Sonntag 20.09.15 16.00 Uhr

Literatur als Botschafter: Frisch erschienen!

Veranstaltungsreihe: Change!
Lesung
Moderation: Aleksej Khairetdinov
Deutsche Lesung: Wolfgang Michalek
"Dem Schriftsteller bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder er fürchtet sich, oder er schreibt. Es ist wie beim Bergsteigen. Wer Höhenangst hat, sollte zu Hause bleiben“, so der russische Autor Vladimir Sorokin über das Schreiben in Zeiten politischer Turbulenzen. Als ein der bekanntesten und der wichtigsten Autoren Russlands ist Wladimir Sorokin zugleich ein wortmächtiger Kritiker auch der neuen Eliten, die die alten sowjetischen Machthaber abgelöst haben. Widerstand gegen sein Werk hat er schon zu Sowjetzeiten erlebt, als seine Bücher in Moskau öffentlich verbrannt worden sind. Über sein druckfrisch auf Deutsch erschienenes Buch "Telluria" und das literarische Bergsteigen spricht Wladimir Sorokin im Gespräch mit dem Moderator Aleksej Khairetdinov. Sorokin lebt seit 2014 in Berlin.

Vladimir Sorokin, geboren 1955, gilt als der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller und Dramatiker Russlands. Sein 2012 erschienener Roman „Der Schneesturm“ wurde mehrfach preisgekrönt. 2015 erscheint sein neuer Roman „Telluria“ auf Deutsch.
Aleksej Khairetdinov, geboren 1965 in Moskau, ist Poet und Übersetzer. Nach dem Abschluss in Germanistik und Pädagogik an der Linguistischen Universität Moskau, absolvierte er ein Aufbaustudium an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Heute lebt er in Berlin und arbeitet als Übersetzer, spezialisiert auf Literatur und Medizin.


„There are only two possibilities left to the author: Either he is afraid, or he writes. It is like mountain climbing. If you suffer from vertigo you should stay at home” – says Vladimir Sorokin about writing in times of political turbulence. One of the best-known and most important Russian authors, he is at the same time an eloquent critic of the country’s new elites which have succeeded the Soviet rulers. His often dark utopias are highly controversial, especially at home in Russia, where there are some who would prefer to ban Sorokin’s writings. His books had already been burnt publicly in the Soviet Union (in front of the Bolshoi Theatre in Moscow). Because his work is brutal, consciously vulgar and highly critical of the system, Vladimir Sorokin has become something of a cult figure in Russia. He’ll be talking about his new novel “Telluria” and about literary mountaineering in the stormy landscapes of social change with Aleksej Khairetdinov. Since 2014 Sorokin has been living in Berlin.

Vladimir Sorokin, born 1955, is considered the most significant contemporary author and dramatist in Russia. His novel “The Snowstorm” (2012) has received several awards. This year his new novel “Telluria” will be published in German.
Aleksej Khairetdinov, born 1965 in Moscow, is a poet and translator. After a degree in German Studies and Pedagogy at the Linguistic University, Moscow, he went for his postgraduate studies to Eberhard-Karls-Universität, Tübingen. He is currently living in Berlin and works as a translator, specializing in literature and medicine.


Förderer und Partner // Sponsors and Partners: Kulturstiftung des Bundes, Robert Bosch Stiftung, Institut Français Stuttgart, Goethe Institut Kairo, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Atelier am Bollwerk, Theater Rampe
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© die arge lola
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