Sonntag 01.02.15 11.00 Uhr

In weiter Ferne so nah - Deutsche Fluchtgeschichten

Veranstaltungsreihe: Flüchtlingsgespräche
Gespräch
Moderation: Tim Schleider
Erst 25 Jahre ist es her, dass es deutsche Flüchtlinge gab. Die Schriftstellerin Ines Geipel erinnert in ihrem neuen Buch an Menschen, deren Geschichten allzu schnell in Vergessenheit geraten sind. Eine „glückliche Generation“ seien die „Mauerkinder“, die in den 1960er Jahren in der DDR Geborenen. Zum richtigen biographischen Zeitpunkt sei die Mauer gefallen. So beschreiben es viele Soziologen. Ines Geipel setzt gegen diese Sichtweise einzelne Lebensgeschichten, die anderes berichten. Eine dieser Lebensgeschichten ist ihre eigene. Sie handelt davon, wie sich Diktatur und Staat in den Körper eingeschrieben haben, vom Abbruch einer Karriere als Leistungssportlerin, von Widerstand und vom mühsamen Ankommen eines ostdeutschen Flüchtlings in Westdeutschland im Sommer 1989. Eine Geschichte, die den Blick auf die Debatten um Migration und Integration, um Asylpolitik und Fremdenfeindlichkeit erweitert.

Ines Geipel, geb. 1960 in Dresden, ist Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lehrt an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Zuletzt erschien ihr Buch „Generation Mauer. Ein Porträt.“ 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Birgit Keil, geb. 1944 in Kowarschen (Kovářov) im Sudetenland, ist Tänzerin. Seit 1961 Mitglied des Stuttgarter Ballett wurde sie 1963 unter John Cranko Solistin. Sie tanzte alle bedeutenden klassischen und modernen Hauptrollen und hatte Gastauftritte an den großen Ballettbühnen der Welt.

Nils Schmid, geb. 1973 in Trier, ist seit Mai 2011 Landesminister für Finanzen und Wirtschaft und Stellvertreter des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Tim Schleider, geb. 1961 in Bremen, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in Berlin, Göttingen und Hamburg und ist Leiter der Kulturredaktion der Stuttgarter Zeitung.

Wir laden Sie im Rahmen dieser Veranstaltung sehr herzlich zu einem kleinen Frühstück ein. Für Kaffee und kleine Speisen ist vor, während und nach der Veranstaltung gesorgt.
Bild: In weiter Ferne so nah - Deutsche Fluchtgeschichten - Nils SchmidBild: In weiter Ferne so nah - Deutsche Fluchtgeschichten - Nils Schmid
© Sebastian Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Freitag
06.12.19
20.00 Uhr
Georg Dengler - Vom Roman zum Film
Wolfgang Schorlau, Oliver Vogel
Samstag
07.12.19
19.30 Uhr
Morgen ist da
Navid Kermani
Montag
09.12.19
19.00 Uhr
Friedrich Hölderlin: Komm! Ins Offene, Freund!
Rüdiger Safranski
Montag
09.12.19
20.30 Uhr
Friedrich Hölderlin. Dichter sein. Unbedingt!
Freitag
13.12.19
19.30 Uhr
Misstrauensvotum. Vielleicht ein Heimatabend
Petra Piuk, Ulrike Wörner
Dienstag
17.12.19
19.30 Uhr
Mein Alphabet
Ilma Rakusa
Mittwoch
18.12.19
19.30 Uhr
Als die Natur noch sprach
Sandra Richter, Karl-Heinz Göttert, Denis Scheck
Mittwoch
08.01.20
17.00 Uhr
Italo Svevo
Mittwoch
15.01.20
19.30 Uhr
Komm aus dem Staunen nicht heraus
Brigitte Fassbaender
Freitag
17.01.20
19.30 Uhr
Besuche am Abgrund - Reportagen über das Extreme
Alexandra Rojkov, Tilman Rau
Montag
20.01.20
19.30 Uhr
Gemeinsame Auftaktveranstaltung der 59. Stuttgarter Antiquariatsmesse und der 34. Antiquaria Ludwigsburg
Saskia Limbach
Dienstag
21.01.20
19.30 Uhr
Homing – auf der Suche nach Zuhause | descoperind acasă
Ema Staicut, Lavinia Braniște, Andrea Wolfer, Andreas Fröhlich, Gabriel Amza, Philipp Meuser, Enver Hirsch, Jan Anderson, Julia Lauter, Juha Hansen
Mittwoch
22.01.20
19.30 Uhr
Gäule der Erinnerung
Michael Krüger, Matthias Bormuth
Dienstag
28.01.20
19.30 Uhr
Der von den Löwen träumte
Hanns-Josef Ortheil
Mittwoch
29.01.20
19.30 Uhr
Schutzzone
Nora Bossong
Donnerstag
30.01.20
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel
Freitag
31.01.20
19.30 Uhr
Schecks Kanon
Julika Griem, Denis Scheck
Montag
03.02.20
11.00 Uhr
Reiselyrik
Nico Bleutge, Christian Schärf
Montag
10.02.20
11.00 Uhr
Der goldne Topf
Rainer Moritz, Iris Wolff
Donnerstag
20.02.20
11.00 Uhr
Der Richter und sein Henker und No und ich
Ulrike Draesner, John von Düffel