Freitag 15.12.17 20.00 Uhr

Notizen zum Schreiben

Veranstaltungsreihe: Literatur und ihre Vermittler
Lesung und Gespräch
Auf seiner Autorenwebsite schreibt Joachim Zelter: "Es gibt zwei Arten von Schriftstellern. Diejenigen, die erst anfangen zu schreiben und, wenn sie Erfolg damit haben, dann hauptberuflich Schriftsteller werden. Diejenigen, die erst die Entscheidung treffen, Schriftsteller zu werden, und dann anfangen zu schreiben." Zelter gehört zur zweiten Kategorie. Nach seiner Promotion in Neuerer Englischer Literatur und Lehraufträgen an den Universitäten Yale und Tübingen, entschied er sich 1997 Schriftsteller zu werden. Ein Jahr später erschien sein erster Roman "Briefe aus Amerika", 2016 im Verlag Klöpfer & Meyer neu aufgelegt. In seinen Werken, die mit zeitloser und spitzer Feder geschrieben sind, erzählt er Heinrichs Manns "Der Untertan" als „untertan“ neu, lässt Hypochonder durch Krankenhausflure schlurfen oder Lügner lügen, bis sich die Balken biegen. Zelter, dessen Bücher vom humoristisch-ironischen Ton leben, überzeichnet seine Figuren gnadenlos, so als würde ein Karikaturist lediglich einen groben Bleistift zur Verfügung haben, dabei aber durchaus seinen eleganten Stil bewahren, so Ulrich Rüdenauer in der Süddeutschen Zeitung. Ulrike Wörner, Geschäftsführerin des Friedrich-Bödecker-Kreises Baden-Württemberg und Dozentin für 'Erzählendes Schreiben' am Literaturhaus Stuttgart, wird mit Joachim Zelter an ausgewählten Beispielen über seine Schreib- und Überarbeitungsprozesse sprechen.
Gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.
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