Wendelin Niedlich - Wendelin Niedlich und seine Lesevergnügungsgesellschaft
Montag 02.05.05 bis Donnerstag 15.09.05

Wendelin Niedlich und seine Lesevergnügungsgesellschaft

Wendelin Niedlich heißt wirklich so. Aber das ist nur eine von vielen Facetten seiner Ästhetik. Als er 1998, nach äußerst bewegten Jahrzehnten, seine Buchhandlung an der Schmalen Straße in Stuttgart schloss, wussten alle: hier ging eine Epoche zu Ende, in der Literaturgeschichte geschrieben wurde. Wenn nach dem berühmtesten Buchhändler der Bundesrepublik gefragt würde – die Wetten stünden sehr günstig, tippte man auf ihn. Doch worin sein Geheimnis genau besteht, kann niemand so richtig fassen. Niedlichs Verbindung von Politik und Literatur ist bis heute ungewöhnlich. Er galt immer als linker, radikaler Buchhändler, und gleichzeitig steht er für eine literarische Avantgarde, die mit plattem Realismus und oberflächlicher Aktion nie etwas zu tun hatte. Max Bense, Helmut Heißenbüttel, Reinhard Döhl: das sind Niedlichs geistige Anreger. Die Ausstellung versucht, das Rätsel um Niedlich so eng wie möglich zu umkreisen: mit vielen Dokumenten, Artefakten, Plakaten, Fotos, Manuskripten und Autorenhandschriften – Zeugnissen dessen also, was er die „Lesevergnügungsgesellschaft“ nennt. Die Ausstellung für das Literaturhaus kuratiert der Autor und Literaturkritiker Helmut Böttiger
Programm Literaturhaus Stuttgart
ausstellungen
11.11.18
bis
26.12.18
K: KafKa in KomiKs
10.12.18
bis
20.03.19
Blåvand
Tim Dinter, Thomas Pletzinger
24.10.18
bis
31.01.19
Falsches Rot
Dieter M. Gräf, Ulf Stolterfoht, Frank Witzel
08.11.18
bis
15.01.19
Nr. 17: Literatur Schaufenster. Bücher & Autoren, die wir nicht vergessen wollen
Rainer Maria Gerhardt, Werner Riegel, Alexander Xaver Gwerder, Bernhard Koller