedeutende Schriftsteller auf ebenso namhafte Wissenschaftler. Ausgangspunkt für das von José F.A. Oliver moderierte Gespräch ist ein Essay, den Clemens Meyer eigens für diesen Abend verfasst hat und der die Grundlage für folgende Fragen bildet: Wie funktioniert Literatur, die sich Gewalt zum Thema wählt? Kann/muss/darf Literatur verletzen? Und ganz aktuell: Terror – wie kann Literatur Antworten geben? Svea Bräunert hat Neuere deutsche Literatur, Kulturwissenschaften und Neuere/Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und promovierte 2013 mit der Arbeit „Gespenstergeschichten. Der linke Terrorismus der RAF und die Künste“, die 2015 im Kadmos Verlag publiziert wurde. Ihr aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Drohnen, Krieg und Kunst. Clemens Meyer, 1977 in Halle/Saale geboren, zählt zu den spannendsten Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für seinen Debütroman „Als wir träumten“, bei S. Fischer erschienen, wurde er 2008 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Der 2013 publizierte Roman „Im Stein“, mit dem er auf der Shorlist für den Deutschen Buchpreis stand. Im April 2015 wurde die Theaterfassung des Romans unter der Regie von Sebastian Hartmann am Staatsschauspiel Stuttgart uraufgeführt.

Die Veranstaltungsreihe ist Teil einer zweijährigen Weiterbildung für Deutschlehrkräfte aus Baden-Württemberg, in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Breuninger Stiftung
Bild: Literatur und Brutalität - Clemens MeyerBild: Literatur und Brutalität - Clemens MeyerBild: Literatur und Brutalität - Clemens Meyer
© Sebastian Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Dienstag
26.02.19
19.30 Uhr
Rüpel und Rebell - Die Erfolgsgeschichte des Intellektuellen
Hannelore Schlaffer
Donnerstag
28.02.19
19.30 Uhr
Sozialer Kapitalismus! Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Paul Collier
Samstag
02.03.19
20.00 Uhr
Ich kann dich hören
Katharina Mevissen
Mittwoch
06.03.19
19.30 Uhr
Eure Heimat ist unser Albtraum
Deniz Utlu, Fatma Aydemir
Donnerstag
07.03.19
19.00 Uhr
Freudianische Stunden im Literaturhaus!
Lothar Müller, Katharina Adler
Montag
11.03.19
19.00 Uhr
Patrick Modiano und die „Pflicht zur Erinnerung“
Elisabeth Edl
Montag
11.03.19
19.00 Uhr
Das hohe Haus - Roger Willemsen
Mittwoch
13.03.19
19.30 Uhr
Der schlaflose Cheng
Heinrich Steinfest
Montag
18.03.19
20.00 Uhr
Amerika - Nach einem Romanfragment von Franz Kafka
Kafka Band
Mittwoch
20.03.19
19.30 Uhr
Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich
Daniel Mendelsohn
Montag
25.03.19
19.30 Uhr
Peng Peng Parker
Nora Gomringer, Philipp Scholz
Dienstag
26.03.19
11.00 Uhr
Hermann Hesse „Steppenwolf“
Rainer Moritz
Dienstag
26.03.19
19.30 Uhr
Das Leben ist rund! Was verbindet Fußball und Literaturkritik?
Thomas Hitzlsperger, Denis Scheck
Mittwoch
27.03.19
11.00 Uhr
J.W. von Goethe „Faust I”
Carl Philipp von Maldeghem
Mittwoch
27.03.19
19.30 Uhr
Der Fall Meursault & Zabor
Kamel Daoud
Donnerstag
28.03.19
18.00 Uhr
Vertrauensfragen – Haus der Geschichte
Freitag
29.03.19
19.30 Uhr
Herkunft
Saša Stanišić
Sonntag
31.03.19
20.00 Uhr
Milchzähne
Helene Bukowski
Dienstag
02.04.19
19.30 Uhr
Winterbergs letzte Reise und Tschechenkrieg
Jaroslav Rudiš, Jaromír 99
Donnerstag
27.06.19
19.30 Uhr
Heimat
Nora Krug