Dienstag 06.10.15 20.00 Uhr

Sandra Richter, Ulrich Raulff und Denis Scheck erzählen was vom Pferd

Veranstaltungsreihe: Das gute Buch
Gespräch und Lesung
Seit Urzeiten war das Pferd der engste Partner des Menschen – unverzichtbar in der Landwirtschaft, verband Städte und Länder, entschied Kriege. Doch dann zerbrach der kentaurische Pakt, und in nur einem Jahrhundert fiel das Pferd aus der Geschichte heraus. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, erzählt in seinem druckfrischen Buch "Das letzte Jahrhundert der Pferde" die Geschichte eines Abschieds – die Trennung von Mensch und Pferd. Mit ihm im Gespräch sind die Literaturwissenschaftlerin Sandra Richter, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart, und der Literaturkritiker Denis Scheck, Redakteur im Deutschlandfunk und Macher der TV-Literatursendung "Druckfrisch". Zum Raulffschen Pferd gesellen sich an diesem Abend noch weitere Titel aus dem Tierreich; verhandelt wird der "Traveller" von Richard Adams; hier lässt der Autor den amerikanischen Bürgerkrieg durch die Augen von General Lees Pferd Traveller sehen und kommentieren. In "Die Farm der Tiere" von George Orwell erheben sich die Tiere einer englischen Farm gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers – wohl die bekannteste Parabel des 20. Jahrhunderts auf Diktatorensysteme, in der Pferde die drei sozialen Klassen symbolisieren. Die Geschichte einer besonderen Bindung beschreibt die Falknerin Helen MacDonald in ihrem Buch "H wie Habicht", in dem sie in bester Kunst der Naturbeschreibung die Beziehung eines Menschen zum Bewusstsein eines Tiers schildert.
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Freitag
14.12.18
19.30 Uhr
Das Buch der entbehrlichen Gedanken
Ömür Ilkim Demir
Montag
17.12.18
19.30 Uhr
Der schmale Grat des Lebens
Edzard Reuter
Mittwoch
19.12.18
20.00 Uhr
Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart
Mittwoch
19.12.18
20.00 Uhr
Kammer Lesung
Clemens Setz
Donnerstag
20.12.18
19.30 Uhr
Dämmer und Aufruhr
Bodo Kirchhoff
Montag
07.01.19
19.00 Uhr
Über "Verzeichnis einiger Verluste" von Judith Schalansky
Montag
14.01.19
19.30 Uhr
Falsches Rot
Dieter M. Gräf, Martin Schulz
Dienstag
15.01.19
19.30 Uhr
Afrotopia
Felwine Sarr
Mittwoch
16.01.19
19.30 Uhr
„Das Innere wird durch die äußeren Umstände nicht berührt" - Hanne Trautwein und Hermann Lenz. Der Briefwechsel 1937-1946
Iris Wolff, Rainer Moritz
Freitag
18.01.19
19.30 Uhr
Zweimal die ganze Welt umrundet - Reisende Frauen vom 4. bis ins 20. Jahrhundert
Inge Utzt
Montag
21.01.19
19.30 Uhr
Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Dienstag
22.01.19
19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
Donnerstag
24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Albert Ostermaier, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
Horst Bredekamp