Dienstag 05.04.11 20.00 Uhr

Beckett

Ausstellungseröffnung, Lesung und Gespräch
Gesprächspartner: Rudij Bergmann
Deutsche Lesung: Johannes Wördemann
Übersetzung: Jürgen Stähle
Zur Eröffnung seiner Fotoausstellung spricht der Pariser Fotograf und Autor François-Marie Banier mit dem Filmemacher Rudij Bergmann über seine Begegnung mit Samuel Beckett 1978 in Tanger sowie die Entstehungsgeschichte der ausgestellten Fotografien. Eine Auswahl dieser außergewöhnlichen Bilder wurde 2010 in einem kleinen Band des Steidl-Verlags publiziert: »Samuel Beckett, der entspannt durch buntbanalen Urlaubsalltag schlendert. Der Dichter des Schweigens, der 1978 durch Tanger spaziert, in kurzen Hosen, barfuß in Sandalen: Im Storchenschritt über die Uferpromenade. Vorbei an verschleierten Frauen und Obstläden. Mit offenem Hemd und Umhängetasche. Im Gespräch mit seiner Frau. Die schöne beiläufige Vertrautheit dieses Paares, das durch Autolücken nach dem Verkehr späht, kupfern gebräunt von der marokkanischen Sonne. Durch diese Bilder werden andere Aspekte aus Becketts Persönlichkeit evoziert als durch die sonstigen, strengen Schwarzweißserien« (Süddeutsche Zeitung). Der zweite Teil des Abends widmet sich François-Marie Baniers Roman Balthazar, Sohn aus gutem Hause, der vor zwei Jahren auf Deutsch (ebenfalls im Steidl Verlag) erschien: Die riesige Wohnung, in der Balthazar Klimpt mit seiner Familie in der Avenue Victor Hugo lebt, dient dem Vater als Lager für Antiquitäten: eine bedrohliche Ansammlung zum Verkauf stehender Möbel. Vom Vater wird Balthazar gequält, die Mutter interessiert sich nur für ihre Wohltätigkeitsveranstaltungen, und seine schlaue Schwester Capucine läßt keine Gelegenheit aus, ihn anzuschwärzen. Auch die liebenswerte Großmutter, die ihre Tage in heiterem Dämmer verbringt, und der stumme Hausangestellte sind ihm keine rechte Hilfe. – Doch Balthazar entzieht sich und macht, was er will.

Die Ausstellung Beckett ist im Literaturhaus bis zum 30. Juni zu sehen, vor und nach den Abendveranstaltungen oder nach Anmeldung (0711/22 02 17 3).

Mit freundlicher Unterstützung durch Renate Richter
In Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Stuttgart
Bild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - BeckettBild: Beckett - Beckett
© Heiner Wittmann
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Dienstag
22.10.19
19.30 Uhr
Gegen Morgen
Deniz Utlu
Mittwoch
23.10.19
18.30 Uhr
Masters of Virtual Worlds
Benjamin Rudolph, Christoph Rasulis
Donnerstag
24.10.19
19.30 Uhr
Der von den Löwen träumte & Wie ich Klavier spielen lernte
Hanns-Josef Ortheil
26.10.19
bis
06.11.19
Membrane in Ouaga / Burkinafaso
Sonntag
27.10.19
20.00 Uhr
Kintsugi
Miku Sophie Kühmel
Mittwoch
30.10.19
19.30 Uhr
Miroloi
Karen Köhler
Mittwoch
06.11.19
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel
Donnerstag
07.11.19
19.30 Uhr
Ödön von Horváth: »Kasimir und Karoline«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Sonntag
10.11.19
17.00 Uhr
Der Apfelbaum
Christian Berkel
Montag
11.11.19
19.30 Uhr
Metropol
Eugen Ruge
Dienstag
12.11.19
19.30 Uhr
Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist
Ece Temelkuran
Samstag
16.11.19
20.00 Uhr
hell/dunkel
Julia Rothenburg
Sonntag
17.11.19
11.00 Uhr
Bücherfreundin 2019
ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
19.30 Uhr
Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
Freitag
22.11.19
19.30 Uhr
Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
27.11.19
20.00 Uhr
Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
19.30 Uhr
Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
19.30 Uhr
Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke