Sprachateliers zu Dieter Roth
Sprachateliers zu Dieter Roth

Das Kunstmuseum Stuttgart bietet in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart Schreibwerkstätten für Schulklassen anlässlich der Ausstellung »Dieter Roth. Balle Balle Knalle« an.

Die Sprachateliers, welche vom Autor und Dramaturgen Thomas Richhardt durchgeführt werden, können sowohl im Anschluss an eine Führung im Kunstmuseum gebucht werden, als auch als unabhängige Unterrichtseinheiten an Schulen in Baden-Württemberg.

Während der Sprachateliers werden die Schüler/innen die Schnittstellen von Sprache und bildender Kunst erkunden, welche das Werk des Grenzgängers Dieter Roth geprägt haben. Anhand der konkreten Auseinandersetzung mit den 1971/72 entstandenen Inseraten („Inserate/Advertisements“, Edizioni Periferia, Luzern/Poschiavo 2009) werden die 2 Teilnehmer/innen eigene Texte produzieren und diese Ergebnisse miteinander diskutieren (*).

Die Experimentierstunden, die sowohl im Fach Kunst als auch im Deutschunterricht stattfinden können, sind für sämtliche Schularten ab der 8. Klasse geeignet. Die zeitliche Dauer der Sprachateliers beträgt zwei Unterrichtsstunden.

Zeitfenster für die Durchführung der Sprachateliers:
09. - 12. Februar 2015
23. - 26. Februar 2015
09. - 12. März 2015

Aufbauend auf diesem Angebot für Schulklassen bietet das Kunstmuseum zwei offene Schreibwerkstätten für interessierte Jugendliche ab 14 Jahren an. Während der Wochenendworkshops, die im Kunstmuseum Stuttgart stattfinden, werden sich die Teilnehmer/innen intensiv mit dem Werk Dieter Roths und den Grenzgängen zwischen Sprache und Bild befassen.

21. & 22. März 2015 Erster Wochenendworkshop: „Recherche zu Roth“
11. & 12. April 2015 Zweiter Wochenendworkshop „Interviews zu Roth“

Die Teilnahme ist bei allen Angeboten kostenlos. Begrenzte Teilnehmerzahl. Weitere Information & Anmeldung: <linkfuehrung@kunstmuseum-stuttgart.de> oder +49 (0)711/216 196 25

(*) Im Jahr 1971 schaltet Dieter Roth täglich ein bezahltes Inserat auf die Kleinanzeigenseite vom Anzeiger Stadt Luzern. Dieter Roths kurze „Tränenmeer“-Aphorismen kommunizieren mit den Werbe-Anzeigen um sie herum. Nach 115 Anzeigen kündigt die Zeitung das Anzeigenprojekt: Angeblich hätten sich zahlreiche Leser beschwert und mit Kündigung ihres Abos gedroht. Dieter Roth macht die Grenzen der Freiheit sichtbar, ganz unspektakulär und doch klar ersichtlich.

Mit Unterstützung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Foto: Dieter Roth Literaturwurst, 1969 Gehäckselte Ausgabe der Zeitschrift »Neue Revue« mit Gewürzen und Fett in Wurstdarm, H: 30 cm, D: 9 cm Deichtorhallen Hamburg, Sammlung Falckenberg Foto: Egbert Haneke © Dieter Roth Estate / Courtesy Hauser & Wirth