Programm
Programm

zwischen/lese
Montag 08.01.18 19 Uhr
Tyll - Daniel Kehlmann

"Sprachtrunken, bildersatt und verzaubert habe ich den neuen Roman von Daniel Kehlmann zugeklappt: So ein Wunderbuch begegnet einem nichts jedes Jahr!", urteilt Denis Scheck in der Sendung Druckfrisch. Einmal mehr spielt Daniel Kehlmann gekonnt mit Fiktion und historisch Beglaubigtem, denn auch wenn Tyll Ulenspiegel nicht in das 17. Jahrhundert gehört, ist die Rückkehr dieses Spötters nirgends angebrachter als angesichts dieser in krassem Elend versunkenen und fromme Lügen verstrickten Zeit, in der ein Leben keinen Gegenwert hat. Also schreibt euch den neuen Kehlmann auf den Wunschzettel und diskutiert mit uns ins neue Jahr hinein.

Eintritt: Euro 3,-/Mitglieder frei
Ort: Literaturhaus Stuttgart

zwischen/stopp
Montag 29.01.18 20.00 Uhr
Tyll
Daniel Kehlmann
Lesung und Gespräch
Moderation: Ijoma Mangold

"Tyll" ist die Neuerfindung einer legendären Figur: In seinem neuen Roman setzt Daniel Kehlmann Tyll Ulenspiegel ins 17. Jahrhundert in ein kleines Dorf. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, und die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf ihren Wegen durch das von Religionskriegen verheerte Land begegnen sie Menschen, wie dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat und dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler und Provokateur, der eines Tages beschloss niemals zu sterben.

In Kooperation mit dem Hospitalhof Stuttgart

Ort: Hospitalhof, Büchsenstraße 33, Stuttgart
Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

zwischen/miete – special
Freitag, 26.1. ab 18 Uhr
Passhöhe - Schweizer Stimmen
AJAR collective, Martina Clavadetscher, Ralph Dutli, Serpentina Hagner, Jürg Halter, Dana Grigorcea und Perikles Monioudis

Sie benennt die tiefstmögliche begehbare Stelle eines Bergkamms, eines Gratverlaufs oder Höhenrückens und birgt auf diese Weise zugleich ein Minimum und Maximum in sich: Die Passhöhe. Diese nehmen wir zum Anlass, ein konzentriertes und dichtes Minimum in Form eines langen Abends der Schweizer Literatur mit dem Maximum zusammenzubringen, mit aufregenden, neuen wie bekannten Schweizer Autor*innen, die wir in literarischer wie ästhetischer Formatvielfalt vorstellen. Das Programm setzt sich zusammen aus Bühnenperformance, Comic, Vortrag, Lesung und Gespräch, mit Einblicken in die Schweizer Nachwuchsschmiede, Gesprächen und Lesungen mit einem schreibenden Paar und Präsentation eines Schreibkollektivs AJAR, das nicht allein, sondern zusammen die Feder in die Hand nimmt. Mehr auf www.literaturhaus-stuttgart.de

Eintritt: 10,- / 8,- / 5,- Euro
Ort: Literaturhaus Stuttgart


zwischen/miete
Freitag, 2.2. 20 Uhr
Stadt der Feen und Wünsche - Leander Steinkopf

Er läuft durch Berlin, ohne Ziel und ohne Aufgabe. Läuft vorbei am durchoptimierten Leben der Berlin-Mitte-Bewohner an die Ränder der Stadt, wo zwischen Spielkasinos und Heroinkügelchen kleine grüne Rasenflecken die Überbleibsel einer optimistischeren Vergangenheit bilden. Leander Steinkopf, Jahrgang 1985, lässt seinen Protagonisten mit romantischem Pessimismus durch Berlin streifen. Mit einem abgeklärten und dennoch zärtlichen Gespür für ihre Schwächen betrachtet er seine Mitmenschen, ohne sich in Hybris zu verlieren, denn auch vor dem eigenen Ich macht die Erkenntnis nicht Halt. Wir folgen in Steinkopfs sprachlich virtuoser Erzählung „Stadt der Feen und Wünsche“ den Schritten des Protagonisten, dessen verliebter Blick auf die verhasste Stadt ihn vor purem Zynismus bewahrt.
Leander Steinkopf studierte in Mannheim, Berlin und Sarajevo. Er arbeitete als freier Journalist für die FAZ und die FAS, veröffentlichte literarische Essays im Merkur und schreibt Komödien für das Theater. Er lebt in München.

Eintritt: 5,- Euro (inkl. Bier & Brezel)
Nur Abendkasse ab 19.30 Uhr, begrenzte Platzzahl
Ort: Nobelstr. 13B, Stuttgart


zwischen/lese
Montag, 5.2. 19 Uhr
DER GOLDENE HANDSCHUH – Heinz Strunk

Phantastisch düster, grell komisch und unendlich traurig: In seinem 2016 erschienen Roman erzählt Heinz Strunk die Geschichte von Fritz Honka, einem Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, der selbst durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt geistig und körperlich gezeichnet ist, suchte sich seine Opfer in der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Und damit ist man mittendrin in der infernalischen Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Schnaps und Elend. Dabei achtet der Autor auf historische Genauigkeit, zeigt Mitgefühl mit seinem ungeheuerlichen Protagonisten und lässt Arm und Reich zwischen Alkohol, Sex, und Verbrechen aufeinanderprallen. Bei einem Bier diskutieren wir über Fritz Honka und andere literarische Serienmörder.

Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro
Ort: Literaturhaus Stuttgart
(Rowohlt Taschenbuch 10,99€)

zwischen/stopp
Samstag, 10.2. 19 Uhr
KNEIPENTOUR DURCH STUTTGART

„Man kann auch schlechter abstürzen, aber nicht in Stuttgart!“ (Vincent Klink). Geleitet vom alkoholischen Reiseführer des Stuttgarter Lift-Magazins ziehen wir los, um Stuttgarts rauchigste und finsterste Ecken zu erkunden: Die Pinten und Kaschemmen, in denen das Herrengedeck ganz oben auf der Getränkekarte steht.

Treffpunkt: Stuttgart Stadtmitte, Rotebühlplatz
Kosten: Je nach Pegel


zwischen/lese
Montag, 5.3. 19 Uhr
DER ALTE MANN UND DAS MEER – Ernest Hemingway

„A man can be destroyed but not defeated.” Es ist die Geschichte des alten kubanischen Fischers Santiago und seinem größten Fang. Der alte Mann ist vom Pech verfolgt: Seit 84 Tagen fängt er keine Fische mehr und gerät dadurch in eine Existenznot. Selbst sein treuer Lehrling Manolin sieht sich gezwungen, auf einem anderen Boot anzuheuern. Eines Morgens beschließt Santiago, ganz alleine hinaus in den Golfstrom zu fahren… und fängt den größten Fisch seines Lebens. Es beginnt eine unbarmherzige, qualvolle Schlacht mit dem riesigen Marlin. Mit der einfachen, mächtigen Sprache einer Fabel greift Hemingway zeitlose Themen auf, erzählt vom Mut im Angesicht der Niederlage und vom persönlichen Triumph. Ist dieser Klassiker also wirklich nur die Geschichte eines Fischfangs? Oder steckt darin viel mehr? Wir lesen Hemingways Novelle und diskutieren über diese und weitere Fragen.
Ort: Literaturhaus Stuttgart

Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro
(Rowohlt Taschenbuch 8,99€)


zwischen/stopp
Mittwoch, 21.3. 20.30 Uhr
RETROTOPIA – LOKSTOFF!

Nirgendwo begegnen sich die Menschen so nackt wie im Schwimmbad. Suchen die einen dort nur Entspannung, arbeiten die anderen an der mentalen und körperlichen Leistungssteigerung. Die Badegäste stehen für zwei Haltungen: Die Reaktionären, die sich mit Wehmut an vergangenen, besseren Zeiten zurückerinnern und die Selbstoptimierer, die alles dafür tun, um nur ja nicht den Anschluss zu verlieren. Jeder will das Becken für seine Zwecke instrumentalisieren. Wird es dem Bademeister gelingen, den Säure- Basenhaushalt wiederherzustellen, oder provoziert er sogar die Drift in die Extreme? Mit dem neuen LOKSTOFF!-Stück über die Angst in der Gesellschaft und die Leichtigkeit, die uns das Wasser vorgibt, begeben wir uns ins Heslacher Hallenbad. Also packt die Badeschlappen ein und seid mit dabei!

Ort: Hallenbad Heslach, Mörikestraße 62, Stuttgart
Eintritt: 28,50 / 17,40 Euro
Anmeldung bis zum 19.2. unter u35@literaturhaus-stuttgart.de


zwischen/miete
Freitag, 23.3. 20 Uhr
Der böse Mensch
Lorenz Just

Lorenz Just, Jahrgang 1983, liest aus seinem literarischen Debüt, dem Erzählband ››Der böse Mensch‹‹. Das allumfassende Motto des Bösen, das über den Geschichten schwebt, beschwört die Frage herauf, was dieses ‚Böse‘ überhaupt sei. Der Band liefert darauf ganz bewusst keine Antwort – mit bemerkenswert neutralen Stimmen werden Figurationen dieses Phänomens präsentiert, die den Leser dazu verleiten die Kategorie des Bösen neu zu wägen. Stück für Stück werden die Außenschichten der Protagonisten abgeschält bis sich die ungeahnten Abgründe offenbaren, die sich etwa hinter dem zunächst mitleidserweckenden Friseur oder dem alt-lieblichen Bibliotheksbesucher verstecken. Mit seinem Debüt über das Böse und den Umgang mit Gewissen, Schuld und Systemkonformität gelingt Just eine kleine poetische Reminiszenz an die lange missverstandene Chiffre der Banalität des Bösen.

Eintritt: 5,- Euro (inkl. Bier & Brezel)
Nur Abendkasse ab 19.30 Uhr, begrenzte Platzzahl
Ort: Tulpenstraße 48, Stuttgart


Unser Model trägt eine Brille von ic! Berlin, ausgesucht bei www.silberblick-optik.de.

Kontakt
Kontakt

noch Fragen?
Dann schreib uns: u35@literaturhaus-stuttgart.de
oder ruf an: 0711 / 22 02 17 3

keine Fragen?
Dann melde Dich einfach für einen oder alle Termine per Mail oder Telefon an!