Montag 25.02.13 20.00 Uhr

Stille Leben

Buchpremiere
Moderation: Joachim Kalka
"Ich habe seit dem Ulysses von Joyce kein solches Leseerlebnis mehr gehabt“, sagt Martin Walser über den Roman Stille Leben von Volker Demuth. "Ein Roman, der das Lesen zu einem Abenteuer macht. Zu einem Abenteuer der Genauigkeit. Eine unaufhörliche Folge von immer noch schöneren Überraschungen. Und diese atemraubende Genauigkeit ist keine des Registrierens, sondern eine des Ausdrucks. So nah bei den Figuren zu sein, kann man sich nur erlauben, wenn Satz für Satz eine Entdeckung geschieht. So entsteht ein Reichtum, der den Leser selber zum Entdecker macht."


Es ist der regengraue Morgen eines 3. Januar, an dem Arne, ein ehemaliger Biotech-Forscher, in Berlin das Flugzeug besteigt. Vor ihm liegt die Reise in einen anderen Kontinent, in die endgültige »Spurlosigkeit«, so hofft er. Hinter ihm liegen die Jahre seiner Ehe, vor allem aber die kurze, leidenschaftliche Beziehung zu der jungen Künstlerin Caroline. Doch kehren während des Flugs die Erinnerungen zurück. Noch einmal tauchen vor ihm die Bilder aus Paris, New York und Stockholm auf. So gerät er, während er noch einmal mit dem Laptop Carolines Stimme hört, immer tiefer in die Vergangenheit, in der sich glückliche und tragische Momente, Liebe und Gewalt wie in einem Kaleidoskop überlagern. Volker Demuth gelingt ein scharfsinniger und intensiver Blick auf die ersten Jahre unseres Jahrhunderts, manchmal melancholisch und immer voller Lebenswissen. Dabei scheint es das Fleisch, dieser Grundstoff von coolen Körpern und zerbrechlichen Lebensentwürfen, was die letzte Schnittstelle zwischen Liebe und Sex, erregenden Bildern und dunklen Sehnsüchten bildet. Eine fesselnde Liebesgeschichte und zugleich ein spannender „roman noir“. »Dieser Autor ist unter den wenigen der Zeit, die eine traumwandlerisch selbstverständliche Fertigkeit im Erfinden zwingender Poesie besitzen. So dreht sich in den Texten der Sprachkörper, der Resonanzkörper der Sprache« (Joachim Kalka).

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klöpfer & Meyer
Bild: Stille Leben - Volker DemuthBild: Stille Leben - Volker DemuthBild: Stille Leben - Volker DemuthBild: Stille Leben - Volker DemuthBild: Stille Leben - Volker Demuth
© Kristina Popov
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Donnerstag
14.11.19
19.30 Uhr
Verleihung des Schiller-Gedächtnis-Preises des Landes Baden-Württemberg 2019
Nino Haratischwili
Samstag
16.11.19
20.00 Uhr
hell/dunkel
Julia Rothenburg
Sonntag
17.11.19
11.00 Uhr
Bücherfreundin 2019
ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
19.30 Uhr
Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
Freitag
22.11.19
19.30 Uhr
Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
27.11.19
20.00 Uhr
Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
19.30 Uhr
Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
19.30 Uhr
Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke
Sonntag
01.12.19
17.00 Uhr
Mädchenleben
Martin Walser
Montag
02.12.19
19.00 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka
Donnerstag
05.12.19
19.30 Uhr
Als der Kaiser ein Gott war
Julie Otsuka
Freitag
06.12.19
19.30 Uhr
Madonnas letzter Traum
Doğan Akhanlı
Freitag
06.12.19
20.00 Uhr
Georg Dengler - Vom Roman zum Film
Wolfgang Schorlau, Oliver Vogel
Samstag
07.12.19
19.30 Uhr
Morgen ist da
Navid Kermani
Montag
09.12.19
19.00 Uhr
Friedrich Hölderlin: Komm! Ins Offene, Freund!
Rüdiger Safranski
Montag
09.12.19
20.30 Uhr
Friedrich Hölderlin. Dichter sein. Unbedingt!
Freitag
13.12.19
19.30 Uhr
Misstrauensvotum. Vielleicht ein Heimatabend
Petra Piuk, Ulrike Wörner
Dienstag
17.12.19
19.30 Uhr
Mein Alphabet
Ilma Rakusa
Mittwoch
18.12.19
19.30 Uhr
Als die Natur noch sprach
Sandra Richter, Karl-Heinz Göttert, Denis Scheck
Donnerstag
30.01.20
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel