Montag 15.12.14 20.00 Uhr

Helen Hessel: Ich schreibe aus Paris. Über die Mode, das Leben und die Liebe

Lesung und Gespräch
Moderation: Julia Lutzeyer
Helen Hessel, die bei Käthe Kollwitz studierte, wurde unter anderem bekannt durch ihre Tagebuchaufzeichnungen über die damalige Dreiecksbeziehung zwischen ihr, ihrem Ehemann Franz Hessel und dessen Freund Henri-Pierre Roché. Letzterer schrieb darüber den Roman „Jules et Jim“, der François Truffaut 1962 als Vorlage für den Film "Jules und Jim" diente. Doch über diese Filmvorlage hinaus war Helen Hessel vor allem als Modekorrespondentin bekannt. Was sie in dieser Funktion den Deutschen zwischen den beiden Weltkriegen näher gebracht hat, waren nicht nur die neuesten Schnittmuster und Stilfragen, sondern auch und vor allem das französische savoir-vivre. Sie besaß ein feines Gespür für den Zusammenhang von Zeitströmungen und Kleidungsstilen, in denen sie wie in Physiognomien zu lesen vermochte und thematisierte in zahlreichen Facetten das Verhältnis der Mode zu den Wandlungen weiblicher Selbstdefinition – in Frankreich und in Deutschland. Der im Oktober erschienene Band versammelt erstmals Helen Hessels wichtigsten Artikel und gibt eine Auswahl der Zeichnungen und Fotografien bedeutender Künstler wieder, die ihre Texte begleiten. Mila Ganeva, Professorin für Deutsche Literatur und Film an der Miami University, Oxford, Ohio, hat die Texte herausgegeben und ist Kennerin von Mode und Film der 1920er und 30er Jahre. Mit ihr im Gespräch ist Barbara Vinken, Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie ist Gastkolumnistin in »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und eine der führenden Modetheoretikerinnen der Gegenwart. In ihrem zuletzt erschienenen Band "Angezogen" untersucht sie die sogenannte Tyrannei der Mode, die scheinbar aus dem Blauen heraus ihre Launen diktiere. Doch bei genauerer Betrachtung entpuppt sie sich als ein Spiel nach Regeln – und als ein differenziertes Zeichensystem im historischen und kulturellen Wandel. Auch Vinken stellt Fragen nach weiblicher Selbstdefinition, ist doch die Mode im bürgerlichen Zeitalter weiblich geworden, Männer kamen unscheinbar im Anzug daher. Heute ist der angeblich herrschende Trend der zum Unisex – doch auch hier trügt der Schein.
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Mittwoch
17.10.18
19.30 Uhr
Alle, außer mir
Francesca Melandri
Donnerstag
18.10.18
18.15 Uhr
Alte Meister in Stuttgart
Donnerstag
18.10.18
19.30 Uhr
Wir hatten Großes vor / Leistungscheck
Lydia Daher, Daniel Schröteler, Miriam Meckel, Nina Verheyen
Freitag
19.10.18
19.30 Uhr
Küsst die Münder wach!
Timo Brunke, Heide Mende-Kurz
Samstag
20.10.18
19.00 Uhr
H.P. Lovecraft
Christian von Aster, Gérard Nesper, Marcel Durer
Sonntag
21.10.18
19.30 Uhr
Obolé / Reise nach Karabach
Aka Mortschiladse
Montag
22.10.18
19.30 Uhr
Unruhe
Zülfü Livaneli
Dienstag
23.10.18
19.30 Uhr
Das Birnenfeld / Die Katze und der General
Nana Ekvtimishvili, Nino Haratischwili
Mittwoch
24.10.18
19.30 Uhr
Falsches Rot
Frank Witzel, Ulf Stolterfoht, Dieter M. Gräf
Freitag
26.10.18
19.30 Uhr
Die vergessene Mitte der Welt: Eine Einladung
Stephan Wackwitz, Manfred Heinfeldner, Russudan Meipariani
Dienstag
30.10.18
19.00 Uhr
Schreibzirkel Junger Autor*Innen
Montag
05.11.18
19.00 Uhr
„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse
Dienstag
06.11.18
19.30 Uhr
Die Wurzeln des Lebens
Richard Powers
Mittwoch
07.11.18
19.00 Uhr
Der Steppenwolf - JES Stuttgart
Mittwoch
07.11.18
19.30 Uhr
Die Live Butterfly Show
Jan Wagner
Donnerstag
08.11.18
17.00 Uhr
Die vergessene Revolution der Lyrik: Vier Außenseiter
Ulrich Keicher
Montag
12.11.18
19.30 Uhr
Lügnerin
Aylet Gundar-Goshen
Dienstag
13.11.18
19.30 Uhr
Geisterbahn
Ursula Krechel
Donnerstag
15.11.18
19.30 Uhr
Christa Wolf: Kassandra
Ulrike Draesner, John von Düffel
Sonntag
18.11.18
19.30 Uhr
Spätdienst
Martin Walser
Dienstag
20.11.18
19.30 Uhr
Süßer Ernst
A.L. Kennedy
Mittwoch
21.11.18
19.00 Uhr
Auf der Suche nach einer Kultur des Friedens.
Jean-Luc Nancy, Winfried Kretschmann
Donnerstag
22.11.18
20.00 Uhr
Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen – Philipp Weiss
Philipp Weiss
Montag
26.11.18
19.30 Uhr
Hochdeutschland
Alexander Schimmelbusch
Freitag
30.11.18
20.00 Uhr
Städtebau und regionale Entwicklung aus ökonomischer Perspektive
Michael Pflüger
Montag
03.12.18
19.00 Uhr
„Nicht nur zur Weihnachtszeit“ von Heinrich Böll
Mittwoch
12.12.18
20.00 Uhr
AMOK PerVers – Martin Piekar
Martin Piekar
Mittwoch
19.12.18
20.00 Uhr
Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart