veranstaltungen im mai 2018

veranstaltungen im mai 2018

mai 2018

Freitag
02.03.18
20.00 Uhr
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Die sanfte Gleichgültigkeit

Peter Stamm

Veranstaltungsreihe: Auf Sendung

Gespräch und Lesung, Moderation: Katharina Borchardt


Was sind das für Figuren, die Peter Stamm in knappen Strichen und zugleich vielen Schattierungen in seinen Romanen zeichnet? In welcher Ebene der Wirklichkeit bewegen wir uns? Welche Antworten suchen wir auf unsere großen existenziellen Fragen? Wo hakt sich die Fiktion in Erinnerung und Sehnsucht ein? Was können wir steuern, was haben wir in unserer Hand? Fragen, die sich an sein bisheriges Werk wie auch an seinen neuem Roman stellen lassen. Und die Antwort auf die letzte Frage lautet: Im Zweifel nicht viel. In Stamms neuen Roman trifft Christoph auf Lena. Vor zwanzig Jahren liebte er eine Frau, die ihr ähnlich, ja nahezu gleich war. Er kennt das Leben, das sie führt, weiß, was ihr bevorsteht. Peter Stamm führt uns in "Die sanfte Gleichgültigkeit" in lakonischem Ton in die Verschiebungen und Überlagerungen von Vergangenheit und Gegenwart hinein, die die Figuren als Versehrte daraus hervorgehen lässt - eingeflochten in die Geschichte einer unerklärlichen Nähe. In Zusammenarbeit mit dem SWR2, Sendung 17.04.18 22.03 Uhr

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
05.03.18
19.00 Uhr
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Der alte Mann und das Meer - Ernest Hemingway

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


„A man can be destroyed but not defeated.” Es ist die Geschichte des alten kubanischen Fischers Santiago und seinem größten Fang. Der alte Mann ist vom Pech verfolgt: Seit 84 Tagen fängt er keine Fische mehr und gerät dadurch in Existenznot. Selbst sein treuer Lehrling Manolin sieht sich gezwungen, auf einem anderen Boot anzuheuern. Eines Morgens beschließt Santiago, ganz alleine hinaus in den Golfstrom zu fahren… und fängt den größten Fisch seines Lebens. Es beginnt eine unbarmherzige, qualvolle Schlacht mit dem riesigen Marlin. Mit der einfachen, mächtigen Sprache einer Fabel greift Hemingway zeitlose Themen auf, erzählt vom Mut im Angesicht der Niederlage und vom persönlichen Triumph. Ist dieser Klassiker also wirklich nur die Geschichte eines Fischfangs? Lesen wir nach! Lesen wir neu! Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Montag
05.03.18
20.00 Uhr
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Die Büglerin

Heinrich Steinfest

Buchpremiere, Gespräch und Lesung, Moderation: Denis Scheck


Buße am Bügelbrett? Tonia Schreiber ist Büglerin. Mit der Hand bügelt sie die Wäsche ihrer vermögenden Heidelberger Kunden. Die Arbeit erledigt sie mit Sorgfalt und Präzision, obgleich sie schlecht bezahlt wird. Denn das Bügeln ist ihre Form der Sühne einer Tat, die ihr Leben radikal verändert hat. Ein Leben unter besten Vorzeichen: Als Tochter renommierter Botaniker verbrachte sie ihre Kindheit auf einer Segeljacht, lebte später in Wien in der elterlichen Villa und zog gemeinsam mit ihrer Halbschwester ihre Nichte Emilie auf - bis diese auf tragische Weise starb. Tonia gab ihre Freunde, ihren Reichtum, die Wissenschaft auf, verließ ihre Heimatstadt Wien und begann zu bügeln. Doch das Leben ist noch nicht ganz fertig mit ihr. Denn der Zufall spielt ihr etwas in die Hände, das Emilies Tod in ein anderes Licht rückt. Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren, lebt in Stuttgart, wurde mehrfach mit bedeutenden Krimipreisen ausgezeichnet, wurde bereits zweimal für den Deutschen Buchpreis nominiert und erhielt 2016 den Bayerischen Buchpreis für "Das Leben und Sterben der Flugzeuge".

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
07.03.18
20.00 Uhr
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Queeres Lesen hören

Kristof Magnusson, Lann Hornscheidt

Veranstaltungsreihe: Hörraum | Dichterlesen.net

Gespräch, Moderation: Solveig Bostelmann, Tom Zille


"Dichterlesen.net" - mit diesem Titel platziert sich DAS Online-Tonarchiv literarischer Veranstaltungen schlechthin im digitalen Raum - präsentiert werden aktuelle bis hin zu historisch einmaligen Tondokumenten, Diskussionen und Werkstattgesprächen. Das Literarische Kolloquium Berlin war Initiator des Projekts, das seit 2015 online ist. Partner sind neben dem Literaturhaus Stuttgart das Literaturarchiv Marbach und das Literaturhaus Basel. Die dort archivierten und aufbereiteten Lesungen werden auf diese Weise weltweit zum kostenfreien Nachhören angeboten. Begleitet wird das Portal durch regelmäßige "Hörräume". Für den neuen Hörraum im März mit dem Titel "Queeres Lesen hören" haben Kristof Magnusson und Lann Hornscheidt Texte von Autor*innen ausgewählt, die für sie eine ganz bestimmte Qualität haben: sie sind allesamt geschrieben mit einem dezidiert queeren Blick auf die Welt. Bei der Auswahl ging es vor allem um die Perspektive, aus der diese Autor*innen erzählen. Schließlich machen bis heute die meisten queeren Menschen die Erfahrung, in einer Welt aufzuwachsen, die nicht für sie gemacht ist, und diese Erfahrung prägt die künstlerische Arbeit: All diese Autor*innen würden anders schreiben, hätten sie nie ihre sexuelle Identität in Frage gestellt. Es gibt ihn also, den ganz besonderen queeren Blick auf die Welt! Zur Onlineschaltung des Hörraums stellen Kristof Magnusson und Lann Hornscheidt Aufzeichnungen von Lesungen und Gesprächen mit Carolin Emcke, Édouard Louis und Hanya Yanagihara vor und bringen sie ins Gespräch: Queeres Lesen hören! Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der S. Fischer Stiftung. In Zusammenarbeit mit dem Christopher Street Day Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
08.03.18
20.00 Uhr
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Der große Plan

Wolfgang Schorlau

Buchpremiere, Lesung und Gespräch, Moderation: Max Herre


ACHTUNG Neuer Termin und Ort: Donnerstag 08.3.18 20 Uhr Maritim Hotel Stuttgart - Alte Reithalle, Seidenstraße 34, 70174 Stuttgart Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden. Statt seinen Strandurlaub auf Kreta zu verbringen, ist der Stuttgarter Ermittler Georg Dengler in Griechenland dem großen Geld und den Machenschaften der "Euro-Retter" auf der Spur. Der neue und zugleich erste richtig gut bezahlte Auftrag führt ihn zugleich an seine Grenzen, sein bisher größter Fall droht zu scheitern: Wer hat die EU-Beamtin Angela Förster entführt? Was hatte sie mit der sogenannten Griechenlandrettung zu tun? Und vor allem: Wo sind die Milliarden europäischer Steuergelder wirklich gelandet? Das Berliner Auswärtige Amt will, dass Dengler die - vermutlich entführte - Mitarbeiterin Angela Förster findet. Mithilfe seiner technikaffinen Freundin Olga gelingt es ihm, vier verdächtige Männer zu identifizieren. Indes werden sie, bevor er sie befragen kann, allesamt ermordet und Denglers Ermittlungen enden in einer Sackgasse. Doch nach einem neuen Anlauf stößt er auf das größte Geheimnis der sogenannten Griechenlandrettung, auf Namen und Institutionen, auf deren Konten die vielen Milliarden europäischer Steuergelder gelandet sind. Nur gerät er damit selbst ins Visier... Auch Wolfgang Schorlaus neuem Kriminalroman "Der große Plan" gehen umfangreiche Recherchen zum Thema voran. Seine Krimis wurden nicht nur vielfach ausgezeichnet, sondern auch mehrfach verfilmt. Zur Buchpremiere lädt das Literaturhaus in die Reithalle des Maritim. Das Gespräch mit Wolfgang Schorlau führt der Rapper, Singer-Songwriter und Musikproduzent Max Herre. Mit freundlicher Unterstützung durch das Hotel Maritim Stuttgart Außer Haus! Maritim Hotel Stuttgart - Alte Reithalle, Seidenstraße 34, 70174 Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
09.03.18
20.00 Uhr
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Was zu Dir gehört

Garth Greenwell

Gespräch und Lesung, Moderation: Jan Wilm
Deutsche Lesung: Robert Kuchenbuch


"Ein Roman, so schön und rein wie Poesie" schreibt Hanya Yanagihara über diesen berührenden amerikanischen Debütroman "Was zu dir gehört", ein Buch über die Macht von Scham, Sehnsucht und Begehren. Ein amerikanischer Expat betritt die öffentlichen Toiletten des Kulturpalasts von Sofia, Bulgarien. Dort unten, wo niemand einfach so hingeht, trifft er Mitko, der Charisma ausstrahlt und Gefahr. Der Amerikaner bezahlt Mitko für Sex und trifft ihn danach immer wieder, gefangen in seinem Begehren und in einer Beziehung, in der Zärtlichkeit bald umzuschlagen droht in Gewalt. Und während er sich seiner komplizierten Vergangenheit stellen muss, kann er weder seinem Verlangen entkommen noch den Privilegien als Ausländer, die ihn von Mitko trennen. Garth Greenwell wurde 1978 in Louisville, Kentucky geboren. Er hat unter anderem an der Harvard University und am Iowa Writers’ Workshop studiert. Er lebt in Iowa City. In Zusammenarbeit mit dem Christopher Street Day Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
12.03.18
20.00 Uhr
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Die Maske

Fuminori Nakamura

Lesung und Gespräch, Deutsche Lesung: Thomas Eggenberg
Moderation: Thomas Klingenmaier


Die mächtige japanische Kuki-Familie folgt einer menschenverachtenden Tradition: der jeweils jüngste Sohn des alternden Patriarchen, der am Ende seines Lebens noch ein Kind zeugt, wird dazu erzogen, das Böse über die Menschheit zu bringen. Grund dafür ist die Hybris des Mächtigen: Wenn er sterben muss, soll alles mit ihm vergehen. Fumihiro Kuki ist elf Jahre alt, als sein Vater ihn zu sich ins Arbeitszimmer ruft und ihm erklärt: "Ich habe dich gezeugt, damit du ein Geschwür für diese Welt bist." Und so erhält Fumihiro eine Ausbildung, deren Ziel Zerstörung und Unglück ist, so viel ein einzelner Mensch nur vermag. Doch er hat ganz andere Pläne: Fumihiro will ein guter Mann werden und liebt das Mädchen Kaori - und damit wird sein eigener Vater zum schlimmsten Feind. Fuminori Nakamura, 1977 in Tokai geboren, lebt in Tokio. 2003 erschien sein Debüt "Ju" ("Pistole"). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. "Die Maske" kommt in diesem Jahr in Japan ins Kino.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
13.03.18
20.00 Uhr
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Die Religion und das Geld

Eberhard Stilz

Veranstaltungsreihe: Wirtschaft

Vortrag und Diskussion, Moderation: Achim Dannecker


"Glauben Sie an den Wert des Geldes?" Mit dieser Frage lädt der Wirtschaftsclub im Literaturhaus ein, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs für das Land Baden-Württemberg und der Stiftung Weltethos, Eberhard Stilz, auf seiner gedanklichen Reise zu folgen. Von den Stationen Ökonomie und „richtiges“ Geld geht es zu Reichtum und Geld in den Religionen, um schließlich bei der Ethik und der Suche nach dem Sinn von Geld und Reichtum anzugelangen. Wie wird am Ende die Antwort lauten? Mit Eberhard Stilz ins Gespräch kommt Achim Dannecker, Partner bei Gleiss Lutz Rechtsanwälte, Stuttgart. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsclub im Literaturhaus e.V.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
16.03.18
20.00 Uhr
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Moonglow

Michael Chabon

Lesung und Gespräch, Deutsche Lesung: Stefan Wancura
Moderation: Bernhard Robben


"Mit 'Moonglow' legt der US amerikanische Pulitzerpreisträger Michael Chabon seinen neuen Roman vor, eine Geschichte über Umwege und Unfälle, die dem Leben eine neue Richtung geben, und über die Geheimnisse, die man erahnt, aber nicht sieht", so die Washington Post. Michael Chabon erzählt von seinem unkonventionellen Großvater, der einst den Raketeningenieur Wernher von Braun in Deutschland jagte und ein in vielerlei Hinsicht leidenschaftliches und bemerkenswertes Leben führte. In den Episoden aus der Lebensgeschichte seines Großvaters finden sich die großen Themen der amerikanischen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts wieder - von der Mond-Raumfahrt bis zum Mauerfall. Ein in den USA gefeierter großer Roman, der u. a. von der Washington Post und dem Wall Street Journal zum Book of the Year gewählt wurde und nun von Andrea Fischer ins Deutsche übertragen wurde. Michael Chabon, geboren 1963 in Washington D.C., lebt mit seiner Familie in Berkeley, Kalifornien. Für sein umfangreiches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Pulitzer-Preis für "Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay". In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Sonntag
18.03.18
11.00 Uhr
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Europa lesen

Lukas Bärfuss, Juri Andruchowytsch

Veranstaltungsreihe: The future of Europe

Gespräch und Lesung, Moderation: Katharina Raabe


Die Idee des Nationalstaats beruhe auf einem räumlichen Hoheitsgebiet, die Realität hingegen sei längst eine ganz andere und der Nationalstaat am Ende. Nicht zuletzt die Situation in der Ukraine zeige, was das veraltete Konzept der Nation anrichte, sagt der Schweizer Dramatiker und Schriftsteller Lukas Bärfuss, der sich immer wieder in politische und gesellschaftliche Diskussionen zur Schweiz und zu Europa zu Wort meldet. Mit Blick auf die Schweiz beobachtet er vor allem Ausprägungen einer regionalen statt nationalen Identität, wenn er in Rechnung stellt, dass es "sehr schwierig herauszufinden ist, was überhaupt noch das gemeinsame Interesse ist - etwa zwischen einem Tessiner und einem Zürcher." Mit ihm ins Gespräch kommt der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch, der sich ebenfalls beharrlich öffentlich einmischt, im Ringen der Ukraine und ihrer gesellschaftlichen Erneuerung als Land Europas. Bereits 2004 hat er zusammen mit Andrzej Stasiuk den Essayband "Mein Europa" veröffentlicht, in dem er als "poetischer Landvermesser" (FAZ) literarische Portraits einer bis dahin noch vielfach unbekannten Landschaft entworfen hat, die sowohl auf polnischem, slowakischem, tschechischem, ungarischem, rumänischem und ukrainischem Territorium liegt. Jüngst erschien sein "Kleines Lexikon intimer Städte", ein Alphabet aus 44 Städten - in dem auch Stuttgart nicht fehlt. Mit den beiden diskutiert die Lektorin und herausragende Vermittlerin mittel- und osteuropäischer Literatur, Katharina Raabe. Eine Veranstaltung des Literaturhauses Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart in der Reihe "The future of Europe" sowie im Rahmen von "Heimat - Internationale Wochen gegen Rassismus in Stuttgart. Eintritt: 6,- € (Karten unter )

 

Dienstag
20.03.18
20.00 Uhr
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Der endlose Sommer

Madame Nielsen

Lesung und Gespräch, Moderation: Martina Grohmann
Deutsche Lesung: Sebastian Röhrle


"Eine literarische Entdeckung. Als Leser wurde ich mitgerissen vom Fluss, der Weisheit und dem Witz des charmanten Erzählers. Als Autor beneide ich Madame Nielsen um ihren meisterhaften Text." Sjón Autor*in, Sänger*in, Performer*in und Künstler*in - In Skandinavien ist 'Madame Nielsen' ein Star, ließ sich vor vielen Jahren als identitätslos erklären, lebte längere Zeit ohne Namen und reiste z.B. von der mazedonischen Grenze aus auf den Routen der Flüchtlinge bis Passau, immer der Frage auf der Spur: Was macht der Flüchtlingsstatus mit der eigenen Identität? Er/Sie bezeichnet sich als europäisch und sagt über sich selbst: "Nielsen ist kein Mann, aber auch keine Frau. Vielleicht ist Nielsen einfach ein menschliches Wesen." Nun erscheint ihr erster Roman "Der endlose Sommer", ins Deutsche übertragen von Hannes Langendörfer. Ein flirrender Text, der die Grenzen des Erzählens sprengt, eine Geschichte einer kleinen Gruppe von Menschen, die im Spiel um die Liebe, die Freundschaft und die Kunst aus der Zeit in einen endlosen Sommer geworfen werden, in dem alles möglich und schicksalsentscheidend ist. Der endlose Sommer - das ist dieser Ort, der nie existiert hat und an den wir nie zurückkehren können, ein Augenblick der Jugend, in dem alles erkennbar und verwirrend zugleich erscheint - und den wir alle noch einmal erleben möchten. In Zusammenarbeit mit dem Christopher Street Day Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
21.03.18
20.30 Uhr
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Retrotopia - Lokstoff!

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


Nirgendwo begegnen sich die Menschen so nackt wie im Schwimmbad. Suchen die einen dort nur Entspannung, arbeiten die anderen an der mentalen und körperlichen Leistungssteigerung. Die Badegäste stehen für zwei Haltungen: Die Reaktionären, die sich mit Wehmut an vergangene, bessere Zeiten zurückerinnern und die Selbstoptimierer, die alles dafür tun, um nur ja nicht den Anschluss zu verlieren. Jeder will das Becken für seine Zwecke instrumentalisieren. Wird es dem Bademeister gelingen, den Säure- Basehaushalt wiederherzustellen, oder provoziert er sogar die Drift in die Extreme? Mit dem neuen LOKSTOFF!-Stück über die Angst in der Gesellschaft und die Leichtigkeit, die uns das Wasser vorgibt, begeben wir uns ins Heslacher Hallenbad. Also packt die Badeschlappen ein und seid mit dabei! Ort: Hallenbad Heslach, Mörikestraße 62, Stuttgart Eintritt: 28,50 / 17,40 €, Anmeldung bis zum 19.2. unter

 

Freitag
23.03.18
10.00 Uhr
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Wanted: Wendelin Niedlich - Ausstellungsverkauf


"Wanted: Wendelin Niedlich!" Anlässlich seines 90. Geburtstag zeigte das Literaturhaus Fotoalben, Bücher, Kunst und Anderes, Berührendes, Ernstes wie Komisches aus Niedlichs Buchladen und der Zeit seines wilden wie wichtigen Wirkens in Stuttgart. Kuratiert wurde die Ausstellung von Heike Gfrereis und gestaltet von Diethard Keppler. Nun muss sie alsbald abgebaut werden - und wir öffnen nochmals für einen Tag unsere Tür: Wer die beharrliche Kraft dieser kleinen Buchhandlung und ihres Inhabers und dessen Überzeugung "Literatur ist gefährlich!" also zu sich nach Hause nehmen möchte: Es ist möglich! Wir verkaufen die Einzeldrucke und -pappen inkl. Originale aus der Buchhandlung, darunter Grafik von Wolfgang Schmid, Jan Peter Tripp, Arno Waldschmidt und Fritz Meckseper am 23.03.18, von 10 - 17 Uhr. 77 Prozent des Erlöses kommen Wendelin Niedlich zu, mit dem Rest unterstützen Sie die Arbeit des Stuttgarter Literaturhauses.

 

Freitag
23.03.18
20.00 Uhr
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Der böse Mensch

Lorenz Just

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs


Lorenz Just, Jahrgang 1983, liest aus seinem literarischen Debüt, dem Erzählband ''Der böse Mensch''. Das allumfassende Motto des Bösen, das über den Geschichten schwebt, beschwört die Frage herauf, was dieses ‚Böse‘ überhaupt sei. Der Band liefert darauf ganz bewusst keine Antwort - mit bemerkenswert neutralen Stimmen werden Figurationen dieses Phänomens präsentiert, die den Leser dazu verleiten die Kategorie des Bösen neu zu wägen. Stück für Stück werden die Außenschichten der Protagonisten abgeschält bis sich die ungeahnten Abgründe offenbaren, die sich etwa hinter dem zunächst mitleidserweckenden Friseur oder dem alt-lieblichen Bibliotheksbesucher verstecken. Mit seinem Debüt über das Böse und den Umgang mit Gewissen, Schuld und Systemkonformität gelingt Just eine kleine poetische Reminiszenz an die lange missverstandene Chiffre der Banalität des Bösen. Eintritt: Euro 5,- (inkl. Bier & Brezel) Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl Ort: Tulpenstraße 48, Stuttgart

 

Montag
26.03.18
20.00 Uhr
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Andreas Hofer, Intendant der IBA 2027 in Stuttgart: Ideen zur Stadtkultur

Andreas Hofer

Veranstaltungsreihe: Architektur

Vortrag


In zehn Jahren soll die Internationale Bauausstellung (IBA) 2027 StadtRegion Stutt-gart innovative Ansatzpunkte und Konzepte für Architektur und Städtebau aufzeigen. Erst kürzlich wurde der Schweizer Architekt Andreas Hofer einstimmig zum Intendanten gewählt und übernimmt damit die künstlerisch-inhaltliche Leitung der Ausstellung. In einer Abendveranstaltung des Architektur-Forums Baden-Württemberg spricht und diskutiert Herr Hofer über Aneignungsprozesse, kreative Nischen und die Rolle der Kultur im Stadtentwicklungsprozess. VertreterInnen der IBA Summerschool (ABK Stuttgart) und Stadtlücken e.V. werden die Veranstaltung mit zwei kurzen Impulsvorträgen eröffnen. Andreas Hofer, geboren 1962 in Luzern, studierte Architektur an der ETH Zürich. Er ist seit 1993 Partner im Planungs- und Architekturbüro Archipel. Er war Mitinitiant und Vorstandsmitglied der Genossenschaft Kraftwerk1 und unter-stützt die Genossenschaft bis heute bei ihren neuen Projekten. Er engagiert sich für den genossenschaftlichen Wohnungsbau bei der Verbandsar-beit und als Berater. Aus dieser Tätigkeit entstand die Genossenschaft mehr als wohnen und ihr erstes Projekt auf dem Hunziker Areal. Seit seinem Bezug im Jahre 2015 leitet er als Mitglied der Geschäftsleitung das Ressort Forschung und Innovati-on. Andreas Hofer publiziert regelmäßig in verschiedenen Medien zu Architektur-, Städtebau- und Wohnungsfragen, begleitet Wohnbauprojekte als Jurymitglied in Wettbewerben und engagiert sich in der Lehre an Hochschulen.

Eintritt frei

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de