Zum Hauptinhalt springen
26.4.19.5.2016

Uli Oesterle: Vatermilch

Veranstaltungsdaten

Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung

Für seinen Comic "Vatermilch" erhält Uli Oesterle den diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung. „Vatermilch erzählt von Vätern, die verschwinden und von Söhnen, die zu unzuverlässigen Vätern werden, zeigt Lebenswege, die ins Dunkle führen, und andere, die einen unerwarteten Neuanfang erlauben“, begründet Brigitte Helbling die Entscheidung der achtköpfigen Jury. Uli Oesterle hat seine Bewerbungsarbeit als fiktive Biografie seines Vaters und als eine Geschichte über Wiedergutmachung verfasst. Sein Vater verließ die Familie in den 1970er Jahren, als Oesterle sieben Jahre alt war. Während seiner dreißigjährigen Abwesenheit gab es viele Spekulationen über dessen Verbleib, Gerüchten zufolge war er lange ohne festen Wohnsitz. Erst nach seinem Tod erfuhr Oesterle von der schweren Krankheit seines Vaters, dem Korsakow-Syndrom, das vor allem langjährige Alkoholiker trifft. Die großen Lücken in der Vita des Vaters füllt Oesterle mit fiktiven Ereignissen, dazu recherchierte er unter anderem auch im Obdachlosenmilieu Münchens. "Vatermilch" wird voraussichtlich 2018 und 2019 in zwei Bänden erscheinen. Der Preis wird jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert. Auch die neun weiteren Finalisten erhalten in diesem Jahr erstmalig eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro. Die Ausstellung wandert an weitere Orte, unter anderem ins Literarische Colloquium Berlin.

In Zusammenarbeit mit der Berthold Leibinger Stiftung.

Die Ausstellung ist vor und nach den Abendveranstaltungen zu sehen sowie nach telefonischer Anmeldung (Fon 0711 / 22 02 17 3).

Bilder von der Veranstaltung