Mittwoch 19.05.10 19.00 Uhr

Pier Paolo Pasolini - Dunckler Enthusiasmo

Lesung und Gespräch, Film
Pier Paolo Pasolinis erste Buchveröffentlichung war der Gedichtband "Poesie a Casarsa" von 1942, geschrieben in der Sprache des Städtchens Casarsa im Friaul. Pasolinis Liebe galt einer von ihm nie gesprochenen Muttersprache, einer Sprache des Begehrens nach einer anderen, eigenen, vor allem nicht väterlichen und nicht faschistischen Herkunft. Das Friulanische, den Dialekt seiner Mutter Susanna, hat der kaum Zwanzigjährige zu einer Kunstsprache erhoben, die das mütterliche Idiom den symbolischen Formen Pascolis und d'Annunzios anverwandelte. Diese ihm immer schon verlorene, nur durch philologische Rekonstruktion zugängliche Sprache eines anderen Ich greift Pasolini über dreißig Jahre später noch einmal auf. In seiner letzten Buchveröffentlichung zu Lebzeiten "La nuova gioventù" von 1975 wiederholt er seine frühesten Gedichte und erhebt dabei ihre Sprache zur Sprache des Paradieses, zur Sprache des Eros der "bessern Jugent", zur Sprache auch seines politischen Kampfes gegen den Übergang einer archaischen, agrarischen Ordnung in ein neues, globalisiertes System der Massenkultur. Die im Verlag Urs Engeler erschienene Übersetzung des Dichters Christian Filips, von dem unter anderem die Lyrikbände "Schluck auf Stein" (2001) und "Heiße Fusionen. Gesang von der Krisis" (2009) erschienen, macht die erstaunliche Struktur dieser Obsession sichtbar: Gedicht gegen Gedicht, cuárp dentro cuárp, leyp wider leyp.
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,
Bild: Pier Paolo Pasolini - Dunckler Enthusiasmo - Christian FilipsBild: Pier Paolo Pasolini - Dunckler Enthusiasmo - Christian FilipsBild: Pier Paolo Pasolini - Dunckler Enthusiasmo - Christian FilipsBild: Pier Paolo Pasolini - Dunckler Enthusiasmo - Christian Filips
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
21.01.19
19.30 Uhr
Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Dienstag
22.01.19
19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
Donnerstag
24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
Horst Bredekamp
Montag
04.02.19
19.00 Uhr
Unterwegs – Jack Kerouac
Dienstag
05.02.19
19.30 Uhr
Desintegriert euch!
Max Czollek
Mittwoch
06.02.19
19.30 Uhr
wundgewähr - Durch die Künste hindurch
José F. A. Oliver
Donnerstag
07.02.19
17.00 Uhr
Klaus Nonnenmann
Ulrich Keicher
Mittwoch
13.02.19
10.00 Uhr
Welterkundung in Zeiten von Fake News Daten, Geschichten und Grafiken
Donnerstag
14.02.19
19.30 Uhr
Eine Frau wird älter
Ulrike Draesner, Elisabeth Bronfen
Freitag
15.02.19
19.00 Uhr
Ekstase – Kunstmuseum Stuttgart
Freitag
15.02.19
19.30 Uhr
Nachrichten im Minutentakt
Bernward Loheide, Tilman Rau
Montag
18.02.19
19.30 Uhr
Raum ohne Fenster - Literatur und Flucht
Nather Henafe Alali, Rasha Abbas, Ilija Trojanow
Dienstag
19.02.19
19.30 Uhr
Opernintendant – Beruf und Berufung
Viktor Schoner
Mittwoch
20.02.19
19.30 Uhr
Volume#5: Sich Ausbreiten
Hanns-Josef Ortheil
Freitag
22.02.19
19.30 Uhr
A Pocketful of Rainbows
Jim Avignon
Dienstag
26.02.19
19.30 Uhr
Rüpel und Rebell - Die Erfolgsgeschichte des Intellektuellen
Hannelore Schlaffer
Donnerstag
28.02.19
19.30 Uhr
Sozialer Kapitalismus! Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Paul Collier
Montag
18.03.19
20.00 Uhr
Amerika
Kafka Band