Programm
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zwischen/stopp
Mittwoch, 21.3. 20.30 Uhr
RETROTOPIA – LOKSTOFF!

Nirgendwo begegnen sich die Menschen so nackt wie im Schwimmbad. Suchen die einen dort nur Entspannung, arbeiten die anderen an der mentalen und körperlichen Leistungssteigerung. Die Badegäste stehen für zwei Haltungen: Die Reaktionären, die sich mit Wehmut an vergangenen, besseren Zeiten zurückerinnern und die Selbstoptimierer, die alles dafür tun, um nur ja nicht den Anschluss zu verlieren. Jeder will das Becken für seine Zwecke instrumentalisieren. Wird es dem Bademeister gelingen, den Säure- Basenhaushalt wiederherzustellen, oder provoziert er sogar die Drift in die Extreme? Mit dem neuen LOKSTOFF!-Stück über die Angst in der Gesellschaft und die Leichtigkeit, die uns das Wasser vorgibt, begeben wir uns ins Heslacher Hallenbad. Also packt die Badeschlappen ein und seid mit dabei!

Ort: Hallenbad Heslach, Mörikestraße 62, Stuttgart
Eintritt: 28,50 / 17,40 Euro
Anmeldung bis zum 19.2. unter u35@literaturhaus-stuttgart.de


zwischen/miete
Freitag, 23.3. 20 Uhr
Der böse Mensch
Lorenz Just

Lorenz Just, Jahrgang 1983, liest aus seinem literarischen Debüt, dem Erzählband ››Der böse Mensch‹‹. Das allumfassende Motto des Bösen, das über den Geschichten schwebt, beschwört die Frage herauf, was dieses ‚Böse‘ überhaupt sei. Der Band liefert darauf ganz bewusst keine Antwort – mit bemerkenswert neutralen Stimmen werden Figurationen dieses Phänomens präsentiert, die den Leser dazu verleiten die Kategorie des Bösen neu zu wägen. Stück für Stück werden die Außenschichten der Protagonisten abgeschält bis sich die ungeahnten Abgründe offenbaren, die sich etwa hinter dem zunächst mitleidserweckenden Friseur oder dem alt-lieblichen Bibliotheksbesucher verstecken. Mit seinem Debüt über das Böse und den Umgang mit Gewissen, Schuld und Systemkonformität gelingt Just eine kleine poetische Reminiszenz an die lange missverstandene Chiffre der Banalität des Bösen.

Eintritt: 5,- Euro (inkl. Bier & Brezel)
Nur Abendkasse ab 19.30 Uhr, begrenzte Platzzahl
Ort: Tulpenstraße 48, Stuttgart


zwischen/lese
Montag, 9.4. 19 Uhr
Don Karlos – Friedrich Schiller

Drama am spanischen Königshof! Der schier unermesslichen Liebe des jungen Thronfolgers Don Karlos steht ausgerechnet einer im Weg: sein Vater. Ohne Rücksicht auf Verluste hat er die einst dem Sohn versprochene Elisabeth von Valois zur Frau genommen und damit Karlos’ Verlobte zu seiner Schwiegermutter gemacht. Als wäre dies nicht schon verwirrend genug, rücken dazu noch weitere Figuren auf den Spielplan: die eifersüchtige Prinzessin Eboli, die den Prinzen für sich gewinnen will und alle Register der Intrigen zieht, und Karlos’ Jugendfreund Marquis von Posa, der ganz eigene politischen Interessen hegt und Pläne schmiedet. Innerhalb der fünf Akte, die das klassische Drama zu bieten hat, entwickelt Friedrich Schiller so ein beinahe unentwirrbares Intrigengeflecht, bei dem so leicht keiner mehr durchschaut, wer die Fäden in der Hand hat. Wir machen uns ans Entwirren und knüpfen uns Schillers Klassiker vor!
Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro
Ort: Literaturhaus Stuttgart


zwischen/miete
Lesung und Gespräch
Mittwoch 25.4. 20 Uhr
Serverland
Josefine Rieks

Für die Reihe zwischen/miete werden Stuttgarter WGs zur Lesebühne: AutorInnen aus der jüngsten Schriftstellergeneration mieten sich ein, um aus ihren Texten zu lesen und sie ins Gespräch zu bringen. Pro Jahr realisiert das zwischen/miete-Team des Literaturhauses Stuttgart sechs bis acht Lesungen in wechselnden WGs. Josefine Rieks, geboren 1988, entwirft in ihrem Debütroman „Serverland“ gekonnt eine utopische Welt ohne Internet. Das Leben im Nach-dem-Netz-Zeitalter ist wieder wie zuvor: analog und offline. Ein Leben ohne Google? Reiner kennt es nicht anders. Er ist Mitte zwanzig, sammelt Computer aus einer längst vergangenen Zeit und durchsucht sie nach den digitalen Überresten ihrer ehemaligen Besitzer. Aufbruchsstimmung beginnt, als er auf den stillgelegten Google-Servern die Daten der Netzgeneration findet und damit ein Tor zu einer vergessenen Welt aufstößt. Lässt sich das Netz tatsächlich wieder herstellen? Rieks studierte Philosophie und erhielt 2017 das Alfred-Döblin-Stipendium. Sie lebt in Berlin.

Ort: Tübingerstrasse 91, Stuttgart
Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl
Eintritt: 5,- Euro inklusive Bier und Brezel


zwischen/stopp
Sonntag 29.4. 11 Uhr
Deutsches Literaturarchiv Marbach – Rundgang durch die Literaturmuseen

Rund 1400 Vor- und Nachlässe von Schriftstellern und Gelehrten schlummern in den Regalen des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Darunter das Romanmanuskript zu Kafkas „Prozess“ und sein Abi-Zeugnis, Tucholskys Liebesbriefe und Hesses Fotoalben, Morgensterns „Galgenlieder“ und Mörikes Petrefaktensammlungen. Den Anfang aber machte Friedrich Schiller, der 1759 in Marbach geboren wurde und dessen Originale heute in einer eigenen Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseums zu sehen sind: Von seinen Briefen und Manuskripten bis zu seinen Locken und blau-weiß-gestreiften Socken reichen die Hinterlassenschaften. Sie zeigen den Dichter beim Denken, Lesen, Schreiben... und Tüfteln, denn Schiller hat seine Dramen meist strategisch vorausgeplant, To-Do-Listen angefertigt und selbst mögliche Schwierigkeiten bereits im Voraus durchdacht und zu Papier gebracht. Wir fahren mit der S-Bahn in Schillers Geburtsstadt, erklimmen die Schillerhöhe und sehen uns in den Literaturmuseen genauer um.

Eintritt: 7,- Euro + Bahnfahrt
Treffpunkt: Stuttgart Hauptbahnhof, Gleis 102 am Kiosk
Anmeldung: U35@literaturhaus-stuttgart.de


zwischen/lese
Montag, 7.5. 19 Uhr
WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN – Mariana Leky

Geboren 1973 in Köln, Buchhandelslehre, Studium der Germanistik und Europäischen Kulturwissenschaften in Tübingen. 1999 folgt der Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, 2001 der erste Erzählband, 2004 der erste Roman. Inzwischen hat Mariana Leky bereits ihren dritten Roman veröffentlicht und sich damit ihren Platz in der Spiegel-Bestsellerliste ergattert: „Was man von hier aus sehen kann“. Es ist die Geschichte von Selma, die den Tod voraussehen bzw. vorausträumen kann, und ihrer Enkelin Luise, die bei ihr aufwächst und im Laufe des Romans heranwächst. Zugleich ist es das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Vor allem aber ist es ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Dabei beherrscht die Autorin das in der Schreibschule gelernte Handwerk, doch bricht sie gelegentlich auch die Regeln und sorgt damit für Überraschung... Wir lesen den Roman und sprechen über seine Tricks und Kniffe!

Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro
Ort: Literaturhaus Stuttgart


zwischen/stopp
Dienstag, 15.5. 20 Uhr
Wie Romane entstehen
Hanns-Josef Ortheil und Masterstudierenden des Hildesheimer Literaturinstituts
Lesungen & Werkstattgespräch

Das Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim ist eine der bekanntesten universitären Ausbildungsstätten für junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Deutschland. Im Masterstudiengang arbeiten sie zwei Jahre an einem umfangreichen Schreibprojekt, bei dessen Entstehung sie von Mentoren und Lektoren betreut werden. Wie genau sieht eine solche Zusammenarbeit aus? Wie viel Freiheit und Spontaneität lässt sie den Schreibenden? Und wie sehen typische Phasen von Langzeit-Schreibprozessen aus, denen sich die Studierenden in solcher Intensität zum ersten Mal im Leben stellen? Hanns-Josef Ortheil, Schriftsteller und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, spricht mit drei Studierenden über ihre Romanpläne, um sie schließlich in die freie Laufbahn von Lesung und Selbstpräsentation zu entlassen.

Ort: westQuartier, Elisabethenstraße 26, Stuttgart
Eintritt: 10,-/8,-/5,- Euro


zwischen/lese
Montag, 4.6. 19 Uhr
IMMER IST ALLES SCHÖN – Julia Weber

Das Leben sei eine Wucht, sagt Anais' Mutter, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Anais und ihr Bruder Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in der Gestalt von Peter, der ihre Wohnung seltsam findet und nichts anfangen kann mit den tausend, auf der Straße zusammen gesammelten Dingen. In Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Außenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Kinder in ihre Fantasie zurück. Mit leisem Humor erzählt Julia Weber in "Immer ist alles schön" von scheiternder Lebensfreude in einer geordneten Welt und davon, wie zwei Kinder versuchen, ihre eigene Logik dagegenzusetzen. Wir lesen das Buch, sprechen darüber und haben beim „Wetterleuchten“ am 30.6. die Gelegenheit, die Autorin zu treffen, zu hören und auszufragen.

Ort: Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro


zwischen/stopp
Samstag, 30.6. ab 11 Uhr
WETTERLEUCHTEN – Sommermarkt der unabhängigen Verlage

Sommermarkt der unabhängigen Verlage im Literaturhaus Stuttgart. Die beste Gelegenheit, die Sommerlektürekiste zusammen zu stellen, die Ferien mit guter Literatur zu verbringen und am Strand wie im Freibad keine Langeweile aufkommen zu lassen. 40 Verlage aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich sind dabei: Dazu gibt es den ganzen Tag über ein Literaturprogramm u.a. liest Julia Weber aus „Immer ist alles schön“, Claudia Steinitz stellt die Neuübersetzung von Albertine Sarrazins Roman „Der Ausbruch“ vor, Frédéric Pajak verschränkt Text und Bild in seinem Buchprojekt „Ungewisses Manifest“, Neues vom fliegendem Kamel erzählen Paul Maar, Murat Coşkun, İbrahim Sarıaltın. Liegestühle unter Palmen am Pool zum Lesen, Plaudern oder Sonnen gibt es auch.

Eintritt: Mitglieder frei / 5,- Euro
Ort: Literaturhaus Stuttgart


LyrikerInnen U35 gesucht!
Gibt es LyrikerInnen unter Euch? Die Reihe zwischen/miete schreibt auch für das Jahr 2018 wieder einen Lyrikwettbewerb für junge PoetInnen unter 35 Jahren aus. Das Thema ist frei wählbar, ihr könnt also Eurer kreativen Ader freien lyrischen Lauf lassen. Eine Jury kürt Mitte des Jahres fünf junge GewinnerInnen, die ihre prämierten Texte im Rahmen der Stuttgart Lyriknacht am 7. September 2018 in der Stadtbibliothek Stuttgart zum Besten geben. Nähere Infos zu Einreichungen und Fristen findet Ihr bald unter: zwischenmiete.literaturhaus-stuttgart.de


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