Samstag 31.01.15 19.00 Uhr

Zur Sache - Neue Weltliteratur?

Veranstaltungsreihe: Flüchtlingsgespräche
Gespräch, Diskussion
Moderation: Julika Griem
„Afrikanische Literatur gibt es nicht.“ So lautet der provozierende Titel eines Essays von Taiye Selasi. Sie richtet sich damit gegen Vereinfachungen, insbesondere, wenn es um den afrikanischen Kontinent geht. Darum soll diskutiert werden: Darüber, ob es die „Neue Weltliteratur“ gibt, wer sie definiert und wen sie ein- und ausschließt und ob ihre Entwicklung auch mit gesellschaftlichen Ängsten zusammenhängt, die sich zum Beispiel in PEGIDA manifestieren. Mit Selasi diskutieren Maaza Mengiste, deren Roman von den blutigen Umbrüchen im Äthiopien der 1970er Jahre erzählt und die selbst mit ihrer Familie in die USA emigriert ist, und Ilija Trojanow, Schriftsteller und erfahrener „Weltensammler“.

Maaza Mengiste, geb. 1971 in Addis Abeba/ Äthiopien. Die Schriftstellerin lehrt am Queen’s College in New York und in Princeton und sitzt im Beirat der Kinder-Hilfsorganisation „Young Center for Immigrant Children‘s Rights“. Auf Deutsch erschien zuletzt ihr Roman „Unter den Augen des Löwen“, der vom „Guardian“ zu einem der zehn besten Bücher afrikanischer Gegenwartsliteratur gekürt wurde.

Julika Griem, geb. 1963, seit 2012 Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Erzähltheorie, Intermedialität, Literatur und Raum.

Ilija Trojanow, geb. 1965 in Sofia/ Bulgarien, ist ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Verleger, der sich insbesondere um afrikanische Literaturen verdient gemacht hat. Er ist u.a. Vorsitzender der Jury für die „Bestenliste Weltempfänger“. Zuletzt erschien sein Buch „Wo Orpheus vergraben liegt“.

Taiye Selasi, geb. 1979 in London, eine britische Schriftstellerin und Fotografin mit nigerianischen und ghanaischen Wurzeln. 2013 erschien ihr Debütroman "Diese Dinge geschehen nicht einfach so" , der weltweit Beachtung fand. 2014 bestritt sie die Tübinger Poetik-Dozentur.
Bild: Zur Sache - Neue Weltliteratur? - Maaza Mengiste
© Kristina Popov
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Freitag
19.10.18
19.30 Uhr
Küsst die Münder wach!
Timo Brunke, Heide Mende-Kurz
Samstag
20.10.18
19.00 Uhr
H.P. Lovecraft
Christian von Aster, Gérard Nesper, Marcel Durer
Sonntag
21.10.18
19.30 Uhr
Obolé / Reise nach Karabach
Aka Mortschiladse
Montag
22.10.18
19.30 Uhr
Unruhe
Zülfü Livaneli
Dienstag
23.10.18
19.30 Uhr
Das Birnenfeld / Die Katze und der General
Nana Ekvtimishvili, Nino Haratischwili
Mittwoch
24.10.18
19.30 Uhr
Falsches Rot
Frank Witzel, Ulf Stolterfoht, Dieter M. Gräf
Freitag
26.10.18
19.30 Uhr
Die vergessene Mitte der Welt: Eine Einladung
Stephan Wackwitz, Manfred Heinfeldner, Russudan Meipariani
Dienstag
30.10.18
19.00 Uhr
Schreibzirkel Junger Autor*Innen
Montag
05.11.18
19.00 Uhr
„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse
Dienstag
06.11.18
19.30 Uhr
Die Wurzeln des Lebens
Richard Powers
Mittwoch
07.11.18
19.00 Uhr
Der Steppenwolf - JES Stuttgart
Mittwoch
07.11.18
19.30 Uhr
Die Live Butterfly Show
Jan Wagner
Donnerstag
08.11.18
17.00 Uhr
Die vergessene Revolution der Lyrik: Vier Außenseiter
Ulrich Keicher
Montag
12.11.18
19.30 Uhr
Lügnerin
Aylet Gundar-Goshen
Dienstag
13.11.18
19.30 Uhr
Geisterbahn
Ursula Krechel
Donnerstag
15.11.18
19.30 Uhr
Christa Wolf: Kassandra
Ulrike Draesner, John von Düffel
Sonntag
18.11.18
19.30 Uhr
Spätdienst
Martin Walser
Dienstag
20.11.18
19.30 Uhr
Süßer Ernst
A.L. Kennedy
Mittwoch
21.11.18
19.00 Uhr
Auf der Suche nach einer Kultur des Friedens.
Jean-Luc Nancy, Winfried Kretschmann
Donnerstag
22.11.18
20.00 Uhr
Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen – Philipp Weiss
Philipp Weiss
Montag
26.11.18
19.30 Uhr
Hochdeutschland
Alexander Schimmelbusch
Freitag
30.11.18
20.00 Uhr
Städtebau und regionale Entwicklung aus ökonomischer Perspektive
Michael Pflüger
Montag
03.12.18
19.00 Uhr
„Nicht nur zur Weihnachtszeit“ von Heinrich Böll
Mittwoch
12.12.18
20.00 Uhr
AMOK PerVers – Martin Piekar
Martin Piekar
Mittwoch
19.12.18
20.00 Uhr
Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart