Sonntag 20.09.15 11.00 Uhr

Neue kulturelle Räume: Vernetzen und kollaborieren

Veranstaltungsreihe: Change!
Diskussion
Die Umbrüche und Revolutionen in der Ukraine und Ägypten werden immer wieder über ‚Kultur‘ erklärt und diese wird oft als „soft power“, als eine treibende Kraft eines Widerstands dargestellt. Stimmt diese These? Welchen Beitrag leistet Kultur zur Entstehung eines grundlegenden mentalen Wandels? Hat sie die Kraft, das vorherrschende, lineare Denken zu durchbrechen? Welche neuen Räume eröffnen sich für Kultur in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Krisen und Umbrüchen, und wo stößt sie an ihre Grenzen? Wie werden scheinbare Wirklichkeiten hergestellt, welche Strategien werden dabei genutzt? Was kann die Kultur dem Krieg, der Gewalt, den modernen Propagandamaschinerien, der Sprache des Hasses und der Dämonisierung des Anderen entgegensetzen? Wie weit reichen ihre Mittel, um sich Polarisierungen und den Codes der Propaganda zu entziehen? Wie trägt Kultur zur gesellschaftlichen Reife bei? Darüber diskutieren der Kulturwissenschaftler Mark Terkessidis, die ägyptische Theatermacherin Nora Amin und die ukrainische Publizistin Kateryna Mishchenko.

Mark Terkessidis, geboren 1966, ist deutscher Journalist, Autor, diplomierter Psychologe und Migrationsforscher. 2013 wurde er als neues Mitglied der Akademie der Künste der Welt bestimmt.
Kateryna Mishchenko, geboren 1984, ist ukrainische Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin. Ihre Essays über „Euromaidan“ und den Krieg im Donbass wurden in ukrainischen und internationalen Zeitschriften veröffentlicht.
Nora Amin, geboren 1970, ist ägyptische Schriftstellerin, Performerin, Choreografin und Theaterregisseurin. 2013 wurde sie vom National Festival of Egyptian Theatre für die beste Regie ausgezeichnet.
Jörg Armbruster, geboren 1947, war bis Ende 2012 Korrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten und moderierte u.a. die Sendung „Weltspiegel“. Zuletzt ist sein Buch „Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens“ erschienen.

Im Anschluss gemeinsames Suppenessen zum günstigen Preis.


The changes and revolutions in Ukraine and Egypt are frequently explained by the influence of “culture” which, as “soft power” is thought to supply a decisive element of resistance. Is this thesis really correct? What does culture contribute towards a fundamental change of mentality? Does it have the power to break through reigning linear thought? What new spaces are opening up for culture during the present social crises and shifts, and where does culture meet its limits? How are imaginary realities created, and by which strategies? How may culture counter war, violence, the modern propaganda apparatus, the language of hate and the demonization of the Other? Are its means sufficient to let us escape the habits of polarization and the codes of propaganda? How does culture contribute to social maturing? These matters will be discussed by the cultural scientist Mark Terkessedis, the Egyptian theatre director Nora Amin and the Ukrainian publicist Kateryna Mishchenko.

Mark Terkessidis, born 1966, is a German journalist and author, a qualified psychologist and a migration researcher. 2013 he was made a member of the Cologne Academy of the Arts of the World.
Kateryna Mishchenko, born 1984, is a Ukrainian author, translator and editor. Her essays about Euromaidan and the war in Donbass have been published by Ukrainian and international periodicals.
Nora Amin, born 1970, is an Egyptian writer, performer, choreographer and theatre director. In 2013 she was named best director by the National Festival of Egyptian Theatre.
Jörg Armbruster, born 1947, has until 2012 been correspondent in the Near and Middle East for ARD TV, where he also presented Weltspiegel magazine. Two years ago his book “Brennpunkt Nahost” appeared with the subtitle “The destruction of Syria and the failure of the West”.

Afterwards we’ll eat together – there’ll be soup (at a moderate price).


Förderer und Partner // Sponsors and Partners: Kulturstiftung des Bundes, Robert Bosch Stiftung, Institut Français Stuttgart, Goethe Institut Kairo, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Atelier am Bollwerk, Theater Rampe
Bild: Neue kulturelle Räume: Vernetzen und kollaborieren - Kateryna MishchenkoBild: Neue kulturelle Räume: Vernetzen und kollaborieren - Kateryna MishchenkoBild: Neue kulturelle Räume: Vernetzen und kollaborieren - Kateryna MishchenkoBild: Neue kulturelle Räume: Vernetzen und kollaborieren - Kateryna Mishchenko
© die arge lola
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Donnerstag
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Verleihung des Schiller-Gedächtnis-Preises des Landes Baden-Württemberg 2019
Nino Haratischwili
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Sonntag
17.11.19
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ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
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Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
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Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
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Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
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Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
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Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke
Sonntag
01.12.19
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Mädchenleben
Martin Walser
Montag
02.12.19
19.00 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka
Donnerstag
05.12.19
19.30 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war
Julie Otsuka
Freitag
06.12.19
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Madonnas letzter Traum
Doğan Akhanlı
Freitag
06.12.19
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Georg Dengler - Vom Roman zum Film
Wolfgang Schorlau, Oliver Vogel
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Morgen ist da
Navid Kermani
Montag
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Friedrich Hölderlin: Komm! Ins Offene, Freund!
Rüdiger Safranski
Montag
09.12.19
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Friedrich Hölderlin. Dichter sein. Unbedingt!
Freitag
13.12.19
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Misstrauensvotum. Vielleicht ein Heimatabend
Petra Piuk, Ulrike Wörner
Dienstag
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Mein Alphabet
Ilma Rakusa
Mittwoch
18.12.19
19.30 Uhr
Als die Natur noch sprach
Sandra Richter, Karl-Heinz Göttert, Denis Scheck
Donnerstag
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19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel