Montag 08.02.10 20.00 Uhr

Die Helligkeit der Nacht

Veranstaltungsreihe: Autor im Gespräch
Lesung und Gespräch
Moderation: Wolfgang Niess
Die Toten sind nicht tot, am allerwenigsten in der Literatur, die selbst etwas Geisterhaftes, Nächtliches hat. Wie zuletzt in Romanen von Sibylle Lewitscharoff, Philip Roth oder Uwe Timm spricht in Dagmar Leupolds neuem Roman Die Helligkeit der Nacht ein Toter. Es ist Heinrich von Kleist, der über die Jahrhunderte hinweg einer Frau luftige Briefe der Zuneigung schickt oder geisterhafte Aufzeichnungen macht - ein Journal der Zuwendung und Fragen, der Meditationen und Beobachtungen, kreisend um Themen der Literatur und Radikalität, der Geschichte und ihren Hoffnungen, der Unbedingtheit und ihrer Abgründe. Die Adressatin dieses geistvollen Gespensts ist Ulrike. Nicht Kleists geliebte Schwester, auch wenn sie Ähnlichkeiten mit ihr hat, sondern eine Schwester im Geiste, in der Haltung, in der Tragik, Ulrike Meinhof. Die Begegnung mit Meinhof ist nicht weniger als ein Zusammenstoß, der Kurzschluss zweier Epochen. Klug und poetisch, voller bohrender Fragen sucht dieser Kleist - Leupolds Kleist - unsere und Ulrikes Nähe. Gelegentlich kommt Ulrike zu Wort, erfreut wie wir Leser über diesen ungewöhnlichen »Koalitionär«, der das Faktische, die Jahrhunderte, missachtet. Dagmar Leupold, 1955 geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Altphilologie in Marburg und Tübingen sowie Komparatistik in New York, wo sie auch promovierte. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und Romane. Dagmar Leupold lebt in München. Sie leitet das »Studio für Literatur und Theater« an der Universität Tübingen.

Vier Partner für Buch und Literatur:
Literaturhaus, Stadtbücherei, SWR, VHS

Eintritt: Euro 8,-/6,-/4,-
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
10.12.18
19.30 Uhr
ein strumpf wächst durch den tisch
Ulf Stolterfoht, Kammerflimmer Kollektief
Mittwoch
12.12.18
20.00 Uhr
AMOK PerVers – Martin Piekar
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13.12.18
19.30 Uhr
Gottfried Keller: „Romeo und Julia auf dem Dorfe“
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14.12.18
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Das Buch der entbehrlichen Gedanken
Ömür Ilkim Demir
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17.12.18
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Der schmale Grat des Lebens
Edzard Reuter
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19.12.18
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20.12.18
19.30 Uhr
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07.01.19
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Montag
14.01.19
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Falsches Rot
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15.01.19
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Afrotopia
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16.01.19
19.30 Uhr
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Freitag
18.01.19
19.30 Uhr
Zweimal die ganze Welt umrundet - Reisende Frauen vom 4. bis ins 20. Jahrhundert
Inge Utzt
Montag
21.01.19
19.30 Uhr
Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
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22.01.19
19.30 Uhr
Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
19.30 Uhr
Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
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24.01.19
19.30 Uhr
Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Albert Ostermaier, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
19.00 Uhr
Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
19.30 Uhr
Bildakte
Horst Bredekamp