veranstaltungen im oktober 2019

veranstaltungen im oktober 2019

oktober 2019

Dienstag
01.10.19
17.00 Uhr
-

Literatur Schaufenster für Brigitte Kronauer und Peter Hamm

Ulrich Keicher

Veranstaltungsreihen: auf einen Kaffee, Literatur Schaufenster

Gespräch


Wir trauern um zwei deutsche Autor*innen, die auch dem Literaturhaus Stuttgart eng verbunden waren. Sie starben gleichen Tags am 22. Juli 2019: Brigitte Kronauer (1940-2019) und Peter Hamm (1935-2019). In der Vitrine im Foyer des Literaturhauses zeigen wir eine Auswahl aus dem Werk der beiden Schriftsteller. Brigitte Kronauer veröffentlichte ihr erstes Buch 1974 in der Ibnassus-Presse von Bert Schlender, es hieß "Der unvermeidliche Gang der Dinge" und war mit vier Zeichnungen des Freundes Dieter Asmus ausgestattet. Das Buch erinnert äußerlich noch an die Nach-68er-Zeit. In einem weiteren Kleinverlag erschienen 1977 kurze Texte mit dem Titel "Vom Umgang mit der Natur". 1980 erschien der erste Roman bei Klett-Cotta, "Frau Mühlenbeck im Gehäus", der sofort auf positive Reaktionen stieß. Danach folgten Romane, Erzählungen, Aufsätze bis heute - die Romangeschichten "Das Schöne, Schäbige, Schwankende" erscheinen diesen Herbst 2019 und sind der Abschluss ihres Werkes zu Lebzeiten. Peter Hamm wuchs in Oberschwaben bei seinen Großeltern auf. Er begann in Lindau eine Buchhändlerlehre und brach diese ab. Danach kam es, ohne akademische Ausbildung, zu einer literarischen Laufbahn, die ihm bereits 1954 eine Gedichtveröffentlichung in der Zeitschrift Akzente einbrachte und eine Lesung in der Gruppe 47. Darauf folgten zahlreiche Freundschaften mit Schriftstellern, was später seinen bedeutenden Ruf als Essayist und eindrucksvollen Vortragenden in der Bundesrepublik und in der Schweiz begründete. Seine engste in der Öffentlichkeit bekannte Freundschaft bezog sich auf Peter Handke, darüber darf aber auch jene mit Hermann Lenz nicht übersehen werden, und viele andere - dies schlug sich alles in seinem Werk nieder. Ort: Literaturhaus Stuttgart, Foyer EG / VINUM

Eintritt frei

 

Mittwoch
02.10.19
19.30 Uhr
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Gebrauchsanweisung fürs Scheitern

Heinrich Steinfest

Buchpremiere, Moderation: Denis Scheck


Bekannt wurde der österreichische Stuttgarter Schriftsteller vor allem mit seinen Kriminalgeschichten; in diesem Frühjahr stellte er seinen neuen Cheng im Literaturhaus vor. Und stand er 2014 mit seinem Roman "Der Allesforscher" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, so treiben Heinrich Steinfest abseits seiner zahlreichen Preise und Erfolge auch ganz andere Fragen um. So legt er nun im Piper Verlag druckfrisch eine "Gebrauchsanweisung fürs Scheitern" vor: Das Scheitern beginnt früh, darin besteht seine Macht. Natürlich lernen wir uns gegen die beständige Kraft der Misserfolge zu stemmen, der eingebildeten wie der tatsächlichen. Weshalb wir auch ein solches Theater um Triumphe, Goldmedaillen oder Intelligenzquotienten machen. Es ist unser Weg, gegen all die Beschränkungen, die uns auferlegt sind, anzukämpfen. Zugleich studieren wir begeistert das vertraute und fremde Unglück, die Fehlschläge und Blamagen. Heinrich Steinfest fragt nach der philosophischen Seite des Scheiterns ebenso wie nach den praktischen, dem Scheitern in der Kunst, in der Liebe - und beim Kochen.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
07.10.19
19.00 Uhr
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Über »Die Islandglocke« von Halldór Laxness

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Der wohl bekannteste Roman des isländischen Literaturnobelpreisträgers spielt in Island um 1700. Dem Land droht der Untergang. Es steht unter der Herrschaft der Dänen und wird von Hungersnöten und Seuchen heimgesucht. Nachdem der Bauer Jon Hreggvidsson den dänischen König verspottet hat, wird er öffentlich ausgepeitscht. Als er auch noch unter Mordverdacht gerät, wird Jon vor Gericht zum Tode verurteilt. Um diesem Urteil zu entkommen, beginnt er einen langen Kampf um Freiheit, in dessen Verlauf er das Land verlassen muss. Wir wollen mehr über Island und seine Geschichte erfahren und uns mit euch über eure Gedanken beim Lesen austauschen. Ort: Literaturhaus Stuttgart Anmeldung unter Eintritt: Euro 3,- / Mitglieder frei

 

Montag
07.10.19
19.30 Uhr
-

Die geheime Mission des Kardinals

Rafik Schami

Lesung und Gespräch, Moderation: Wolfgang Niess


"Der Sommer hatte sich bis Ende September gedehnt, jetzt hatte der Herbst in Damaskus Einzug gehalten. Als hätte er große Achtung vor der uralten Stadt, hatte er seit vier Wochen vor ihren Toren gekauert und auf seine Gelegenheit gewartet." Rafik Schami 1946 in Damaskus geboren, zählt Rafik Schami inzwischen zu den erfolgreichsten Autoren der Gegenwart; sein Werk wurde in mittlerweile über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sein neuer Roman "Die geheime Mission" des Kardinals führt uns tief in die Konfl ikte der syrischen Gesellschaft und in das berufliche Schicksal und die Liebe eines Kommissars: Noch herrscht Friede in Syrien. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt 2010 ein Fass mit Olivenöl angeliefert, darin die Leiche eines Kardinals. Kommissar Barudi will das Verbrechen aufklären; Mancini, ein Kollege aus Rom, unterstützt ihn und wird sein Freund. Auf welcher geheimen Mission war der Kardinal unterwegs? Wie stand er zu dem berühmten Bergheiligen, einem Muslim, der sich auf das Vorbild Jesu beruft? Bei ihrer Ermittlung fallen die beiden Kommissare schließlich in die Hände bewaffneter Islamisten.

Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

 

Donnerstag
10.10.19
19.00 Uhr
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Literatur im Turm - Über den Dingen

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stand = Schreibzirkel, zwischen/stopp = Exkursion


Drei Abende über die Dächer steigen und aus dem Alltag treten. Die neue Literaturreihe schafft Raum für Textgenuss und Auseinandersetzung. In minimalistischer Szenerie bei weit gehendem Verzicht auf Technik gibt es sozusagen “Literatur unplugged”: Nur die Stimmen der Sprechkünstler*innen, die Konzentration auf die Werke und ab und an ein Song. Danach ist Zeit, um bei einem Getränk mit Autor*innen, Künstler*innen und den anderen Gästen in den Austausch zu kommen. Nach Luke Wilkins und Julia Stanoeva lesen an diesem dritten und letzten Abend Jungautor*innen des Literaturhauses Texte, die sie für den Abend zu "Über den Dingen" geschrieben haben In Kooperation mit kreuz&quer, Evangelische Jugend Stuttgart und B27 (das Programm des Evang. Kreisbildungswerks für junge Erwachsene) Eintritt: 4,- Euro

 

Donnerstag
10.10.19
19.30 Uhr
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Aus der Dunkelheit strahlendes Licht

Petina Gappah

Veranstaltungsreihe: Membrane continued

Lesung und Gespräch, Moderation: Annette Bühler-Dietrich
Deutsche Lesung: Marit Beyer


"Ich wurde vom Geräusch rennender Füße und lauter Stimmen aus meinem Traum und allen Gedanken an mein früheres Leben gerissen. Mir war sofort klar, dass etwas nicht stimmte." Petina Gappah Ein großer Roman über ein unbekanntes Stück afrikanischer Kolonialgeschichte: Seit ihrer Jugend verfolgt Petina Gappah die Geschichte um David Livingstone - dem berühmten schottischen Missionar und Afrikaforscher, der sich dem großen geografischen Rätsel seiner Zeit verschrieben hatte, der Entdeckung der Nilquellen. Als Livingstone 1873 auf der Suche stirbt, will seine Gefolgschaft seinen Leichnam nach Schottland zurückbringen. So machen sich 69 Gefährten auf den Weg, ihn quer durch Afrika zu tragen, angeführt von einer jungen Frau - Halima, Livingstones scharfzüngiger Köchin. Vor ihnen liegt eine lebensbedrohliche Reise über 1.000 Meilen. Petina Gappah, 1971 in Harare, Simbabwe geboren, studierte Jura in Cambridge und Graz und arbeitete über zehn Jahre als Anwältin für internationales Handelsrecht bei der Welthandelsorganisation in Genf. Ihr jüngster Roman "Aus der Dunkelheit strahlendes Licht", von Annette Grube ins Deutsche übertragen, entstand während ihrer Zeit im Künstlerprogramm des DAAD in Berlin. Gappah lebt derzeit in Harare und ist für Simbabwes Regierung als internationale Handelsberaterin tätig. In Zusammenarbeit mit Akademie Schloss Solitude, dem Institut francais Stuttgart und dem Hospitalhof/Evangelisches Bildungszentrum

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
15.10.19
19.30 Uhr
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Die Jakobsbücher

Olga Tokarczuk

Lesung und Gespräch, Deutsche Lesung: Max-Walter Weise
Moderation: Schamma Schahadat
Übersetzung: Stefan Heck


Jüngst wurde ihr der Literaturnobelpreis zugesprochen und auch in Polen, in dem Land, in dem sie lebt und schreibt, wurde sie bereits mit den höchsten literarischen Preisen geehrt. Olga Tokarczuks neuer Roman "Die Jakobsbücher" ist ein metaphysischer wie lebenspraller Roman auf den Spuren einer der bedeutenden Figuren des 18. Jahrhunderts: Jakob Frank galt den einen als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer. 1726 im polnischen Korolówka geboren, 1791 in Offenbach am Main gestorben, war er als Anführer einer mystischen Bewegung, der Frankisten, fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, für die Moderne zu öffnen. Zeit seines Lebens setzte er sich für ihre Rechte ein, für Freiheit, Gleichheit und Emanzipation. Tausende Anhänger scharte er um sich, tausende Feinde machte er sich nicht minder. Und sie alle, Bewunderer wie Gegner, erzählen hier die Lebensgeschichte dieses Grenzgängers, den es weder bei einer Religion noch je lange an einem Ort hielt. Olga Tokarczuk zeichnet mit dem schillernden Porträt einer kontroversen Figur zugleich das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne. Der Roman wurde aus dem Polnischen übertragen von Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. In Zusammenarbeit mit der deutsch-polnischen Gesellschaft Baden-Württemberg Außer Haus: Liederhalle, Beethovensaal, Berliner Platz 1 - 3, Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
16.10.19
20.00 Uhr
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Max, Mischa und die Tet-Offensive

John Harstad

Veranstaltungsreihe: Gastland der Frankfurter Buchmesse 2019 Norwegen

Lesung und Gespräch, Deutsche Lesung: Irene Baumann
Moderation: Manfred Heinfeldner


Eine "Great American Novel", geschrieben von einem Norweger, der sein Romanpersonal durch viele Umwege und fünfzig Jahre amerikanische Geschichte schickt: Max Hansen wächst im norwegischen Stavanger der 80er Jahre auf, wo die Väter für Monate auf Ölplattformen verschwinden, während die Kinder im Märchenwald Vietnamkrieg spielen. Ein Idyll - bis Max’ Familie in die USA emigriert. Während der Vater nun um die ganze Welt fl iegt und so selten zu Hause ist, dass die Ehe der Eltern daran zu zerbrechen droht, rücken Max und seine einsame Mutter näher zusammen. Bis Mordecai kommt, der Max’ bester Freund wird und ihn mit Mischa bekannt macht, einer sieben Jahre älteren bildenden Künstlerin. Max und Mischa verlieben sich ineinander. Und sie ist es auch, die Max anstiftet, sich auf die Suche nach seinem geheimnisvollen Onkel zu machen, einem Vietnam-Kriegsveteranen, mit dem sein Vater vor langer Zeit gebrochen hat. Sie fi nden ihn im Apthorp-Building in Manhattan und ziehen bald bei ihm ein. Die unkonventionelle WG wird zum Epizentrum des Lebens von Max, Mischa, Mordecai und Onkel Owen. "Max, Mischa und die Tet-Offensive" ist ein weltumspannender Roman darüber, dass Heimat vor allem in uns ist und Familie eine Frage der Interpretation. Johan Harstad, geboren 1979 in Stavanger, lebt in Oslo.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
18.10.19
18.00 Uhr
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Scheize – Liebe – Sehnsucht: Ragnar Kjartansson

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


Melancholie, Liebe, Sehnsucht: Der isländische Künstler Ragnar Kjartansson wirkt wie ein Romantiker des 19. Jahrhunderts, wären da nicht die Ironie, die Persiflage, die ständige Wiederholung. Aufgewachsen als Kind zweier Schauspieler lässt er die Grenzen zwischen bildender Kunst, Literatur, Musik und darstellender Kunst verschwimmen und verbindet die verschiedenen Gattungen spielerisch beispielsweise in seinen Performances. Inhaltlich nimmt Kjartansson Bezug auf Künstlerstereotype und Motive der westlichen Erinnerungs- und Wissenskultur. So stellt er etwa in der Videoarbeit Scenes from Western Culture idyllische Szenen des Alltags nach, die auf entlarvende Weise vertraut erscheinen, inszeniert sich als Schauspieler und Musiker in unterschiedlichen Rollen, tritt als Pleinair- Maler, Dandy oder Ritter, als Opern-, Swing- oder Popsänger auf. Wir besuchen gemeinsam die Überblicksausstellung im Kunstmuseum Stuttgart und laden euch ein zur Diskussion: Über alles von Island über Drama bis Kulturkritik. Ort: Kunstmuseum Stuttgart, Treffpunkt Foyer Anmeldung unter Eintritt: Euro 11,-/8,- (inkl. Sammlung)

 

Dienstag
22.10.19
19.30 Uhr
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Gegen Morgen

Deniz Utlu

Lesung und Gespräch, Moderation: José F. A. Oliver


Was kostet uns das Leben? Deniz Utlu erzählt in "Gegen Morgen" von tiefen Erschütterungen und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt? In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Möglichkeiten eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten: Als Kara von Berlin nach Frankfurt fliegt, gerät das Flugzeug in ein schweres Gewitter. Im Angesicht des drohenden Absturzes scheint plötzlich Ramón wenige Reihen vor ihm zu sitzen. Ramón, der nie eingeladen war und immer kam, der auf dem Sofa in der Küche übernachtete, bis er von einem Tag auf den anderen verschwand. Nach einer Notlandung kehrt Kara ruhelos nach Berlin zurück, um sich auf die Suche nach Ramón und auf die Spuren seiner eigenen Vergangenheit zu begeben. Er findet ihn schließlich in einer Plattenbausiedlung, wenig später ist er indes erneut verschwunden. Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, studierte VWL in Berlin und Paris. Sein Debütroman, "Die Ungehaltenen", erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Er schrieb Kolumnen für den Tagesspiegel, hat Theaterstücke, Lyrik und Essays verfasst und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe "Prosa der Verhältnisse". Teile des Romans sind während seines Stipendiums auf der Akademie Schloss Solitude entstanden. In Zusammenarbeit mit Akademie Schloss Solitude

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
23.10.19
18.30 Uhr
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Masters of Virtual Worlds

Benjamin Rudolph, Christoph Rasulis

Veranstaltungsreihe: Dragon Days

Gespräch, Moderation: Eva Wolfangel


Für seine dystopische Cyberpunk-Romanreihe "Otherland" wurde dem Fantasy-Autor Tad Williams im Rahmen der Dragon Days 2013 der erste Schwäbische Lindwurm verliehen. Zur Preisverleihung 2013 vermittelte bereits der Prototyp der Total-AR-Brille von Benjamin Rudolf, wie es sich anfühlen könnte, sich in den Otherland-Romanen vollkommen in virtuelle Realitäten einzuklinken und sie hautnah zu erleben. Durch Oculus Rift, HTC Vive und andere VR-Brillen hat sich inzwischen viel verändert und das Thema hat die Dragon Days begleitet, etwa an der Ideentanke auf der Frankfurter Buchmesse. In Zusammenarbeit mit der MFG Baden-Württemberg widmen die Dragon Days diesen Abend nun den neuen virtuellen Welten. Die Schöpfer*innen dieser Welten geben Einblick in ihre Arbeit, stellen u.a. Projekte wie "Jack the Ripper" und "Blautopf VR" sowie weitere VR-Projekte vor. Das Publikum wiederum kann an diesem Abend seine eigenen Erfahrungen mit dem Medium sammeln. Im Rahmen des 8. Dragon Days Festivals und in Zusammenarbeit mit der MFG Baden-Württemberg Eintritt frei Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter:

 

Donnerstag
24.10.19
19.30 Uhr
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Der von den Löwen träumte & Wie ich Klavier spielen lernte

Hanns-Josef Ortheil

Lesung


Hanns-Josef Ortheils neuer Roman "Der von den Löwen träumte" folgt Ernest Hemingway, dem "Magier mit den schlichten Hauptsätzen und dem Gespür für alles Sinnliche", so Ortheil über den großen amerikanischenSchriftsteller. Als Hemingway 1948 nach Venedig reist,ist er in einer schweren Krise. Starke Depressionen haben dazu geführt, dass er lange keinen Roman mehr veröffentlicht hat. In der Einsamkeit eines Landhauses in der Lagune versucht er, wieder zurück zum Schreiben zu finden. Halt gibt ihm die Freundschaft zu einem jungen Fischer, der ihn auf der Entenjagd begleitet. Aber auch die Liebe zu einer achtzehnjährigen Venezianerin führt ihn ins Leben zurück. Langsam entsteht ein Venedig-Roman, während der junge Fischer die Atmosphären einer ganz anderen Geschichte wittert: Die von einem alten Mann und seiner Liebe zum Meer. Auch wird Hanns-Josef Ortheil einen Einblick in sein jüngst im Insel Verlag erschienenes Buch "Wie ich Klavier spielen lernte" geben. Seine Romane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt, er lebt in Stuttgart. Für das Literaturhaus kuratierte er von Beginn an literarischperformative Reihen wie "Ortheils Monologe" oder das "Stuttgarter Journal".

 

26.10.19
bis
06.11.19
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Membrane in Ouaga / Burkinafaso

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Festival


Vom 26. Oktober bis 6. November 2019 führen wir das Festival in Ouagadougou weiter. Um die Durchlässigkeit der Stuttgarter Fragen und Antworten zu testen, setzen wir die Diskussion in der Hauptstadt Burkina Fasos fort. Dort treten Autor*innen von „Membrane“ beim Festival FITMO am Espace Culturel Gambidi auf und arbeiten in Workshops mit jungen Künstler*innen vor Ort zusammen. Membrane at Ouaga / Membrane à Ouaga From October 26 through November 6 2019, the “Membrane” festival will continue in Ouagadougou. We extend our discussions to Burkina Faso’s capitol and put the questions and answers found in Stuttgart to the test. What about permeability after all? Authors of “Membrane” will perform at the FITMO festival at Espace Culturel Gambidi and offer workshops to young local artists.

 

Sonntag
27.10.19
20.00 Uhr
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Kintsugi

Miku Sophie Kühmel

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Lesung und Gespräch


Für die Reihe zwischen/miete werden Stuttgarter WGs zur Lesebühne: Autor*innen aus der jüngsten Schriftstellergeneration mieten sich ein, um aus ihren Texten zu lesen und sie ins Gespräch zu bringen. "Kintsugi" lautet der Titel des Romans von Miku Sophie Kühmel und beschreibt zugleich ein japanisches Kunsthandwerk, in dem zerbrochenes Porzellan mit Gold gekittet wird. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu fi nden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten. "Kintsugi" ist ein flimmernder Roman über die Liebe in all ihren Facetten und den Trost, den wir im Unvollkommenen finden. Und darüber, dass es weitergeht. Miku Sophie Kühmel wurde 1992 in Gotha geboren. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin und der New York University studiert, unter anderem bei Roger Willemsen und Daniel Kehlmann. "Kintsugi" ist ihr erster Roman, für den sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2019 ausgezeichnet wurde. Ort: Landhausstraße 20, 70190 Stuttgart Eintritt: Euro 5,- inkl. Bier & Brezel (Nur Abendkasse ab 19.30 Uhr, begrenzte Platzzahl)

 

Mittwoch
30.10.19
19.30 Uhr
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Miroloi

Karen Köhler

Veranstaltungsreihe: Auf Sendung

Lesung und Gespräch, Moderation: Katharina Borchardt


"Ich mach mich weg, drehe die Welt einmal um und setze mir die Schimpftirade als Krone auf, bis die Kinder von mir ablassen, weil in der Kurve beim Brunnen die alten Frauen auf ihren Stühlen sitzen und die jetzt dran sind." Karen Köhler Ihr Erzählband "Wir haben Raketen geangelt" gehörte 2014 zu den überraschendsten Debüts des Jahres. Nun legt Karen Köhler mit "Miroloi" ihren ersten Roman über eine junge Frau vor, die sich auflehnt gegen die Strukturen der Gesellschaft. Als Findelkind wächst sie in einer abgeschirmten Gesellschaft auf, in der Männer das Sagen haben, Frauen nicht lesen dürfen und Traditionen und heilige Gesetze den Alltag bestimmen. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut erzählt Miroloi eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte, ein Roman, in dem die Details leuchten und brennen. Karen Köhler hat Schauspiel studiert, lebt heute auf St. Pauli, schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa; ihre Theaterstücke stehen auf dem Spielplan vieler deutschsprachiger Bühnen. In Zusammenarbeit mit dem SWR2

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de