veranstaltungen im november 2018

veranstaltungen im november 2018

november 2018

Montag
04.06.18
19.00 Uhr
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Immer ist alles schön - Julia Weber

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Das Leben sei eine Wucht, sagt Anais' Mutter, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Anais und ihr Bruder Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in der Gestalt von Peter, der ihre Wohnung seltsam findet und nichts anfangen kann mit den tausend, auf der Straße zusammen gesammelten Dingen. In Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Außenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasie zurück. Mit leisem Humor erzählt Julia Weber in "Immer ist alles schön" von scheiternder Lebensfreude in einer geordneten Welt und davon, wie zwei Kinder versuchen, ihre eigene Logik dagegenzusetzen. Wir lesen das Buch, sprechen darüber und haben beim „Wetterleuchten“ am 30.6. die Gelegenheit, die Autorin zu treffen, zu hören und auszufragen. Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Mittwoch
06.06.18
20.00 Uhr
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Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch

Asli Erdogan

Lesung und Gespräch, Moderation: Sibylle Thelen
Deutsche Lesung: Irene Baumann


Aus gesundheitlichen Gründen muss die Lesung mit Asli Erdogan leider abgesagt werden. Bereits gekaufte Karten können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle rückerstattet werden. "Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch", titelt die ehemals inhaftierte türkische Romanautorin und Oppositionelle Aslı Erdoğan ihren Essayband, den sie im Literaturhaus Stuttgart vorstellt. Wegen ihrer Kolumnen in der pro-kurdischen Zeitung Özgür Gündem wurde Aslı Erdoğan nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei im August 2016 inhaftiert und viereinhalb Monate im Istanbuler Frauengefängnis Bakırköy festgehalten. Sie ist zur Symbolfigur für die Meinungsfreiheit und das Ausmaß der türkischen Willkürherrschaft geworden. 2017 erhielt sie den Stuttgarter FriedensPreis der AnStifter. Mit ihren Essays meldet sie sich eindrucksvoll zu Wort und nennt mutig und verzweifelt die Dinge beim Namen: Willkür und Unterdrückung, Gewalt, Folter, Schuld. Erdoğans poetische Sprache ist die der Romanautorin, ihre Botschaft ist unmissverständlich und für unser Zusammenleben in Europa zentral. Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses Stuttgart und des Bürgerprojekts Die AnStifter

 

Donnerstag
07.06.18
20.00 Uhr
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Hirnforschung

Wolf Singer

Veranstaltungsreihe: Wissenschaftsfragen

Gespräch, Moderation: Joachim Kalka


In der Reihe "Wissenschaftsfragen" spricht Joachim Kalka diesmal mit Wolf Singer, dem Doyen der neurophysiologischen Forschung in Deutschland. Der 1943 geborene Mediziner wurde 1981 Direktor der Abteilung für Neurophysiologie am Max-Plack-Institut für Hirnforschung in Frankfurt und ist selbst Gründer oder Mitgründer verschiedener wissenschaftlicher Institute. Seine auch international weitverzweigte, vielbeachtete Tätigkeit als Grundlagenforscher und Wissenschaftspublizist hat ihn deshalb so bekannt gemacht, weil das spezielle Erkenntnisinteresse der von ihm auch als Emeritus weiter betriebenen und vertretenen Hirnforschung grundlegende Fragen der Existenz wie die Freiheit des Willens oder die Schuldfähigkeit des Menschen unmittelbar berührt. In Zusammenarbeit mit dem IZKT und der Akademie für gesprochenes Wort

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
11.06.18
20.00 Uhr
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Zeit der Zauberer

Wolfram Eilenberger

Lesung und Gespräch, Moderation: Felix Heidenreich


Während die akademische Philosophie heute auf ihrem historischen Tiefpunkt angelangt sei, so Wolfram Eilenberger, markierten die Jahre 1919 bis 1929 eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der vier große Denker die Philosophie revolutionierten. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden. Wolfram Eilenberger, Chefredakteur des "Philosophie Magazins", erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers, der taumelnde Walter Benjamin, der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
12.06.18
20.00 Uhr
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Von Vögeln und Menschen

Margriet de Moor

Lesung und Gespräch, Moderation: Wolfgang Niess


"Das Buch ist so faszinierend, weil es einen Gedanken vertritt, den man sonst nirgends findet: Die Idee, dass die Entgleisung des Lebens nur so weit von unserem Alltag entfernt ist wie eine U-Bahn zu verpassen." Philipp Tingler, SRF Literaturclub Margriet De Moor gehört zu den profiliertesten und bedeutendsten holländischen Schriftstellerinnen und versteht sich auf die Untiefen menschlicher Beziehungen. Bereits ihr erster Roman "Erst grau dann weiß dann blau" (1993) wurde ein überragender Erfolg. Heute sind ihre Romane und Erzählungen in alle Weltsprachen übersetzt. In ihrem neuen Roman "Von Vögeln und Menschen" erzählt die ausgebildete Pianistin von drei starken Frauen. Eine Frau gesteht einen Mord, den sie nicht begangen hat. Aus diesem falschen Geständnis entwickelt sich die Handlung: Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof klafft eine Baugrube. Auf dem schmalen Steg davor begegnen sich zwei Frauen. Schreiend beginnt die jüngere auf die ältere einzuschlagen, bis diese in die Grube stürzt und den Tod findet. Seit ihrer Kindheit hat Marie Lina den Gedanken an Rache im Herzen getragen, an diesem Tag bricht er sich Bahn. Marie Linas Mann ist Vogelvertreiber am Flughafen, sie führen eine gute Ehe. Die tiefe Wut seiner Frau aber kann er nicht vertreiben. Warum hat Marie Linas Mutter einst einen Mord gestanden, den sie nicht begangen hat?

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
14.06.18
20.00 Uhr
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Blinder Fleck

Teju Cole

Lesung, Fotos, Gespräch, Moderation: Gesa Schneider
Deutsche Lesung: Sebastian Röhrle


Seine Bücher "Open City" und "Jeder Tag gehört dem Dieb" gelten als herausragende Werke der neueren amerikanischen Literatur und auch seine fotografische Arbeit wird international ausgestellt: In Nigeria aufgewachsen kam Teju Cole als Jugendlicher in die USA und lebt als Kunsthistoriker, Kritiker des "New York Times Magazine", Schriftsteller und Fotograf in New York. 2011 erlebte er eine Zeit vorübergehender Erblindung. Danach stellte sich ihm die Frage des Sehens neu, und er begann mit der Arbeit an seinem fotografischen Projekt und neuen Buch "Blinder Fleck", das im Juni dieses Jahres auch auf Deutsch erscheint. Die Bilder dieses Bandes sind Dokumente von Jahren des Unterwegsseins: der Schatten eines Baumes in Upstate New York. Ein junger Fremder im Kongo. Eine seltsame Konstellation in einem Berliner Park, während sich kurze Texte wie ein Voice-Over über die Bilder legen. Mehr als 150 Fotografien und Texte verbinden sich in seinem neuen Band zu einem lyrischen visuellen Essay, den er auf seiner kurzen Reise auch im Stuttgarter Literaturhaus vorstellt.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
18.06.18
20.00 Uhr
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Blutsbande

Christina von Braun, Antje Rávic Strubel

Veranstaltungsreihe: I am not. Feminismus in Literatur, Kultur und Gesellschaft

Lesung und Gespräch, Moderation: Catherine Newmark


Patchwork, Homo-Ehe, In-vitro-Fertilisation - was die einen als Untergang des Abendlandes bezeichnen, ist für andere eine Öffnung unserer Konzepte von Liebe, Beziehung und Familie. Die renommierte Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun blickt zurück in die Geschichte, um unsere Verwandtschaftskonzepte zu erklären. "Blut ist ein ganz besonderer Saft", sagt Mephisto zu Faust, den er den Pakt mit seinem Blut unterschreiben lässt. Für die Kultur des Westens sind "Blutsbande" auch die Basis von Verwandtschaftsbeziehungen, die sich im Zeitalter von Genetik und Reproduktionsmedizin jedoch einschneidend verändert haben, wenn zunehmend auch soziale und kulturelle Verwandtschaftsdefinitionen in den Vordergrund treten und um neue Geschlechter- und Elternschaftsmodelle erweitert werden. Mit ihr spricht die feministische Schriftstellerin und Übersetzerin Antje Ravic Strubel. In ihrem Roman „In den Wäldern des menschlichen Herzens“ spricht auch sie von der Freiheit, Identitäten beweglich zu denken, sowohl im eigenen Leben als auch in ihrer Literatur. Und in „Sturz der Tage“, Strubels Roman aus dem Jahr 2011, stehen Fragen der Blutsbande gleich direkt im Zentrum, ein Inzest wird nach der ‚Entdeckung‘ bejaht und gelebt. Gefördert im Rahmen des Literatursommers 2018 - eine Veranstaltungsreihe der Baden-Württemberg Stiftung, in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, FrideL und der Abteilung Neuere deutsche Literatur der Universität Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
19.06.18
20.00 Uhr
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Wie hoch die Wasser steigen

Anja Kampmann

Lesung und Gespräch, Moderation: Helmut Böttiger


"Anja Kampmann wagt eine Reise an die Wurzel unserer Gegenwart - atmosphärisch, intensiv, sinnlich.“ Lutz Seiler In Anja Kampmanns Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ begeben wir uns auf die Odyssee eines modernen Wanderarbeiters. In der scharfgestellten Wahrnehmung eines Brennglases und in traumsicherer Begehung der Gegenwart erzählt Anja Kampmann von Wenzel Groszak, einem Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, der in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund verliert. Nach dessen Tod reist Wenzel nach Ungarn, um der Familie seine zurückgelassenen Sachen zu übergeben. "Es ist die Sprache, die aus hoch technisierten Abläufen auf Ölbohrplattformen im offenen Meer und einer archaischen Existenz im Gebirge dieselben poetischen Funken schlagen kann," so Helmut Böttiger in der Süddeutschen Zeitung. Dieser Tod seines Freundes führt Wenzel an verschiedene Orte, die alle etwas mit seinem Leben, seiner Liebe zu Milena zu tun haben, doch wie wenig greifbar dieses Leben geworden ist, stellt sich erst im Lauf der Zeit heraus. Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, veröffentlichte in Zeitschriften, und erhielt bereits einige Auszeichnungen. Bei Hanser erschienen ihr Gedichtband "Proben von Stein und Licht" (2016).

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Sonntag
24.06.18
20.00 Uhr
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Über 'Erdbeben. Träume'

Marcel Beyer, Jossi Wieler, Sergio Morabito, Mitglieder des Produktionsteams der Oper Stuttgart

Gespräch, Musik und Texte


Libretto von Marcel Beyer nach Heinrich von Kleist "Erdbeben von Chili" Die letzte Premiere der Ära Wieler an der Oper Stuttgart ist eine Uraufführung. Für dieses Abschiedsereignis haben Wieler und sein Chefdramaturg Sergio Morabito nochmals weit aus- und zugleich große Literatur und Autoren ins Boot geholt. Im Auftrag der Oper Stuttgart komponiert Toshio Hosokawa, einer der bedeutendsten japanischen Komponisten, eine Oper nach Heinrich von Kleists Novelle "Das Erdbeben in Chili" (1807). Als Librettist konnte der Georg-Büchner- und Kleist-Preisträger, Lyriker, Erzähler und Essayist Marcel Beyer gewonnen werden, dessen Sprache unerhört präzise und hochmusikalisch zugleich ist. Mit ihr lotet er in seinen Romanen, Essay- und Gedichtbänden immer wieder neu katastrophische Ereignisse und ihre Verbindungslinien in der europäischen Geschichte aus. Eine Woche vor der Uraufführung "Erdbeben. Träume" stellen Marcel Beyer und Mitglieder des Produktionsteams im Literaturhaus das Sprachkunstwerk seines Librettos vor. In Zusammenarbeit mit der Oper Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
27.06.18
20.00 Uhr
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Wieder im Rampenlicht. Jüdische Rückkehrer in deutschen Theatern nach 1945

Anat Feinberg, Manfred Langner

Lesung und Gespräch, Moderation: Gerhard Hirschfeld


Remigration in ein "gebrochenes Leben": Lange Zeit war dies ein unterbelichtetes - mitunter zu heikles - Thema in der Zeitgeschichte. Das gilt auch für eine Berufsgruppe, die doch in ganz besonderer Weise 'im Rampenlicht' der Öffentlichkeit stand: jüdische Theaterkünstler. Anat Feinberg untersucht die Schicksale von 200 Theaterkünstlern, die nach 1945 entweder auf Dauer oder vorübergehend in einen der beiden Teile Deutschlands zurückkehrten. Zu den bekanntesten unter ihnen zählten Ernst Deutsch, Steffie Spira oder Claudius Kraushaar. Zwar gelang es der Mehrzahl der dauerhaften Rückkehrer, im deutschen Theaterleben wieder Fuß zu fassen, doch erwies sich für viele Remigranten die Rückkehr als eine Heraus- und mitunter auch als eine Überforderung. Nicht selten war es unmöglich, dort anzuknüpfen, wo die Karriere 1933 ein jähes Ende gefunden hatte. Erschwerend hinzu kamen die Narben der Vergangenheit: Ausgrenzung, Emigration und die langen Jahren im Exil hatten viele Remigranten gezeichnet. Manche Wunde verheilte nie. In Zusammenarbeit mit dem Alten Schauspiel Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
28.06.18
20.00 Uhr
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Rosen und Disteln. Ein Abend zum 150. Geburtstag von Stefan George

Ernst Osterkamp, Jan Wagner, Monika Rinck

Lesung und Gespräch


Rosen oder Disteln, was bekommt der Jubilar? Diese Frage stellt die Stefan George Stiftung anlässlich des 150. Geburtstages Stefan Georges am 12.6. an ihren Vorsitzenden, den Berliner Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp, sowie an zwei der wichtigsten deutschen Lyriker*innen unserer Zeit: Jan Wagner antwortet mit "aus dem Schilfpalast", und Monika Rinck gibt "Der George-Kreisel: Eine Operette". Jan Wagner, 1971 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. 2017 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Für seinen Gedichtband "Regentonnenvariationen" (2014) gewann er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse. Monika Rinck, geboren 1971 in Zweibrücken, lebt in Berlin. Neben zahlreichen Auszeichnungen und Dozenturen wurde sie 2015 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet; 2013 erhielt sie für ihren Gedichtband "Honigprotokolle" den renommierten Peter-Huchel-Preis. In Zusammenarbeit mit dem Stefan George Archiv in der Württembergischen Landesbibliothek

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Samstag
30.06.18
11.00 Uhr
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Wetterleuchten - Sommermarkt der unabhängigen Verlage

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Sommermarkt, Lesungen, Workshops, Performance, Ausstellungen, Liegestühle & Pool


Wenn rosa Wale im Neckar schwimmen und unter tropischen Palmen weiß gedeckte Büchertische stehen, dann ist es wieder Zeit für's WETTERLEUCHTEN - den Sommermarkt der unabhängigen Verlage. Noch vor der Sommerpause können Sie einen ganzen Tag lang zuhören, blättern, leise staunen und beglückt jubeln - und natürlich auch kaufen: Stellen Sie Ihre ganz persönliche Sommerlektürekiste zusammen und nehmen Sie das literarische Wetterleuchten, den Widerschein der unabhängigen Verlage, vom Liegestuhl am Literaturhaus gleich mit an den Urlaubsstrand! Der Markttag wird begleitet von einem internationalen Bühnenprogramm aus Prosa, Lyrik und Comics über die große Liebe und scheiternde Träume, die europäische Avantgarde und schwäbische Rebellen, eine Reise in den indischen Himalaya und zum entlegenen Planeten Damiem. Paperrazza tuscht Portraits, eine Schnipsel- und Klebewerksatt gibt's für alle Kinder und zum Abschluss lassen wir die Korken knallen bei der Verleihung des Preises für literarisch ambitionierte Kleinverlage in Baden-Württemberg. Über 40 Verlage aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz sind dabei: avant-Verlag * AvivA Verlag * Binnoki * Bohem Press * Cass Verlag * Das kulturelle Gedächtnis * Die Andere Bibliothek * DerDiwan Hörbuchverlag * Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung * Literaturverlag Droschl * edition clandestin * edition fünf * Edition Solitude * edition Tiamat * edition totale eclipse * EXP.edition * Frankfurter Verlagsanstalt * Griot Hörbuch Verlag * Guggolz Verlag * Hirzel Verlag * Ink Press * Jung und Jung * Klöpfer & Meyer * Lilienfeld Verlag * Limmat Verlag * Lost Books * Luftschacht * MaroVerlag * Merz Akademie * Mikrotext * Parallelallee * Reprodukt * Secession Verlag* Septime * Staatliche Akademie der Bildenden Künste * Transit Buchverlag * Tropen-Verlag * Tulipan Verlag * Ulrich Keicher Verlag * Verbrecher Verlag * Verlag Das Wunderhorn * Verlag die Brotsuppe * Weidle Verlag * Weissbooks Unterstützt wird das Ganze vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Peter Horvath-Stiftung, der Stadt Stuttgart, dem Wirtschaftsclub im Literaturhaus e.V. sowie Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
11.15 Uhr
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Nanuli - Bittere Bonbons

Ketino Bachia

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung


Nach siebzig Jahren als Teil der Sowjetunion, nach Bürgerkriegsjahren, Unabhängigkeitsbestrebungen und Krieg mit Russland wächst in Georgien heute eine neue Generation heran, die auch in der Literatur neue Töne anschlägt. Dreizehn Autorinnen geben Einblicke in ihr Land und seine Geschichte. Sie entwerfen teils üppige, teils verstörende, immer aber sinnliche Bilder, die im Sinne des magischen Realismus verschiedene Realitäten miteinander ins Spiel bringen - farbenprächtige Bilder von Lebensentwürfen einer Gesellschaft, die im Begriff ist, sich neu zu finden. Alle Autorinnen - darunter Nino Haratischwili, Tamta Melaschwili und Ketino Bachia - sind nach 1970 geboren. Ketino Bachia studierte Englische Philologie und Literatur in Tbilissi. 1996 emigierte sie nach Deutschland und studierte in Freiburg Katholische Theologie. Ihre Erzählung "Nanuli" aus "Bittere Bonbons" (Verlag edition fünf) handelt vom Ankommen in Deutschland.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
11.45 Uhr
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Deutsches Wörterbuch

Christian Rotta, Carsten Pfeiffer

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Lesung: Magnus Rook


Im April 1849 beginnt Jacob Grimm mit der Ausarbeitung der ersten Artikel für "Das Deutsche Wörterbuch", das größte und umfassendste Wörterbuch zur deutschen Sprache. Er wendet sich den Buchstaben A, B, C zu, Bruder Wilhelm steigt beim D in die Arbeit ein - und es beginnt ein lexikographisches Martyrium. Erst 1961 wird das Werk mit Band 33 abgeschlossen, darin zeugen ca. 320.000 Stichwörter auf 34.824 Seiten von der Wunderkammer und dem Wortgedächtnis der deutschen Sprache. Christian Rotta, Verleger der Originalausgabe (Hirzel Verlag) und Peter Graf, Herausgeber der Neuausgabe (Verlag Das kulturelle Gedächtnis), stellen unbekannte Wortschönheiten, anzügliche Kuriositäten und märchenhaft-exotische Wortkreationen aus den vergessenen Magazinen dieses Wortmuseums vor und diskutieren über die Auswahl der Neuausgabe.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
12.00 Uhr
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Editions-Studio

Demian Bern, Ricardo Portilho

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Workshop


Im oberen Foyer des Literaturhauses eröffnen Demian Bern (EXP.edition, Stuttgart) und Ricardo Portilho (Belo Horizonte, Brasilien) ein Editions-Studio. Dort sind die Besucher eingeladen, kleine Publikationen zu fertigen. Das Vokabular: Fragmente aus Texten und Bildarchiven, die individuell erweitert werden können. Die Grammatik: kurze Handlungsanweisungen. Die Produktionsstraße lädt ein zum Flanieren mit den Fingern: der gesamte Herstellungsprozess ist auf wenigen Metern zusammengefasst und führt vom Erfinden zum Gestalten und über den Druck zur Bindung - oder anders herum. Demian Bern ist Gestalter, Initiator der künstlerischen Plattform EXP.edition und Herausgeber von Künstlereditionen. Ricardo Portilho lehrt in Brasilien Visuelle Kommunikation und ist derzeit Stipendiat für Design an der Akademie Schloss Solitude. Das Editions-Studio im Literaturhaus ist neugierig, denkt mit Fingern und Papier, verständigt sich mit Händen und Füßen und freut sich auf kreative Flaneure im Workshop!

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
12.30 Uhr
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Helligkeit fällt vom Himmel - James Tiptree JR


Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung, Lesung: Jürgen Schütz


Eine Novafront zieht an dem entlegenen kleinen Planeten Damiem vorbei und lockt einen bunten Haufen Besucher an: Forscher, Touristen, Heilung Suchende und einen Trupp jugendlicher Pornostars mit ihrem Agenten, der in aufsehenerregender Kulisse einen Film drehen will. Sie alle kommen in dem Gästehaus unter, das von drei Wächtern zum Schutz der Bewohner des Planeten betrieben wird. Finster ragt die Vergangenheit in die heiter-erotische Gegenwart und finster scheinen die Absichten einiger der Besucher. James Tiptree Jr. ist das männliche Pseudonym von Alice B. Sheldon. Sie zählt unter Science-Fiction-Fans zu den großen Klassikern. Ihr zweiter und gleichzeitig letzter Roman "Helligkeit fällt vom Himmel" (Septime Verlag) erscheint erstmals in deutscher Übersetzung und schließt die 10-bändige Werkausgabe ab.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
13.00 Uhr
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Hier beginnt der Wald

Saskia Hennig von Lange

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Moderation: Robert Willrich


Der Namenlose der Erzählung "Hier beginnt der Wald" (Verlag Jung und Jung) soll einen Lastwagen voll Umzugsgut in eine andere Stadt bringen. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht: vor sich selbst und seinen Kindheitserinnerungen, aber vor allem vor seiner Frau und ihrem gemeinsamen, ungeborenen Kind. Nach einem Unfall verkriecht er sich im Wald. Hier kommt es zu einer Begegnung, die ihn herausfordert und mit sich selbst konfrontiert - und auch den Leser nicht unberührt zurücklässt. Geboren 1976 lebt Saskia von Henning Lange in Frankfurt. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
13.45 Uhr
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Lieber Liebe als Schokolade

Elke Bader, Tina Walz

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Gespräch und Hörstück, Moderation: Irene Ferchl


Sie ist so uralt wie das Menschengeschlecht. Unzählige Male wurde sie besungen. Sie ereignet sich immer aufs Neue und bleibt doch unergründbar, bisweilen kompliziert, fragil und schmerzhaft: die Liebe. Geht sie doch unter die Haut, ja mitten hinein ins Herz. Für das Hörbuch (Griot Hörbuch Verlag) wurden die schönsten Gedichte und Texte über die Liebe ausgesucht: von den Gedanken Platons über Goethe, Rilke, Gottfried Benn, Rose Ausländer bis hinein in die Neuzeit mit Gedichten von Kurt Schwitters, Joachim Ringelnatz und aktuell von Albert Ostermaier und Clemens J. Setz. Die Texte werden umspielt von Klangcollagen bekannter Stücke der Klassik. Ausgewählt von Elke Bader, gesprochen von Oliver Hermann unter der Regie von Tina Walz.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
14.00 Uhr
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Leseohren aufgeklappt!

Vorlesepaten

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung (ab 3 Jahre)


Das Stuttgarter Projekt "Lesohren aufgeklappt!" ist die größte Vorleseinitiative im deutschsprachigen Raum. Für das WETTERLEUCHTEN schicken die Leseohren ihre Vorlesepat*innen vorbei, um allen jungen und junggebliebenen Besucher*innen vorzulesen und sie für das Buch zu begeistern. ... weitere Lesungen um 15 und 16 Uhr

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
14.00 Uhr
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Humbug & Variationen - Ion Luca Caragiale


Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Literaturperformance, Kuratorin: Frederike Wiechmann
Lesung: Vorlesepaten, Ramon Schmid


Ion Luca Caragiale (1852-1912) galt wegen seiner tiefen Verwurzlung in der rumänischen Sprache lange Zeit als unübersetzbar. Die deutsche Übersetzung von Eva Ruth Wemme ist im Frühling beim Verlag Guggolz erschienen. Mit seinen Erkundungen in die feinsten psychologischen Verästelungen, seinem Abtauchen in die tiefsten menschlichen Niederungen und die abgelegensten sprachlichen Milieus hat Caragiale ein umfassendes Bild seiner Mitmenschen und deren sozialen Verflechtungen geliefert, wie es sie heute nicht mehr gibt. Steigen Sie in den Paternoster, hören und entdecken Sie Unbändiges, Feinsinniges und Urkomisches in allerkürzesten Leseschnipseln! ... weitere Kabinenperformance um 15.30 Uhr

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
14.00 Uhr
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Paperrazza zeichnet Portraits

Lea Dohle

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Livezeichnen


Paperrazza zeichnet in wenigen Minuten und mit reduzierten Pinselstrichen ein kleines Portrait ihres Gegenübers. Dabei geht es nicht um ein realgetreues Abbild einer Person, sondern um die grafische Abstraktion und Übersetzung in eine andere Bildsprache. Die schwarzweißen Portraits, die mit japanischer Tusche auf hochwertigem Papier entstehen, erinnern an klassische Polaroid-Fotografien. Jede Zeichnung ist ein Schnappschuss, die man als Erinnerung mit nach Hause nimmt. Die Stuttgarter Illustratorin Lea Dohle hat an der Kunstakademie Stuttgart Kommunikationsdesign studiert und arbeitet freischaffend im Atelier Schlecker. Sie illustriert für verschiedene Magazine und Unternehmen, wie die Wirtschaftswoche und ZEIT Online.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
14.15 Uhr
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Immer ist alles schön

Julia Weber

Veranstaltungsreihen: Wetterleuchten, zwischen/miete-spezial

Lesung und Gespräch, Moderation: Sandra Potsch, Elena Oehrlich


Das Leben sei eine Wucht, sagt Anais' Mutter, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Anais und ihr Bruder Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Julia Weber, 1983 in Moshi (Tansania) geboren, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und lebt in Zürich. 2012 hat sie den Literaturdienst gegründet (www.literaturdienst.ch ). Ihr preisgekrönter Debütroman "Immer ist alles schön" ist im Limmat Verlag erschienen. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
14.30 Uhr
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Die Nacht des Elefanten

Katharina Sieg

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Kinder-Workshop


Oh Elefant! Du bist groß, stark, furchtlos und stolz. Heute Nacht wollen wir bei dir schlafen. Der Elefant nickt stumm. Er ist der große Elefant, was soll er tun? Dabei ist doch er derjenige, der nachts nicht schlafen kann, weil er wild wird, wenn er Geräusche hört und Dinge sieht, die gar nicht da sein können: schreckliche Dinge. Unglaubliche Dinge. Dinge, die kein Elefant beschreiben kann. Martin Baltscheits Geschichte von der "Nacht des Elefanten" (Verlag Bohem Press), wurde von Katharina Sieg in einer unglaublich farbstarken Technik umgesetzt: Sie hat auf dem Leuchttisch für das Buch geschnipselt, geklebt und gestaltet was das Zeug hält, mit Seiden- und Transparentpapieren - jedes Motiv hat die Strahlkraft einer Laterne. Wer wird dann noch Angst im Dunkeln haben?! Nichts wie ran an Papier, Schere und Kleber und bastel Dir Dein leuchtendes Fensterbild!

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
15.00 Uhr
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Nur das Geistige zählt. Vom Bauhaus in die Welt – Re Soupault


Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung, Lesung: Irene Baumann


Bublitz, Kolberg, Bauhaus Weimar, Berlin, Paris, Tunesien, Nord-Mittel-Südamerika, New York, das sind nur einige Stationen in Re Soupaults Leben als Bauhaus-Schülerin, Avantgarde-Filmerin, Modejournalistin, Modemacherin, Fotografin, Übersetzerin, Studentin bei Karl Jaspers und Schriftstellerin. Einen Teil ihrer Erinnerungen verfasste sie schon in den 1970er Jahren als Briefe. Dieser erste Teil der Erinnerungen (Verlag Das Wunderhorn) reicht von den 1910er Jahren bis 1949. Mit ihrem unbestechlichen, klaren Blick beschreibt sie eine durch zwei Weltkriege geprägte Welt im Umbruch. Gleichzeitig ist ihr Text ein einmaliger Blick auf das kulturelle Leben der europäischen Avantgarde. Bis kurz vor ihrem Tod 1996 arbeitete sie an der Fortschreibung ihrer Biographie.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
15.30 Uhr
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Der Ausbruch – Albertine Sarrazin

Claudia Steinitz

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Moderation: Florian Höllerer
Lesung: Chantal Busse


Zum ersten Mal nicht in einer Einzelzelle, teilt Anick Damien mit Dirnen, Diebinnen und verlausten Analphabetinnen schreibend den Alltag in Frauenknästen in Frankreich. Unter allen sticht Maria heraus, mit ihr plant sie minutiös den Ausbruch und richtet sich damit immer wieder auf, das Mantra ihres ebenso inhaftierten Ehemanns im Ohr: „Wir sind allein, mein Schatz. Ganz allein“. Claudia Steinitzs Neuübersetzung (INK Press) von "Der Ausbruch" ("La Cavale") zeigt ein Panoptikum, das realisieren lässt - hier geht es um unser eigenes Menschsein. Albertine Sarrazin wurde 1937 geboren. Sie wächst zunächst als Adoptivkind in einem bürgerlichen Elternhaus auf. Die Teenagerjahre verbringt sie in Besserungsanstalten, ein Raubüberfall bringt sie ins Gefängnis. Mit 19 gelingt ihr die Flucht und sie lernt ihren Mann kennen. 1964 schreibt sie "L'Astragale" ("Astragalus") und wird, von Simone de Beauvoir entdeckt, schlagartig berühmt. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftun

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
16.15 Uhr
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13 Schundromane


Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung, Lesung: Ursi Anna Aeschbacher, Patrick Suhm


13 Autor*innen haben sich für eine Hommage an den Schundroman (Verlag Die Brotsuppe) zusammengetan. Alle hatten längstens zehn Tage Zeit zum Schreiben und herausgekommen sind nervenraubende, gruselige, schleimige, zarte, angsteinflössende und auch happy endende Geschichten. Vorgelesen wird aus Schundroman 1 "Eine wie keine": Ach du Schreck, da liegt Winnie Grok! Wer wollte die dreibeinige Tänzerin tot? Echsenkommissar Exekiel Weck setzt alles daran, den Mord zu klären - und verfällt, bevor er’s merkt, den üppigen Reizen des Tanztheaters. Autor Raul Rabbassi stammt aus einer Familie von Tierpräparatoren, sollte selbst ein solcher werden, doch entschied sich gegen diesen Weg. Schundroman 2 "Die Frau ohne Gedächtnis": Hunger wird von einem Auto überfahren. Sie verliert ihr Gedächtnis. Erst langsam kehren die Erinnerungen zurück. Autorin Modesty Maissen hatte ein sehr gefährliches Leben, bis sie die Nerven verlor. Seither schreibt sie Hörspiele, Drehbücher und Romane. Und geht jeden Morgen fischen. Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
16.45 Uhr
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Ungewisses Manifest

Frédéric Pajak

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Moderation und Übersetzung: Ruth Gantert


Frederic Pajaks "Manifeste incertain" ist ein ambitioniertes Buchprojekt, das insgesamt 9 Bände umfassen wird. Der Autor verschränkt darin Text und Bild zu einem bedrückend schönen Gesamtkunstwerk. Die Bände verschmelzen in loser Reihenfolge persönliche Erinnerungen des Autors mit den Schicksalen historischer Personen. Im ersten Band des "Ungewissen Manifests" (Verlag edition clandestin) wechselt die Erzählung hin und her zwischen Pajaks Erinnerungen an seine Kindheit und Jugendzeit und der Beschreibung verschiedener Episoden im Leben Walter Benjamins in den 1930er Jahren. Frederic Pajak, geboren 1955, ist ein französisch-schweizerischer Schriftsteller, Zeichner und Herausgeber. Ruth Gantert, geboren 1967, leitet zur Zeit die dreisprachige Literaturzeitschrift "Viceversa". Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
17.00 Uhr
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Neues vom fliegenden Kamel

Paul Maar, Capella Antiqua Bambergensis, Murat Coskun, İbrahim Sarıaltın

Lesung und Konzert, Musik: Capella Antiqua Bambergensis
Sprecher: Murat Coskun, İbrahim Sarıaltın


Paul Maar ist einer der erfolgreichsten europäischen Autoren für Kinder- und Jugendliteratur. Im Auftrag des Goethe-Instituts ist er weltweit unterwegs. Seine Bücher wie das Sams, Lippels Traum, der tätowierte Hund, wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und weltweit in mehr als 34 Sprachen übersetzt. Die Auflage seiner Bücher liegt bei mehr als 4 Millionen Exemplaren. Zusammen mit der Capella Antiqua Bambergensis, Murat Coskun und Ibrahim Sarialtin entstand ein kurzweiliges facettenreiches und einzigartiges interkulturelles Live-Projekt in deutscher und türkischer Sprache, das nun mit neuem Programm auf große Deutschlandtour gehen wird. 2013 erhielt „das fliegende Kamel“ den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, 2015 wurde das Projekt mit dem deutschen Medienpreis „LEOPOLD 2015“ ausgezeichnet. Das fliegende Kamel wurde vom Auswärtigen Amt in die Ernst Reuter Initiative aufgenommen. „Was seid ihr nur für Gläubige! Wenn ich eine gute Predigt halte, schlaft ihr ein. Wenn ich aber Lügen erzähle, wacht ihr auf und hört mir zu!“ Nasreddin Hodscha ist der Held zahlreicher seit dem 14. Jahrhundert überlieferter Narrengeschichten aus dem Orient. Mal kommt er ganz wunderlich daher, mal tritt er als klug-listiger Fürsprecher für sich oder andere ein und regt durch seine hintergründigen Weisheiten zum Nachdenken an. Paul Maar persönlich erzählt in seinem faszinierenden Werk einige der wundervollen Nasreddin-Geschichten auf seine besondere Art nach. Darüber hinaus hat er dem überlieferten einen modernen Nasreddin gegenübergestellt und erfindet ganz neue Schelmengeschichten aus dem Hier und Heute. Diese literarisch-musikalische Reise in das Land des Nasreddin Hodscha unternimmt nun Paul Maar zusammen mit der Capella Antiqua Bambergensis, das aus Schloß Wernsdorf stammende Ensemble sorgt für die besondere klangliche Stimmung mit den Musikstücken aus arabischen Landen. Als Sprecher und Musiker sorgen Murat Coskun und Ibrahim Sarialtin für die ganz besonderen Momente dieses einzigartigen Kulturprojekts. Familienprogramm ab 8 Jahren In Kooperation mit dem Literaturpädagogischen Zentrums des Literaturhauses Stuttgart, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, dem Hospitalhof Stuttgart und dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart Außer Haus! Hospitalhof, Büchsenstraße 33, Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/5,-

 

Samstag
30.06.18
17.30 Uhr
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Der Anfang ist eine etwas längere Geschichte - Christine Hämer-Rühle

Therese Hämer

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung


Schon im Alter von vier Jahren durchlebt das Kölner Mädchen im Bombenkrieg erste Schrecken und Angstzustände. Die Sorgen der Erwachsenen bleiben der kleinen Christine nicht verborgen. Was sie nicht verstehen kann, beobachtet sie umso genauer. Die Erinnerungen an ihre frühe Kindheit werden Christine Hämer-Rühle ein Leben lang begleiten. Anfang 1944 entkommt sie der Bedrohung, als sie zu Verwandten aufs Land geschickt wird. Mit Erwachsenen, Kindern und Tieren schließt sie prägende Freundschaften. Doch der Krieg, Leid und Tod erreichen auch den Hof. Im Chaos der letzten Kriegsjahre sind die Kinder beteiligt am einfallsreichen Überlebenskampf der Großfamilie. Das Buch ist im Stuttgarter Verlag Lost Books erschienen.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
18.00 Uhr
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Der Geschichtenhändler

Stanislaw Strasburger

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Moderation: Jörg Armbruster


Mirek ist ein junger Geophysiker, den es am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts beruflich nach Syrien verschlägt. Doch sein Job ist öde. Fasziniert von der Umgebung, sammelt er sein Geld zusammen und kündigt die Gassuche in der Wüste auf. Von nun an lebt er in Billighotels in Aleppo, Damaskus und dem jordanischen Akaba. Irgendwann stößt er darauf, dass sein polnischer Name auf Arabisch gelesen (also von rechts nach links) Kerim lautet - der Barmherzige. Doch was heißt das schon, wenn der sagenumwobene Kalif Harun al-Raschid ein Hotelboy ist, und es eine Verlobte nur gibt, damit man etwas zu erzählen hat? "Der Geschichtenhändler" (Secession Verlag) liefert Momentaufnahmen aus der Zeit kurz vor den Konflikten, die heute die Region und die Berichterstattung hierzulande dominieren. Stanisław Strasburger, 1975 in Warschau geboren, lebt als Schriftsteller, Journalist und Kulturmanager zwischen Köln, Warschau und Beirut.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
18.45 Uhr
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Akademie Schloss Solitude stellt vor

Simar Preet Kaur

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung und Gespräch, Moderation: Joana Leite
Deutsche Lesung: Frederike Wiechmann


Die Artikel und erzählenden Essays von Simar Preet Kaur sind in zahlreichen Publikationen erschienen, darunter Commonwealth Writers und National Geographic Traveler. Sie begann als Reiseschriftstellerin und gab bis 2013 in Mumbai JetWings heraus, ein Luftlinienmagazin. Dann zog sie in den Himalaja und ließ sich zur Lastwagenbeifahrerin ausbilden. Dieses Jahr ist sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude, wo sie an ihrem ersten Buch arbeitet. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Straße durch den Himmel, welche das Vorgebirgsland des Himalajamassivs mit der hochgelegenen Region Ladakh verbindet. Truckerfahrer transportieren dort in den fünf Monaten, welche die Straße im Jahr offen ist, Zement, Öl, Waren des täglichen Bedarfs und Touristen. Mit ihrer Lesung erzählt sie vom Juni in jener Landschaft. Im Rahmen des Städtepartnerschaftstags am 30.06.18 und der Städtepartnerschaft Mumbai-Stuttgart.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
19.15 Uhr
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In Stiefeln durch Stuttgart, mit Hut durch Berlin

Joe Bauer, Klaus Bittermann

Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Lesung


Joe Bauer und Klaus Bittermann lesen einträchtig nebeneinander und ergänzend, aus ihren Büchern (Verlag edition Tiamat) vor, in denen sie von ihren Streifzügen durch ihre Wohnorte Stuttgart und Berlin berichten, mit Witz, Understatement und philosophischen Abschweifungen. Joe Bauer, Jahrgang 1954, schreibt für die Stuttgarter Nachrichten die Kolumne "Joe Bauer in der Stadt" und zieht mit "Joe Bauers Flaneursalon" durch die Stadt. Klaus Bittermann, 1952 geboren, wuchs im fränkischen Kulmbach auf, wurde der Schule verwiesen, wanderte nach Nürnberg aus und lebt seit 1981 als Verleger und Autor in Berlin.

Eintritt frei

 

Samstag
30.06.18
20.00 Uhr
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Baden-Württembergischer Preis für Literarisch Ambitionierte Kleinverlage


Veranstaltungsreihe: Wetterleuchten

Preisverleihung und Lesung, Preisübergabe: Theresia Bauer
Lesung: Chantal Busse, Patrick Suhm


Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg verleiht im Jahr 2018 wieder einen Preis für literarisch ambitionierte Kleinverlage in Baden-Württemberg. Damit würdigt das Land Verlegerinnen und Verleger, die mit kleinen und unabhängigen Betrieben die Buch- und Lesekultur durch anspruchsvolle Vorhaben bereichern. Kunstministerin Theresia Bauer wird den mit 12.500 Euro dotierten Preis überreichen. Sprecher*innen der Hochschule für Musik Stuttgart stellen das Verlagsprogramm in einer eigens für diesen Anlass komponierten Textcollage vor. Stoßen Sie im Anschluss mit uns auf den Preisträger an!

Eintritt frei

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de