veranstaltungen im dezember 2019

veranstaltungen im dezember 2019

dezember 2019

Sonntag
01.12.19
17.00 Uhr
-

Mädchenleben

Martin Walser

Buchpremiere, Lesung und Gespräch, Moderation: Jörg Magenau


Nach seinen melancholischen, zornigen wie zart-fragilen literarischen Miniaturen und Notaten unter dem Titel „Spätdienst“, die Martin Walser im letzten Spätherbst im Stuttgarter Literaturhaus vorgestellt hat, trägt sein neues Buch nun die Bezeichnung ‚Legende‘. Sein Text „Mädchenleben. Oder die Heiligsprechung“, so der vollständige Titel, blickt auf eine lange Vorgeschichte zurück: Schon in Walsers Tagebüchern von 1961 finden sich Eintragungen zu „Mädchenleben“, und nun, fast sechzig Jahre später, hat er das dort Notierte zusammengetragen und zu einer Legende verwoben: die Geschichte des Mädchens Sirte Zürn, das, weil es seine eigenen Wege geht, nach Wunsch des Vaters heiliggesprochen werden soll. Der Untermieter der Familie, der Lehrer Anton Schweiger, ist von diesem Einfall so entzündet, dass er alles sammelt, was es über das Mädchen, das plötzlich verschwindet, erst nach Tagen wieder auftaucht, sich im Sand eingräbt, bei Sturm in den See rennt, zu erzählen gibt. Darüber gerät er mehr und mehr in ihren Bann. Was ist mit Anton Schweiger, warum wohnt er als Lehrer zur Untermiete bei den Zürns, was bringt ihn dazu, nach Sirte eine solche Sehnsucht zu entwickeln? Und wie kommt dieser Vater auf den Gedanken der Heiligsprechung seiner Tochter? Es ist uns Ehre wie Freude, Martin Walser mit seinem neuen Buch im Stuttgarter Literaturhaus erneut willkommen zu heißen. Mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags

Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

 

Montag
02.12.19
19.00 Uhr
-

Als der Kaiser ein Gott war von Julie Otsuka


Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Am 5.12. kommt sie ins Literaturhaus - und wir diskutieren bereits vorher über Otsukas Roman, der in seiner Schilderung US-amerikanischer Geschichte zugleich rassistische Vorurteile und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit behandelt und sprechen über seine Aktualität. Anmeldung unter Ort: Literaturhaus Stuttgart Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Donnerstag
05.12.19
19.30 Uhr
-

Als der Kaiser ein Gott war

Julie Otsuka

Lesung und Gespräch, Moderation: Katharina Borchardt
Deutsche Lesung: Marit Beyer


„Ich bin der schlitzäugige Heckenschütze. / Ich bin der Saboteur im Gebüsch. / Ich bin der Fremde vor der Tür. / Ich bin der Verräter in Ihrem eigenen Hinterhof. / Ich bin Ihr Hausbursche. / Ich bin Ihr Koch. / Ich bin Ihr Gärtner. / Und ich habe jahrelang friedlich neben Ihnen gelebt“ Julie Otsuka In ihrem Roman „Wovon wir träumten“ - ein internationaler Erfolg - arbeitete die 1962 in Palo Alto geborene Autorin Julie Otsuka die Geschichte japanischer Einwanderer in den USA literarisch auf. „Es war ein Blick in den Abgrund, in ein Grab von zerstörten Illusionen und zerbrochenen Wünschen, aus deren Kompost zuletzt jene Generation selbstbestimmter und selbstbewusster Amerika-Japaner entwuchs, der Otsuka selber angehört“, schrieb Andreas Breitenstein in der NZZ. Nun liegt das von Irma Wehrli ins Deutsche übersetzte Debüt von Julie Otsuka vor: „Als der Kaiser ein Gott war“ setzt im Jahre 1942 an, in Berkeley, Kalifornien: Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanischstämmige Amerikaner*innen in den Westküstenstaaten betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen. Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit - und schließlich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor. In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Baden-Württemberg

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
06.12.19
19.30 Uhr
-

Madonnas letzter Traum

Doğan Akhanlı

Lesung und Gespräch, Moderation: Sibylle Thelen


„Ali und seine Romanfigur Maria ermöglichen es mir, über Grenzen und Zeiten hinweg zu denken. Ich kann so von verschiedenen Formen der Verfolgung und staatlicher Gewalt in der Geschichte literarisch erzählen”, sagt Doğan Akhanlı. Er verwebt in seinem Roman „Madonnas letzter Traum“ fiktionale Elemente mit historischen Ereignissen und erzählt eine Flüchtlingsgeschichte zwischen obsessiver Liebe und verzweifelter Spurensuche. So wird die Flucht von Maria Puder vor dem NS-Regime mit dem Schicksal des Flüchtlingsschiffs in Struma, dessen jüdische Passagiere 1942 im Hafen von Istanbul an der Weiterreise gehindert wurden, verknüpft. Auf einer anderen Erzählebene hat der namenlose Autor und Exilschriftsteller aus Köln den Auftrag, einen Essay über rassistische Gewalt zu schreiben. Doğan Akhanlı wurde 1957 in der Türkei geboren, wurde verhaftet und gefoltert, kam als Flüchtling nach Deutschland und lebt seit 1992 als Schriftsteller in Köln. In seinem Roman "Die Richter des jüngsten Gerichts" (dt. 2007) thematisiert er den Völkermord an den Armeniern, und in diesem Jahr erhielt er als Schriftsteller und Bürgerrechtler in Weimar die Goethe-Medaille. Mit der Auszeichnung ehrt das Goethe-Institut die Zivilcourage und den Mut, sich mit künstlerischen und publizistischen Arbeiten gegen politische, religiöse oder gesellschaftliche Widerstände durchzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem deutsch-türkischen Forum

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
06.12.19
20.00 Uhr
-

Georg Dengler - Vom Roman zum Film

Wolfgang Schorlau, Oliver Vogel

Film, Gespräch


25. Filmschau Baden-Württemberg Die Gesprächsrunde '5 Jahre Dengler im ZDF - 5 Dengler-Filme im ZDF' mit dem Stuttgarter Bestsellerautor Wolfgang Schorlau und Oliver Vogel, Chief Creative Officer der Bavaria Fiction, ist ein Highlight im Jubiläumsprogramm der 25. Filmschau Baden-Württemberg. Zu dem Talk werden noch weitere Gäste erwartet. Vom Roman zum Film: Die Entstehung der Dengler-Romane, die Idee zu den TV-Filmen, und natürlich die Frage: gefallen Wolfgang Schorlau die Dengler Filme. Mit Oliver Vogel gewann die Landesfilmschau einen Talk-Gast, der als Chief Creative Officer der Bavaria Fiction alle inhaltlichen Aktivitäten des Unternehmens und seiner preisgekrönten Produzenten verantwortet. Direkt vor dem Podium ist ab 17 Uhr im Metropol Saal 3 die aktuelle Folge 'Dengler - Brennende Kälte' mit Ronald Zehrfeld und Birgit Minichmayr zu sehen. Tickets online unter: oder im Online-Ticketcenter der Innenstadtkinos und an allen Kassen der Innenstadtkinos (Metropol, Gloria, EM, Cinema) sowie an der Abendkasse. Veranstalter: Filmbüro Baden-Württemberg

 

Samstag
07.12.19
19.30 Uhr
-

Morgen ist da

Navid Kermani

Lesung und Gespräch, Moderation: Insa Wilke


Er macht die öffentliche Rede zu einer Kunst - nicht nur mit seiner berühmten Rede im Bundestag zum Grundgesetz oder der Dankrede zum Friedenspreis in der Paulskirche. Immer wieder stößt Navid Kermani Debatten an, verstört und bewegt Menschen. „Morgen ist da“ versammelt Kermanis bedeutendste Reden aus den vergangenen zwanzig Jahren und bringt damit eine der ältesten Gattungen der Literatur zu neuer Geltung. Wie bedankt man sich angemessen für einen Preis, der einem zunächst aberkannt worden ist? Wie erklärt man Amerika kurz nach der Wahl Donald Trumps seine Liebe? Was sagt ein Deutscher mit iranischen Wurzeln über Auschwitz? Welche Worte bleiben am Grab des eigenen Vaters? Und kann ein Kölner objektiv bleiben, wenn er über den 1. FC Köln spricht? In seinem ureigenen Spannungsfeld von klassischer deutscher Literatur, islamischer Mystik, amerikanischer Gegenkultur und europäischem Geist findet Kermani seine Gedankenbögen. Kermani ist habilitierter Orientalist und lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kleist-Preis, den Cicero-Redner-Preis und den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Paten der Veranstaltung: Rita und Christian Rotta In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

 

Montag
09.12.19
19.00 Uhr
-

Friedrich Hölderlin: Komm! Ins Offene, Freund!

Rüdiger Safranski

Veranstaltungsreihe: Auf Sendung

Lesung und Gespräch, Moderation: Katharina Borchardt


Komm! Ins Offene, Freund! Hölderlins 250. Geburtstag im März 2020 wirft seine Schatten voraus: Rüdiger Safranski legt mit seiner Biographie über den großen Dichter die Geschichte eines Einzelgängers vor, der keinen Halt im Leben fand, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde. Als Dichter, Übersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolutionär lebte Friedrich Hölderlin in zerreißenden Spannungen. Erst im 20. Jahrhundert wurde seine tatsächliche Bedeutung erkannt - bis hin zu mythischen Verklärungen. Doch immer noch gilt Friedrich Hölderlin als der große Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur. Rüdiger Safranski, geboren 1945, wurde durch seine in viele Sprachen übersetzten Biographien über E.T.A. Hoffmann, Schopenhauer, Heidegger, Nietzsche, Schiller, Goethe und die Freundschaft von Goethe und Schiller international bekannt. In Zusammenarbeit mit dem SWR2

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
09.12.19
20.30 Uhr
-

Friedrich Hölderlin. Dichter sein. Unbedingt!


Filmpräsentation, Einführung: Ulrike Becker


Die Arte-Dokumentation erzählt Hölderlins Biografie als Geschichte einer künstlerischen Radikalisierung. Am Anfang steht der Tag im September 1806, an dem Friedrich Hölderlin von seinem damaligen Wohnort Bad Homburg gewaltsam entführt, in einer Tübinger Klinik zwangsinterniert und dort einer brutalen Heilbehandlung unterzogen wird. Als er nach knapp acht Monaten entlassen wird, gilt er als unheilbar, die Ärzte geben ihm höchstens noch drei Jahre. Aber Friedrich Hölderlin sollte noch mehr als drei Jahrzehnte leben, zu seinem Glück in liebevoller Obhut bei der Familie eines Tübinger Schreiners. Der Film geht zurück in die Kindheit und folgt den wichtigen Lebensstationen und politischen Ereignissen, die das Schaffen des Dichters prägten. Schriftsteller*innen wie Durs Grünbein, Daniela Danz und Kurt Oesterle kommen zu Wort. SWR/Arte 53 Min., ARTE Erstausstrahlung: März 2020 Eine Veranstaltung des Literaturhauses Stuttgart in Zusammenarbeit mit ARTE und dem SWR, mit Unterstützung des Hauses des Dokumentarfilms Stuttgart.

Eintritt frei

 

Freitag
13.12.19
19.30 Uhr
-

Misstrauensvotum. Vielleicht ein Heimatabend

Petra Piuk, Ulrike Wörner

Veranstaltungsreihe: Literatur und ihre Vermittler

Lesung und Gespräch


Es ist schon ein hinreißend bösartiger Humor, der sich in den Seiten von Petra Piuks Romanen herumtreibt. Ob in "Lucy fliegt" (und wenn Lucy fliegt, dann fliegen ihr gleich dermaßen die Gedanken und prekären Verhältnisse um die Ohren, dass nicht nur ihr, sondern auch den Leser*innen schwindelt) oder in "Moni und Toni oder: Anleitung zum Heimatroman" - die Wienerin Piuk schreibt pointiert und in schnellem Tempo. Zum Glück haben ihre Bücher nun wirklich nichts Gemütliches oder Behagliches, Erwartungen die der Genrebegriff „Heimatroman“ vielleicht hervorruft. Tragikomische Figuren und Situationen wechseln sich mit Beobachtungen des Alltäglichen ab, die man gerne ins Lexikon der Metaphern und Aphorismen übernehmen möchte, etwa „Traditionen hochhalten wie Schnapsgläser“. So liest sich „Moni und Toni“ wie eine gallige Gebrauchsanweisung für das vielleicht doch nicht ganz so zivilisierte Mitteleuropa: "Schlagen Sie nicht das Buch zu, sondern Ihren Hund oder Ihr Kind, dann schunkeln Sie fröhlich weiter.“ Im Gespräch mit Ulrike Wörner erläutert Petra Piuk, wie sie dazu kommt, genau solche (Heimat)Romane zu schreiben. Gefördert von: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
17.12.19
19.30 Uhr
-

Mein Alphabet

Ilma Rakusa

Lesung und Gespräch, Moderation: Julia Schröder


„Kann man das Küssen verlernen?“ Ilma Rakusa Was macht ein Leben aus? Wie fasst man es in eine Form und macht das Wichtige greifbar? Zu jedem Buchstaben des Alphabets verfasst Ilma Rakusa Beiträge von A wie Anders bis Z wie Zaun - sich frei bewegend zwischen Prosa, Gedicht und Gespräch: Werk, Weltsicht und Weggefährten, Reisen und die schönen Künste, Familie und Kindheit. Ihr gelingt der Kunstgriff, abstraktere Begriffe wie Träume oder Rituale, Orte, persönliche Erinnerungen und Erfahrungen kaleidoskopartig zu einem Ganzen zu vereinen. Sie spricht über Dinge, die in unser aller Leben bedeutsam sind und mit denen wir uns auseinandersetzen: Freundschaft, Angst, Alter - und Zärtlichkeit. Ilma Rakusa, geboren 1946 als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen, lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin, Publizistin und Universitätslehrbeauftragte in Zürich. Nicht zuletzt mit ihren zahlreichen Übersetzungen aus dem Russischen (Zwetajewa, Remisow), Französischen (Duras), Serbokroatischen (Kiš) und Ungarischen (Kertesz, Nadas) trägt sie zur Vermittlung vor allem mittel- und osteuropäischer Literaturen bei. Bei Droschl erschienen u.a. ihre Erinnerungspassagen „Mehr Meer“ (2009), der Lyrikband „Impressum: Langsames Licht“ (2016) und in diesem Jahr „Mein Alphabet“. Rakusa wurde u. a. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (1998), dem Schweizer Buchpreis (2009) und dem Kleist-Preis (2019) ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
18.12.19
19.30 Uhr
-

Als die Natur noch sprach

Sandra Richter, Karl-Heinz Göttert, Denis Scheck

Veranstaltungsreihe: Das gute Buch

Lesung und Gespräch


Büchertische und Freizeittrends kennen derzeit nur eine Richtung: zurück zur Natur. Ob Bienen, Blumen oder Bäume - sie sollen uns einen Ausweg zeigen aus den Zumutungen der Gegenwart. Welch kuriose Blüten jedoch die Naturbetrachtung treiben kann, wenn sie einer Sinnfindung unterworfen wird, zeigt Karl-Heinz Göttert in seinem Buch „Als die Natur noch sprach“. Hier bewegt er sich durch die antike und mittelalterliche Philosophie und Literatur und schaut hin, was Plinius oder Aristoteles, Albertus Magnus oder Thomas von Aquin, Hildegard von Bingen oder Paracelsus über Tiere, Pflanzen und unser Verhältnis zu ihnen zu sagen haben. Geboren 1943 in Koblenz, unterrichtete Göttert, Professor für Ältere deutsche Sprache und Literatur an der Universität zu Köln, nach seiner Emeritierung in St. Petersburg, Prag und an verschiedenen chinesischen Universitäten. Mit ihm ins Gespräch kommen Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, und der Fernsehliteraturkritiker und Journalist Denis Scheck. Gemeinsam mit Karl-Heinz Göttert unterziehen sie an diesem Abend vier weitere Bücher einer kritischen Natur- und Menschbetrachtung: Andreas Möllers "Zwischen Bullerbü und Tierfabrik", Christian Seilers "Alles Gute", Robert Macfarlanes "Im Unterland" und Andrea Wulfs „Die Erfindung der Natur“.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
30.01.20
19.30 Uhr
-

Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass

Ines Geipel

Lesung und Gespräch, Moderation: Elke Uhl


Ines Geipel ist leider erkrankt. Neuer Termin für die Lesung ist am 30.01.20, 19.30 Uhr. Die Eintrittskarten behalten Ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden. "Es geht nicht um das Wegreden von Lebensleistungen. Es geht nicht darum, dass wir nicht miteinander im Osten auf der Wiese gesessen haben, dass wir zusammen Bier getrunken haben. Aber es gibt einen Unterschied, wie ich darin gelebt habe und was ich heute klar sagen muss: Eine Diktatur kann keine Heimat sein" Ines Geipel Ines Geipels neues Buch "Umkämpfte Zone" ist Familiengeschichte und DDR-Geschichte zugleich. Sie sucht dabei Antworten auf das "Warum" der Radikalisierung der letzten Jahre, ohne dabei Opfererzählungen nach 1989 zu bedienen. Was hat die breite Zustimmung für rechtsextremes Gedankengut möglich gemacht? Warum dieser Hass auf den Staat? Ines Geipel folgt in ihrem Buch den politischen Mythenbildungen des neu gegründeten DDR-Staates, seinen Schweigegeboten und seinem Angstsystem. Vergangenheitsbewältigung konnte unter diesen Umständen kaum stattfinden. Vielmehr wurde eine Vergessenspolitik wirksam, die sich auch in den Familien spiegelte. Gemeinsam mit ihrem Bruder, den sie in seinen letzten Lebenswochen begleitete, steigt Ines Geipel in die "Krypta der Familie" hinab. Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach Westdeutschland. In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de