Donnerstag 19.01.17 20.00 Uhr

I’m a poet, and I know it, hope I don't blow it

Bob Dylans Songs, Poesie, Songpoesie vorgestellt von Heinrich Detering
„I’m a poet“ sang Bob Dylan schon 1964. Mit dem Literaturnobelpreis hat die Welt den längst als Singer-Songwriter-Legende etablierten Künstler 2016 nun mit der renommiertesten aller literarischen Auszeichnung als Dichter geadelt. Das Herz von Dylans literarischem Œuvre bilden seine Lyrics, die als Texte zu seinen Songs einen ungeheuer produktiven poetischen Kosmos entfalten. Weniger bekannt ist, dass ihm die Lyrik in frühen Jahren eine Ideenwerkstatt war: Sie gab ihm die Möglichkeit zu Selbstkommentaren, verband die Poesie seiner Songs mit den literarischen Traditionen Rimbauds, Brechts, der Beat Poets. Seinen Schallplatten gab er Gedichtzyklen und lyrische Prosa bei, er publizierte in Zeitschriften der Folk- und der Beat-Szene, im Konzert rezitierte er das Poem „Last Thoughts On Woody Guthrie“. Der Dylan-Kenner Heinrich Detering übersetzt diese Poesie der Anfänge für eine zweisprachige Ausgabe, die 2017 unter dem Titel „Planetenwellen“ (Hoffmann und Campe) erscheinen wird. Bereits Ende 2016 gab er Dylans experimentellen Prosaband „Tarantula“ in einer revidierten Übersetzung heraus. Er wird aus diesen Texten lesen und zeigen, wie dem jungen Künstler der Spagat zwischen einer literarischen und einer musikalischen Tradition gelingt – und wie er schließlich, dank des Formgerüsts von Blues und Folk, seine bis heute unverwechselbare Stimme findet. Heinrich Detering lehrt Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen und ist seit 2011 Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Der Literaturwissenschaftler, Herausgeber, Übersetzer und Lyriker schrieb unter anderem die Werkgeschichte „Bob Dylan“ (Reclam, 2009) und die Studie „Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele“ (C.H. Beck, 2015) und gab eine kommentierte Auswahl aus Dylans „Lyrics“ heraus (Reclam, 2008).
in Facebook teilen
Bild: I’m a poet, and I know it, hope I don't blow it - Heinrich DeteringBild: I’m a poet, and I know it, hope I don't blow it - Heinrich Detering
© Sebastian Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Mittwoch
25.04.18
20.00 Uhr
Serverland
Josefine Riecks
Donnerstag
26.04.18
13.00 Uhr
Fortsetzung: Animation und Philosophie
Ülo Pikkov
Donnerstag
26.04.18
20.00 Uhr
Preis der Literaturhäuser 2018
Jaroslav Rudiš
Freitag
27.04.18
20.00 Uhr
Die Tagesordnung
Éric Vuillard
Sonntag
29.04.18
11.00 Uhr
Deutsches Literaturarchiv Marbach – Rundgang durch die Literaturmuseen
Mittwoch
02.05.18
17.00 Uhr
Für Elisabeth Walther-Bense
Ulrich Keicher
Donnerstag
03.05.18
20.00 Uhr
Prawda
Felicitas Hoppe
Sonntag
06.05.18
11.00 Uhr
Leises Beben
Jossi Wieler, Wieland Backes
Montag
07.05.18
19.00 Uhr
Was man von hier aus sehen kann - Mariana Leky
Montag
07.05.18
20.00 Uhr
Jahre später
Angelika Klüssendorf
Dienstag
08.05.18
20.00 Uhr
Scham
Ute Frevert, Rahel Jaeggi
Montag
14.05.18
20.00 Uhr
Wiesenstein
Hans Pleschinski
Dienstag
15.05.18
20.00 Uhr
Wie Romane entstehen
Hanns-Josef Ortheil, Silvie Lang, Nils Nußbaumer, Alexander Rudolfi
Donnerstag
17.05.18
20.00 Uhr
Revolte
Heinz Bude, Marie Rotkopf
Dienstag
22.05.18
19.30 Uhr
Insight Nahost – Nacht der arabischen Literatur
Stefan Weidner, Claudia Ott, Basma Abdelaziz, Mira Sidawi
Mittwoch
23.05.18
20.00 Uhr
Europa lesen
Phillip Ther, Raoul Schrott
Dienstag
29.05.18
20.00 Uhr
Sinn stiften mit Geldanlagen
Wolfgang Kuhn
Samstag
30.06.18
17.00 Uhr
Neues vom fliegenden Kamel
Paul Maar, Capella Antiqua Bambergensis, Murat Coskun, İbrahim Sarıaltın